Unschöne Zukunftsperspektive
Im Test: Global Agenda
Entwicklungs-Newcomer Hi-Rez will die Online-Gemeinde mit einer neuartigen Mixtur aus Rollenspiel und Shooter überzeugen. Bislang war "Global Agenda" jedoch nur über den Download-Dienst Steam zu haben - nun erscheint der Titel, der ohne monatliche Abo-Gebühr auskommt, auch als Box-Version über den Publisher Iceberg Interactive.
Online-Rollenspiele oder sogenannte MMORPGs (Massive Multiplayer Online Roleplay Games) á la "World of Warcraft" gibt es längst mehr, als ein einzelner Mensch bewältigen kann. Und die meisten davon sind ziemlich austauschbar: Man bereist eine mehr oder minder bunte Fantasy-Umgebung, murkst Standard-Monster im Akkord ab und freut sich nicht selten über neckisches Schoßgetier wie eine zahme Raubkatze oder einen schwatzhaften Piepmatz. Völlig unterrepräsentiert ist dagegen das Sci-Fi-Genre, darunter vor allem diejenigen Ableger der futuristischen Gangart, die nicht im Weltraum spielen, sondern sich auf die hochtechnisierte Zukunft von Mutter Erde konzentrieren und Inspiration aus berühmten Romanen wie den Cyberpunk-Werken von William Gibson beziehen.
Umso erfreulicher, dass die junge US-Firma Hi-Rez mit ihrem engagierten Projekt genau diese Nische besetzt: "Global Agenda" spielt weder zwischen den Sternen, noch auf einer von monströsen Grünlingen besetzten Fantasy-Welt, sondern in der Zukunft unseres eigenen Planeten. Die ist allerdings wenig erquicklich und wird von sich gegenseitig bekriegenden Söldnertrupps bestimmt.






