Das Autorensystem wurde für interaktive Multimedia-Anwendungen entwickelt.
Director 11.5 im Test: Interaktives Multimedia wie beim Film
Gemeinhin herrscht das Bild vor, dass bei der Entwicklung von Programmen ein hochgebildeter Experte vor seinem Computer sitzt und kryptische Befehle in die Maschine eingibt, die dann fast wie von Zauberhand zu einem funktionsfähigen Programm wie Microsoft Word verschmelzen. In der Tat sieht die tägliche Arbeit von Programmierern auch so aus: Sie nutzen meistens eine sogenannte integrierte Entwicklungsumgebung, die z.B. bei der Verwaltung von Quellcode und den Projektdateien hilft. Die eigentliche Arbeit aber - also die Eingabe der eigentlichen Befehle - lässt sich nicht völlig automatisieren und muss händisch erfolgen.
Inhaltsverzeichnis
- 1Preise und Lizenzen
- 2Director 11.5 im Test
- 3Bühne und Darsteller
- 4Button und Bibliothek
- 5Drehbuch zum Steuern
- 6Fazit
Dabei gibt es schon seit Mitte der 80er Jahre die Idee der Autorensysteme, mit denen auch Personen ohne Programmierkenntnisse eine Anwendung erstellen können. Die grafische oder visuelle Entwicklung hat sich in der IT-Welt aber nicht auf breiter Front durchgesetzt, mit einer einzigen Ausnahme: Bei interaktiven und multimedialen Programmen fürs Web, CD-/DVD-Medien oder andere Vertriebswege haben Autorensysteme über die Jahre eine starke Position erreicht. Adobe bietet in diesem Gebiet nicht nur Flash, sondern seit der Übernahme von Macromedia noch ein weiteres Produkt namens Adobe Director in Version 11.5 an.
Preise und Lizenzen
Der aktuelle Straßenpreis des Adobe Director 11.5 liegt bei ca. 1160 Euro. Adobe hat das Programm nicht in Eigenregie entwickelt, sondern es durch die Übernahme von Macromedia erhalten. Die erste Ausgabe aber geht bereits auf das Jahr 1988 zurück, als die Idee eines multimedialen Autorensystems unter dem Namen VideoWorks von der Firma MacroMind zunächst für den Macintosh umgesetzt wurde. Director hat auf dem Apple-Betriebssystem also eine lange Tradition und läuft in der aktuellen Fassung auf Mac OS X 10.4, 10.5 oder Version 10.6. Die Unterstützung für Mac OS X 10.4 gilt allerdings nur für solche Rechner, in denen ein Intel-Prozessor steckt. Ältere PowerPC-Macs müssen auf Adobe Director 11.5 leider verzichten.
Unter Microsoft Windows begnügt sich das Programm mit Windows XP und installiertem Service Pack 2. Auf Windows Vista läuft das Programm laut Adobe ebenso, dagegen fehlt das moderne Windows 7 im offiziellen Handbuch - im Test lies sich das Programm jedoch problemlos installieren. Egal ob PC oder Mac: Director in Version 11.5 benötigt immer mindestens 500 Megabyte freien Speicher auf der Festplatte. Die Mindestgröße des Arbeitsspeichers von 512 Megabyte sollte jeder halbwegs moderne Computer erfüllen. Im Gegensatz zu der aktuellen Ausgabe von Adobe Flash ist das Autorensystem damit aber wirklich bescheiden.






