Tablet mit zehn Zoll großem Bildschirm und zwei Betriebssystemen

Viewsonic Viewpad 10 im Test: Tablet mit Android und Windows 7

Viewsonic mischt mit seinen Viewpads mit sieben und zehn Zoll großen Bildschirmen seit kurzem im Tablet-Bereich mit. Auf der größeren Variante installiert der Hersteller neben dem Smartphone-Betriebssystem Android noch zusätzlich Windows 7. Dies klingt im ersten Moment vielversprechend, doch der Teufel steckt im Detail.

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Viewsonic Viewpad 10: Die Qual der Wahl hat der Nutzer des Viewsonic Viewpad 10: Der Hersteller installiert auf dem Tablet mit zehn Zoll großem Touchscreen sowohl Windows 7 als auch das Smartphone Betriebssystem. Zum Video: Viewsonic Viewpad 10

Inhaltsverzeichnis

  1. 1Zehn Zoll großes Tablet mit Netbook-Hardware
  2. 2Ein Desktop- und ein Smartphone-Betriebssystem
  3. 3Angenehmer Touchscreen, verwirrende Knöpfe
  4. 4Kleiner Speicher, leicht zu erweitern
  5. 5Fazit: Warten auf den Nachfolger
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Zehn Zoll großes Tablet mit Netbook-Hardware

Das Viewpad 10 von Viewsonic verfügt über einen zehn Zoll großen, kapazitiven Touchscreen mit einer Aulösung von 1.024 x 600 Pixeln. Der Bildschirm versteht Multitouch-Gesten, stromsparende Leuchtdioden (LED) sind für die Hintergrundbeleuchtung zuständig.

Die technische Ausstattung des Viewpad 10 erinnert teilweise an ein Netbook. So baut Viewsonic zum Beispiel einen mit 1,66 Gigahertz getakteten Atom-Prozessor von Intel und einen ein Gigabyte großen Arbeitsspeicher in das Tablet ein. Für die Grafikberechnung trägt der Intel-Chipsatz NM10 die Verantwortung.

Die installierte Home Premium-Version von Windows 7 erweist sich für diese Kombination allerdings als zu schwach und der Nutzer muss häufig Pausen einlegen, wenn ein Programm mal wieder länger rechnen muss, um zu starten oder eine Eingabe zu verarbeiten. Flash-Videos von Youtube laufen in HD-Auflösung nicht ruckelfrei ab und selbst bei einer Auflösung von 420p kommt es hin und wieder zu kurzen Pausen.

Ein Desktop- und ein Smartphone-Betriebssystem

Die installierte Android-Version 1.6 läuft dagegen flüssig, ist aber veraltet und Viewsonic installiert auf dem kleineren Viewpad 7 und dem bereits angekündigten Viewpad 10s, die zeitgemäßere Version 2.2 mit dem Codenamen Froyo. Nach dem Einschalten des Tablets erscheint ein Boot-Menü, in dem der Nutzer sich zwischen Android und Windows entscheidet. Führt er keine Aktion durch startet Android nach zehn Sekunden automatisch.

Viewsonic Viewpad 10 im Test


Als internen Speicher verbaut Viewsonic beim Viewpad einen flashbasierten SSD-Speicher mit nur 16 Gigabyte-Speicherplatz. Von diesem stehen dem Nutzer aufgrund der zwei installierten Betriebssysteme zudem nur noch ein wenig mehr als 2,5 Gigabyte zur Verfügung. Mit einer MicroSD-Karte kann er die Speicherkapazität des Tablets allerdings um bis zu 32 Gigabyte erweitern.

Das Viewpad 10 überträgt per Bluetooth Daten über kurze Entfernungen und greift per WLAN auf das Internet zu. Trotz eines vorhandenen Steckplatzes für eine SIM-Karte unterstützt das große Tablet im Gegensatz zu seiner kleineren Variante keine 3G-Netzwerke wie UMTS. Aufgrund der fehlenden SIM-Karte hat das Viewpad 10 auch keinen Zugriff auf den Android Market, sondern nur den AndAppStore mit einer deutlich kleineren Auswahl an Programmen.

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