Weltweit werden 500 Stellen gestrichen
Drastische Einschnitte: MySpace entlässt alle deutschen Mitarbeiter
Das neue Jahr beginnt für die deutschen MySpace-Mitarbeiter mit einer Hiobsbotschaft: Von der weltweiten Entlassungswelle beim sozialen Netzwerk sind auch die etwa 30 Mitarbeiter hierzulande betroffen. Alle Büros in Deutschland werden dicht gemacht.
Schon am Dienstag zog MySpace die Reißleine und teilte mit, dass man sich von insgesamt 500 Mitarbeitern trennen werde. Jetzt ist klar: Der Arbeitsplatzabbau betrifft nicht nur US-amerikanische Büros, sondern auch alle Verkaufsstellen in Deutschland.
Alle etwa 30 Mitarbeiter hierzulande müssen sich eine neue Stelle suchen. Sie sind bei der Fox Interactive Media Germany GmbH angestellt - so nennt sich das Unternehmen, das das soziale Netzwerk in Deutschland betreut. Weltweit werden künftig nur noch 600 Mitarbeiter für MySpace arbeiten. Vorher zählte das Unternehmen 1.100 Arbeitnehmer.
MySpace weit hinter Facebook zurück
Die betroffenen Büros befinden sich in Hamburg, Düsseldorf und Köln. Derzeit würden noch bestehende Aufträge erfüllt, neue aber nicht mehr entgegennommen, heißt es. Die deutschsprachigen Seiten in Deutschland, Österreich und der Schweiz bleiben jedoch bestehen. Offenbar sollen neue Partner gewonnen werden, die Inhalte bereit stellen und sich auch um die Vermarktung der Plattformen kümmern.
Mit dem weltweiten Arbeitsplatzabbau will MySpace-Chef Mike Jones sein Unternehmen effizienter ausrichten. Etwa könnten über eine schlankere Struktur neue Produkte rascher entwickelt werden, hieß es. MySpace wurde 2003 gegründet und wurde 2005 vom Medienmogul Rupert Murdoch und seinem Medienunternehmen News Corp. übernommen. Das soziale Netzwerk hat heute 100 Millionen Nutzer weltweit, was sich zunächst viel anhört. Allerdings ist Konkurrent Facebook mit 500 Millionen Nutzern uneinholbar enteilt.


MySpace plant den Datenschutz einfacher, sicherer und nutzerfreundlicher zu gestalten. Anscheinend reagiert das Netzwerk damit auf die zunehmende Kritik an seinem Konkurrenten Facebook.
MySpace will sich künftig mehr auf Trends und Entertainment-Inhalte konzentrieren. Dafür haben die Betreiber das Design der Seite überarbeitet und neue Funktionen erdacht. Ab November können sich deutsche Nutzer hiervon ein Bild machen.
MySpace und Facebook sind keine Konkurrenten mehr. Künftig können Nutzer Inhalte zwischen beiden Plattformen austauschen. Neulinge können bei MySpace zudem ihre Daten aus Facebook importieren.
Die Krise bei MySpace geht weiter: Der Mutterkonzern News Corp. prüft derzeit die Möglichkeiten eines Verkaufs, einer Fusion oder einer Ausgliederung des sozialen Netzwerks. Als möglicher Interessent einer Übernahme gilt Yahoo.
News Corp. hat das Musik-Netzwerk MySpace verkauft. Der Anzeigenvermarkter Specific Media und der Musiker Justin Timberlake sicherten sich den Zuschlag für 35 Millionen US-Dollar. Wäre es nicht zu einem Verkauf gekommen, hätte Medientycoon Rupert Murdoch das Netzwerk wahrscheinlich eingestampft.
Re-Design für Myspace: Das Soziale Netzwerk soll in Kürze ein neues Outfit erhalten. Ein nun veröffentlichtes Video zeigt, dass das neue Layout stark an Windows 8 und Pinterest erinnert.
Das altbekannte Musik-Netzwerk MySpace ist mit einem neuen Design live gegangen. Der Re-Launch wird prominent unterstützt von Teilhaber Justin Timberlake, der das neue MySpace gleichzeitig zur Bewerbung seiner neuen Single nutzt.




