Wenn Move-Spielern ein Licht aufgeht
Im Kurztest: echochrome 2
Das Japan-Studio von Sony hat offensichtlich einen Heidenspaß daran, den Verstand der Spieler raffiniert hinters Licht zu führen. Das gelang ihnen bereits beim ersten Teil der Knobelreihe "echochrome", in dem man schwarz-weiße Irrgärten solange drehen, kippen und neigen musste, bis die Gebilde darin in schönster M.C.-Escher-Manier perspektivisch miteinander verschmolzen. Auch die nun veröffentlichte Fortsetzung verlangt von PlayStation3-Besitzern eine völlig neue Betrachtung der Dinge - und die Bewegungserkennung Move.
Der Controller mit dem leuchtenden Kunststoffball fungiert als Taschenlampe, mit der sich geometrische Gebilde aus unterschiedlichsten Winkeln beleuchten lassen. Entsprechend verändert sich der Schatten, den sie an eine virtuelle Wand werfen. Nur auf diesen Schattenbildern können sich die Echoes bewegen - kleine Männchen, die immer nur eins wollen: zum Ausgang kommen. Aber auch der muss erst einmal gefunden werden. Meist offenbart er sich erst dann, wenn der Schatten eines Quaders mit dem einer Kugel zu einem Rundbogen verschmilzt.
Vorstellungskraft ist das wichtigste Kriterium, um sich in "echochrome 2" durch eine Vielzahl von immer kniffligeren Aufgaben zu rätseln. Zumal die Schatten von bestimmten geometrischen Figuren spezielle Eigenschaften haben. Angestrahlte Kugeln werden zu Trampolinen, die die Echos hoch in die Luft katapultieren. Es gibt aber auch Löcher oder Säulengänge, die zu Aufzügen mutieren. Und wer die Fantasie und die Taschenlampe ein wenig schweifen lässt, erkennt urplötzlich die drolligsten Schattenspiele - Smilies, Schlangen, Fische und noch vieles andere. In zwei weiteren Spielmodi können bewältigte Level noch einmal angegangen werden. Mal müssen andere Echoes aufgelesen, mal große Teile der Schatten spendenden Figur eingefärbt werden.
Video: echochrome 2
Wer selbst das in Rekordzeit schafft, kann sich kostenlosen Rätsel-Nachschub aus dem Netz besorgen - oder die Community mit selbstgebastelten Knobeleien auf Trab halten, die womöglich die weltweiten Ranglisten dominieren.
Im Test: echochrome 2
Auch "echochrome 2" versucht wie sein Vorgänger, PS3-Spieler hinters Licht zu führen. (Bild: Sony)
Das Geschehen findet nicht im Vordergrund statt - sondern auf dem Schatten, den angestrahlte Gebilde an eine virtuelle Wand werfen. (Bild: Sony)
Und plötzlich ist da eine Schlange ... Wer Objekte aus einem ganz bestimmten Winkel anleuchtet, bekommt "Schattenkünste" zu sehen. (Bild: Sony)
Die Schattenwürfe von Kugeln fungieren als Trampoline, die die Echos hoch in die Luft katapultieren. (Bild: Sony)
Fazit: "echochrome 2" präsentiert sich wie sein Vorgänger grafisch schlicht, spielerisch jedoch intelligent und erfrischend anders - und das zum günstigen Preis.
Datenblatt
| echochrome 2 | |
| Spielname | echochrome 2 |
| Hersteller | SCE Japan Studio / Game Yaruoze |
| Vertrieb | Sony |
| Genre | Puzzle / Quiz |
| Erhältlich ab | 11.12.2010 |
| Preis | ca. 15 Euro |
| EAN Code | 1234567890123 |
| Schwierigkeit | Für Einsteiger und Fortgeschrittene |
| Alter | ab 0 Jahren |
| Multiplayer | nein |
| Sonstiges | |
| Bewertung Grafik | ausreichend |
| Bewertung Steuerung | gut |
| Bewertung Sound | befriedigend |
| Bewertung Spielspass | gut |
| Bewertung Gesamt | gut |
| System | PlayStation3 |
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