Tippen und Touchen für unterwegs

Tablet-Notebook-Mix: Asus Eee Pad Slider im Kurztest

Zusammen mit weiteren Tablet-Modellen gehört das Eee Pad Slider zu den Höhepunkten der diesjährigen Asus-Produkten auf der Consumer Electronic Show in Las Vegas (CES). Netzwelt hatte Gelegenheit, das ungewöhnliche Tablet mit der ausziehbaren Tastatur einem kurzen Test zu unterziehen.

?
?


Werbung
Werbung

Eine echte Neuheit: Das Asus Eee Pad Slider ist weder Tablet noch Notebook sondern ein bunter Mix der einzelnen Geräteklassen. Ein wenig erinnert das Gehäuse-Design an ein Convertible. Aber anstatt das Display um 180 Grad zu drehen und auf die Tastatur zu klappen, zieht der Nutzer bei diesem Gerät die Tastatur einfach unterhalb des eigentlichen Displays hervor - ähnlich wie bei einem Smartphone. 

In der Praxis ermöglicht dies die Nutzung sowohl als "normalen" Tablet-Computer als auch als vollwertiges Notebook. In der Endstellung rastet das Display in einem festen Winkel ein und wird durch ein Scharnier gehalten. Diese an sich lobenswerte Konzept lies sich beim netzwelt zu Verfügung gestellten Exemplar allerdings nur erahnen.

Früher Prototyp 

Zwar lässt es sich auf der Tastatur dank angenehmem Druckpunkt der einzelnen Tasten gut tippen. Die beiden Gehäusehälften glitten aber nur äußerst widerspenstig auseinander. Im zusammengeschobenen Zustand waren Spaltmaße von über einem Zentimeter sichtbar. Dieses Problem wird Asus bis zur Markteinführung aber mit Sicherheit noch in den Griff bekommen. Dafür fällt das Gewicht mit knapp 890 Gramm erfreulich gering aus.

Inhalte zeigt das Asus Eee Pad Slider auf einem 10,1 Zoll großen IPS-Display an, welches eine Auflösung von 1.280 x 800 Bildpunkten bietet. Kontrast und Farben sind dem ersten Eindruck zu urteilen nach sehr gut. Auch auf Eingaben mit dem Finger reagierte der kapazitive Bildschirm präzise und schnell. 

CES 2011: Asus bringt Windows- und Android-Tablets

  • Bild 1 von 4
  • Bild 2 von 4
  • Bild 3 von 4
  • Bild 4 von 4

Im Inneren verrichtet ein Tegra 2-Chip von Nvidia seine Arbeit - für ausreichend Leistungsreserven ist also gesorgt. Ihm zur Seite stehen bis zu ein Gigabyte Arbeitsspeicher. Als Betriebssystem wird von Anfang an das für Tablet-PCs optimierte Google-Betriebssystem Android 3.0 (Honeycomb) zum Einsatz kommen. Daten und Multimedia-Dateien finden auf einem 16 oder 32 Gigabyte großen Flashspeicher Platz. Zusätzlich bietet Asus Speicherplatz in Netz (Webstorage) an. 

Etwas knapp fallen die USB-Schnittstellen aus - Asus verbaut lediglich einen einzigen USB-Port. Nutzer werden daher wohl nicht um die Nutzung eines USB-Hubs herumkommen. Immerhin bietet der Eee Pad Slider einen eingebauten Kartenleser für Micro-SD-Karten sowie einen Mini-HDMI-Ausgang. Eine Kamera auf der Geräte-Vorderseite ermöglicht Videotelefonie mit einer Auflösung von 1,2 Megapixeln. Zusätzlich steht dem Nutzer noch eine weitere Kamera auf der Rückseite zur Verfügung, die Fotos bis zu einer Auflösung von fünf Megapixeln anfertigt. 

3G-Variante für Deutschland

In Deutschland wird der Notebook-Tablet-Mix auch in einer 3G-Variante erhältlich sein sowie über einen GPS-Empfänger verfügen. Ein Helligkeitssensor hilft beim Haushalten mit dem Akku-Strom. Dieser reicht laut Auskunft eines Asus-Verantwortlichen für eine achtstündige Nutzung des Eee-Sliders. 

Der Deutschland-Verkaufsstart des Asus Eee Pad Slider ist für den Sommer diesen Jahres angesetzt. Dann wird das Gerät hierzulande ab etwa 500 Euro kosten. Die endgültigen Preis stehen bislang allerdings noch nicht fest. Weitere CES-Neuigkeiten von Asus finden Sie in diesem Artikel. Außerdem konnte netzwelt auch bereits das Eee Pad MeMO ausprobieren.

Mehr zum Thema »

Links zum Thema