Drei Ausnahmeprojektoren zwischen 2.800 und 6.400 Euro
Einkaufsberater: Die besten Beamer des Jahres 2010
Wer richtig große Bilddiagonalen im Heimkino genießen möchte, kommt an Full-HD-Projektoren nicht vorbei. Netzwelt hat die drei besten Beamer des Jahres 2010 ermittelt und stellt diese hier kurz und bündig vor. Wer alles bis ins letzte Detail wissen möchte, findet durch Anklicken der Links natürlich auch ausführliche Testberichte zu allen drei Geräten.

Inhaltsverzeichnis
- 1Benq W 6000: Lichtstarker DLP-Projektor für 2.800 Euro
- 2Epson EH-TW 5500: LCD-Projektor für 3.300 Euro
- 3Samsung SP-A 900 B: Referenzprojektor für 6.400 Euro
Benq W 6000: Lichtstarker DLP-Projektor für 2.800 Euro
Hervorragende XXL-Heimkinobilder gibt es auch unter 3.000 Euro, das beweist der Benq W 6000 eindrucksvoll. Der 2.800 Euro teure DLP-Projektor, den man im Internet bereits für 1.900 Euro bestellen kann, eignet sich aus mehreren Gründen besonders gut fürs XXL-Heimkino: außergewöhnlich große Helligkeitsreserven, hoher Kontrast, natürliche Farben. Mit seiner 280-Watt-Birne kommt der Projektor auf 900 Lumen - und das bereits im Sparmodus und bei optimierten Farben.
Beim Ansi-Kontrast erreichte der Benq im netzwelt-Messlabor vorübergehend sogar einen neuen Rekordwert von 600:1, auch der dynamische On-Off-Kontrast klettert in eine schwindelerregende Höhe von 23.000:1. Zudem ist der W 6000 durch sein 1,5-fach-Zoom sehr flexibel bei der Aufstellung: Das Bild kann man um bis zu 80 Prozent nach oben oder um 60 Prozent nach unten verschieben, seitlich sind jeweils knapp 20 Prozent drin. Schwächen? Gibt es auch: Die Voreinstellungen sind nicht optimal, und die Bewegungsschärfe hat noch deutlich Raum nach oben. Dennoch: ein Schnäppchen.
Hier geht es zum ausführlichen Testbericht des Benq W 6000
Epson EH-TW 5500: LCD-Projektor für 3.300 Euro
"Setzt in seiner Klasse neue Maßstäbe", schrieb netzwelt im Frühling 2010 im Testbericht, "Schärfe und Kontrast erreichen ungeahnte Höhen". Das gilt auch Ende 2010 noch, schließlich erreicht der Epson EH-TW 5500 einen nativen Kontrast von 5.755:1 - neuer Rekord bei LCD-Modellen. Zum Vergleich: Die meisten LCD-Beamer kommen hier auf Werte von rund 1.000:1. Den Trick, der dahintersteckt, nennt Epson "Deepblack", eine Technik mit zusätzlichen Polarisationsfiltern, die es ermöglicht, Streulicht hinter den Chips ein zweites Mal herauszufiltern. Durch die "Frame Interpolation" hat der Hersteller auch das Problem von verschmierenden schnellen Bewegungen in den Griff bekommen. Bei dieser Bildverbesserungstechnik werden zusätzliche Zwischenbilder errechnet, die diese Verschmiereffekte effektiv beseitigen. Das Bild sieht plastischer und schärfer aus, und zwar fast ohne Nebenwirkungen wie Artefakte.

Und noch eine Technik verbessert das Bild: "Super Resolution", eine Schärfeanhebung für feinste Strukturen, die damit noch schärfer erscheinen. Dabei werden kleinräumige Strukturen mit schwachem Kontrast analysiert und angehoben, wobei grobe Bildkanten nahezu unbelassen bleiben. Interessenten können den außergewöhnlich guten LCD-Projektor, dessen einzige Schwäche im minimal sichtbaren LCD-Pixelraster liegt, im Internet bereits für rund 2.500 Euro bestellen.
Hier gelangen Sie zum ausführlichen Testbericht des Epson EH-TW 5500
Samsung SP-A 900 B: Referenzprojektor für 6.400 Euro
Wer keine Rücksicht auf den Geldbeutel nehmen muss, greift zum Besten, was der Markt momentan zu bieten hat: zum Samsung SP-A 900 B. Der vom Videospezialisten Joe Kane optimierte DLP-Projektor setzt mit fantastischen Farben, hoher Lichtstärke, hohem Kontrast, tollem 24p-Kinobild und unschlagbarer Schärfe neue Maßstäbe als Gesamtpaket. So markiert der Südkoreaner beispielsweise beim Ansi-Kontrast mit 650:1 eine neue Bestmarke, bei der auch die hervorragende Zoom-Optik eine Rolle spielt, die neue Maßstäbe in bei der Fokussierung und Abbildung setzt.

Zudem kennt Samsungs Ein-Chip-DLP-Technologie keine Konvergenzprobleme und kann selbst feinste Details scharf und frei von Farbfehlern abbilden. Die Voreinstellungen des SP-A 900 B sind ab Werk so gut, dass Feintuning kaum mehr nötig ist. Das gilt auch für alle Grund- und Mischfarben, die auf Anhieb perfekt im CIE-Segel liegen. Wer dennoch tüfteln möchte, findet zahlreiche Bildregler zum Ausprobieren. Als einzige kleine Schwäche entpuppte sich die Vollbildwandlung von 1080i-Material, die nicht immer perfekt gelingt. Nobody’s perfect - auch wenn dieser Projektor der Vorstellung des idealen Beamers schon sehr nahekommt.
Einen ausführlichen Testbericht zum Samsung SP-A 900 B finden Sie an dieser Stelle.
Weitere Informationen
Wie geht's weiter? Zu diesem Thema haben wir eine redaktionelle Übersicht erstellt. Sie finden das Special zu Samsung Beamer hier.
