Einkaufsladen für Mac-Rechner

Apple: Mac App Store öffnet seine Pforten

Apple hat seinen Mac App Store für Desktop-Rechner und Notebooks in 90 Ländern gestartet. Das Unternehmen will damit das Installieren und Aktualisieren von Software ähnlich vereinfachen wie auf dem iPhone und iPad.

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Mit dem Mac App Store will Apple den Vertrieb von Software vereinfachen. (Bild: Apple)
Mit dem Mac App Store will Apple den Vertrieb von Software vereinfachen. (Bild: Apple)

Die Verheißungen aus dem Hause Apple hören sich wieder einmal großspurig an. "Der App Store revolutionierte mobile Apps", sagt Apple-Chef Steve Jobs und will dasselbe jetzt auch mit dem Mac App Store erreichen, einem Software-Einkaufsladen für Desktop-Rechner und Notebooks von Apple. Der Mac App Store ist ab sofort zum kostenlosen Download freigegeben.

Das Programm kann über den Bereich Software-Aktualisierung im Apple-Betriebssystem auf den Rechner geladen werden. Die Software wird dann einfach mit einem System-Update installiert und steht als eigene Applikation zur Verfügung. 

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Snow Leopard und iTunes-Account notwendig

Angeboten werden mehr als 1.000 Gratis-Apps und kostenpflichtige Programme aus den verschiedensten Bereichen, etwa Bildung, Spiele und Grafik & Design. Erhältlich sind bereits bekannte Apps, aber auch komplett neue Software. Apple bietet die Programme aus seiner iLife-Kollektion GarageBand, iPhoto und iMovie einzeln für je 11,99 Euro an. Die Office-Applikationen Pages, Keynote und Numbers von iWork kosten jeweils 15,99 Euro. Die Fotoverwaltung- und Bildbearbeitungssoftware Aperture geht zu einem Preis von 62,99 Euro über die virtuelle Ladentheke.  

Wie auf dem iPad, iPod touch und iPad reicht ein Klick aus, um die Applikationen zu kaufen und zu installieren. Voraussetzung zur Nutzung des Mac App Store ist aber das derzeit aktuellste Apple-Betriebssystem Mac OS X v10.6 Snow Leopard und ein iTunes-Account. Über den iTunes-Account werden alle Einkäufe im Mac App Store abgerechnet.

Einfache Software-Updates

Der Vorteil des Einkaufsladens liegt auf der Hand: Der Anwender muss sich nicht mehr im Internet auf die Suche nach Programmen machen oder in den Elektronikmarkt um die Ecke gehen, sondern kann Software einfach und komfortabel per Mausklick installieren. Da man alle Updates direkt über das Programm erhält, wird zudem ein umständliches, getrenntes Auffrischen einzelner Software hinfällig. 

Ein weiterer Vorteil: Die geladenen Apps stehen auf allen Mac-Rechnern zur Verfügung. Entwickler, die Software für den App Store programmieren, erhalten 70 Prozent der Umsätze, der Rest bleibt bei Apple. Die Entwickler müssen sich bei der Programmierung aber an die strengen Vorgaben des Unternehmens halten, die in der Vergangenheit stets große Kritik hervorriefen.

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