Tränensack sei wachsam!

Im Test: Derrick: Mord im Blumenbeet

Wenn Stephan Derrick und Harry Klein Mordfälle in noblen Münchner Stadtteilen lösten, ging es in der Regel eher langsam und bedächtig zu. Rasante Autoverfolgungsjadgen, wilde Schießereien, aggressives Auftreten? Derrick hatte das nicht nötig. Und so geht der Mann im beigefarbenen Trenchcoat auch im Suchbild-Adventure "Derrick: Mord im Blumenbeet" mit scharfem Blick, Geduld und Beharrlichkeit auf Verbrecherjagd.

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Im Test: Derrick: Mord im Blumenbeet - Kommissar Derrick ist zurück - zumindest in virtueller Form. (Bild: Prime Games)
Kommissar Derrick ist zurück - zumindest in virtueller Form. (Bild: Prime Games)
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Nein, Harry holt den Wagen nicht. Stattdessen machen Kollegen Derrick das Kriminalerleben erst einmal schwer, in dem sie den Münchner Stadtplan im Präsidium zerschnipseln und die Einzelteile gut verstecken. Bevor Stephan sich auf den Weg zum Tatort machen kann, muss er also Puzzle-Arbeit leisten. Und so gestaltet sich auch der weitere Verlauf des Spiels: Suchen, suchen, suchen. Irgendwo in den hübsch gemalten 2D-Hintergründen ist alles versteckt, was Stephan und Harry für die Lösung des Falles brauchen.

Besonders anspruchsvoll sind die Fahndungsaktionen nicht, werden aber ergänzt durch auflockernde Minispielchen. Für Spieler, die gar nicht weiterkommen, bietet das Abenteuer jede Menge Tipps und eine Polaroidkamera, die den gesuchten Gegenstand sozusagen auf dem Silbertablett präsentiert. Gute Voraussetzungen also für einen entspannten Casual-Spieleabend voller TV-Nostalgie.

Denn Retro-Charme versprüht nahezu jeder Bildschirm von "Mord im Blumenbeet": Seien es die scheußlich-schönen 70er-Jahre-Tapeten, das berühmte graue Telefon mit Wählscheibe auf Stephans antiquiertem Beamtenschreibtisch oder die Frisuren der Protagonisten in den Dialogporträts. Gespräche werden in "Mord im Blumenbeet" nicht vertont, sondern müssen in Textfenstern gelesen werden - eine Synchronisation ohne die Stimme des verstorbenen Horst Tappert hätte dem Spiel auch eher die Authentizität genommen.

Im Test: Derrick: Mord im Blumenbeet

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"Derrick: Mord im Blumenbeet" ist keinesfalls ein Abenteuer, mit dem man viel Zeit vor dem Monitor verbringt, sondern ein harmloser Spaß für zwischendurch. Wer "Derrick" schon immer kultig fand, wird sich das eine oder andere Schmunzeln nicht verkneifen können.

Datenblatt

Derrick: Mord im Blumenbeet
SpielnameDerrick: Mord im Blumenbeet
HerstellerPrime Games
VertriebPrime Games
GenreAdventure
Erhältlich ab09.12.2010
Preisca. 20 Euro
EAN Code9783828762206
SchwierigkeitFür Einsteiger
Alterab 6 Jahren
Multiplayernein
SonstigesMinimum CPU mit 1 GHz, 512 MB RAM, Grafikkarte mit 64 MB RAM, 250 MB freier Festplattenspeicher
Bewertung Grafikbefriedigend
Bewertung Steuerunggut
Bewertung Soundausreichend
Bewertung Spielspassbefriedigend
Bewertung Gesamtbefriedigend
SystemPC
SystemMac OS X

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