Erinnert stark an Programme wie PowerPoint

Adobe Captivate: E-Learning-Anwendungen selbst erstellen

E-Learning ist einer der wenigen Trends in der schnelllebigen IT-Branche, der sich über das letzte Jahrzehnt konstant halten konnte: Mit computergestützten Lernprogrammen soll die Weiterbildung sowohl im privaten als auch im geschäftlichen Umfeld deutlich verbessert werden. Dabei geht es einerseits um die Einsparung von Kosten, da E-Learning viele Prozesse automatisieren kann und weniger menschliche Trainer notwendig sind. Gleichzeitig soll das Ergebnis verbessert werden: Mit E-Learning kann jeder Teilnehmer sich genau die E-Kurse heraussuchen, die wirklich sinnvoll sind und sein Vorwissen entsprechend berücksichtigen.

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Captivate - Adobe Captivate ist ein wichtiger Bestandteil der Adobe eLearning Suite. (Bild: Netzwelt)
Adobe Captivate ist ein wichtiger Bestandteil der Adobe eLearning Suite. (Bild: Netzwelt)
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Inhaltsverzeichnis

  1. 1Preise und Lizenzen
  2. 2Soundbooth und mehr
  3. 3Fast wie PowerPoint
  4. 4Folie, Quiz und mehr
  5. 5Start der Präsentation
  6. 6Flash und Windows-EXE
  7. 7Fazit

Kurz gesagt steht E-Learning für alles und nichts: In der IT-Branche ist das Angebot an Softwarelösungen in diesem Bereich so unübersichtlich, dass sich der Begriff nicht exakt gegen andere Themen abgrenzen lässt. Mit Captivate bietet der Hersteller Adobe ein Programm an, das eine eierlegende Wollmilchsau für jede Art von E-Learning-Konzept sein soll. Netzwelt hat geprüft, ob dieser Anspruch tatsächlich erfüllt wird.

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Preise und Lizenzen

Es ist kein Geheimnis, dass Adobe selbst Captivate nutzt, um Einführungen und Demonstrationen für dritte Programme aus dem eigenen Haus zu erstellen. Daher darf der Nutzer einiges von der Software erwarten - und das lässt sich Adobe schon vor der Nutzung mit satten Preisen vergüten: Für die Captivate-Einzellizenz werden etwa 750 Euro fällig, die Education Edition für Schüler, Studenten und Lehrende gibt es ab circa 350 Euro. Wer bereits im Besitz einer Lizenz für Captivate 4 ist, kann sich zum Preis von ebenfalls circe 350 Euro ein Upgrade auf die neueste Ausgabe kaufen. Wie üblich gibt es eine Testversion für dreißig Tage.

Mit knapp 1,43 Gigabyte Größte ist der Download dieser aber keine Freude. Auch die Systemanforderungen von Captivate 5 sind happig: Adobe hat die Empfehlung abgegeben, das Programm nur auf Computern mit zwei Gigabyte Arbeitsspeicher oder mehr zu nutzen - damit bleibt selbst auf modernen Notebooks nicht viel Luft, um andere Anwendungen parallel zu betreiben.

Im Test genehmigte sich Captivate tatsächlich sehr viel Speicher, auch wenn das Programm auch auf einem 1-GB-System recht flüssig lief. Die Installation geht für die meisten Nutzer ohne Probleme vonstatten: Wer ein System mit Microsoft Windows XP (oder neuer) oder einen Apple-Rechner mit Mac OS X 10.5 oder 10.6 besitzt, kann die Anwendung im 32- oder auch 64-bit-Modus aufspielen. Lässt der Nutzer die optionalen Komponenten weg, benötigt Captivate etwa 1,9 Gigabyte auf der Festplatte. Die Installation dauerte auf einem aktuellen 13-Zoll MacBook Pro satte acht Minuten.

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