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Optimaler Einstieg: LG Optimus One im Test
Nur Flash läuft nicht im Browser

von Jan Kluczniok Uhr veröffentlicht

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LG wagt sich mit einem weiteren Android-Smartphone auf den Markt. Im Einsteiger-Segment weiß das Optimus One mit seiner guten Verarbeitung zu gefallen. Im Test zeigt es keine nennenswerten Schwächen, bis auf die fehlende Flash-Unterstützung trotz Android 2.2.

Mit dem Optimus One kommt nach dem LG Optimus GT 540 ein weiteres Android-Smartphone von LG auf den Markt. Das Einsteiger-Smartphone bietet für einen vergleichsweise geringen Preis mit Android 2.2 ein aktuelles Betriebssystem sowie eine gute Verarbeitung. Abstriche müssen Käufer aber bei Hardware und dem Surf-Erlebnis machen.

Verarbeitung: Für die Preisklasse hervorragend

Für seine Preisklasse bietet das LG Optimus One eine gelungene Verarbeitung. Auf ein hochwertiges Metallgehäuse wie beim vergleichbaren HTC Wildfire müssen Käufer zwar verzichten. Dennoch wirkt das Optimus One deutlich wertiger als andere Handys in der Preisklasse, etwa das Samsung Galaxy 3.

Mit den kompakten Maßen von 113,5 x 59 x 13,3 Millimetern passt das Smartphone zudem bequem in jede Hosentasche. Dank der gummierten Rückseite liegt es auch gut in der Hand. Die Speicherkarte kann sogar während des Betriebes gewechselt werden. Schwerer ist dagegen der Wechsel des Akkus. Zur Entnahme muss deutlich Kraft aufgewendet werden.

Bedienung: Keine gelungene Umsetzung von Multitouch

Das LG Optimus One lässt sich dank seiner kompakten Bauform bequem mit einer Hand bedienen. Alle physikalischen Tasten sind gut angeordnet und problemlos zu erreichen. Der Touchscreen reagiert zudem schnell und präzise auf Nutzereingaben. Trotz der kleinen Bildschirmgröße von 3,2 Zoll (circa 8,1 Zentimeter) sind auch kleine Schriften gut zu lesen. Multitouch gestaltet sich bei dieser Displaygröße allerdings schwierig. Dennoch unterstützt der Bildschirm dieses. Die Umsetzung der Eingaben erfolgt aber sehr ruckelig.

Die virtuelle Tastatur ist soweit gelungen: Im Hochformat steht eine traditionelle Handy-Tastatur, inklusive T9, zur Verfügung. Wird das Handy gedreht erhält der Nutzer eine vollwertige QWERTZ-Tastatur, mit der sich dem Geschmack des Testers nach Nachrichten und Internet-Adressen leichter tippen ließen. Etwas klein fällt aber das Nachrichtenfenster fürs Schreiben von SMS-Mitteilungen aus.

Software: Android 2.2 ohne Flash-Unterstützung

Als Betriebssystem kommt auf dem Optimus One Googles Android in der Version 2.2 zum Einsatz. Zwar ist bereits Android 2.3 (Gingerbread) vor wenigen Wochen erschienen, die ersten Handys mit der neuen Version lassen aber noch auf sich warten. Insofern ist das Optimus One hier auf dem aktuellen Stand, LG hat zudem bereits ein Update auf Gingerbread für das Optimuns One angekündigt. Ein Veröffentlichungstermin hierfür steht aber noch nicht fest.

LG Optimus One im Test

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Über eine physikalische Kamerataste verfügt das Optimus One nicht.

Allerdings können Nutzer mit dem vorinstallierten Browser trotz Android 2.2 keine Flash-Inhalte wiedergeben. YouTube-Videos spielt das Handy aber über eine spezielle App ab. LG begründet dies damit, dass der Prozessor nicht die Mindestvoraussetzungen von Adobe für Flash 10.1 erfüllt.

Multimedia: Guter Klang, akzeptable Kamera

An Multimedia-Funktionen bietet das LG Optimus One die Standardmöglichkeiten: MP3-Wiedergabe, Videos und Fotos aufnehmen, Radio-Empfang über Kopfhörer. Gerade der Klang bei der Musikwiedergabe ist für ein Handy dieser Preisklasse überraschend gut. Auf Equalizer-Funktionen müssen Nutzer beim vorinstallierten Musik-Player aber verzichten.

Ebenfalls fehlt dem Optimus One eine physikalische Kamerataste, stattdessen muss die Kamera über den Touchscreen ausgelöst werden, was die Verwackelungsgefahr erhöht. Die Auslösefunktion ähnelt dabei dennoch einer normalen Digitalkamera, denn beim ersten Druck fokusiert die Kamera nur, bei längeren Drücken wird sie dann ausgelöst. Die Auflösung des Kamera-Chips ist mit drei Megapixeln nicht mehr zeitgemäß, dennoch liefert die Kamera für Schnappschüsse brauchbare Bilder, bei denen nur die geringe Detailtiefe negativ auffällt. Auch die Videofunktion ist für kurze Clips zwischendurch geeignet, zieht aber ein wenig nach.

Performance: Annehmbarer Prozessor, üppig dimensionierter Akku

Der Prozessor des LG Optimus One ist mit 600 Megahertz etwas stärker als der des HTC Wildfire. Die Arbeitsgeschwindigkeit ist akzeptabel. Zwischendurch Spielen oder das Surfen im Netz ist ohne lange Wartezeiten möglich. Etwas langsamer als bei anderen Android-Smartphones ist das Optimus One mit 38 Sekunden dagegen beim Start. Das Gingerbread-Update könnte aber noch einen kleinen Geschwindigkeitsschub bringen. Die Sprachqualität ist in Ordnung. Während des Telefonierens war kein Rauschen zu hören, lediglich ein leichtes Hallen war zu vernehmen, was aber im Alltag kaum negativ auffallen dürfte.

Der Akku des LG Optimus One ist mit einer Kapazität von 1.500 Milliamperestunden üppig bemessen. Zum Vergleich: das HTC Desire HD hat als Highend-Smartphone einen Akku mit einer Kapazität von 1.230 Milliamperestunden. LG gibt eine maximale Gesprächszeit von sechs Stunden in einem 3G-Netz und eine Stand-By Laufzeit von 450 Stunden an. Im netzwelt-Test zeigte sich das Optimus One auch genügsam, lediglich längere Nutzung von WLAN ließ die Laufzeit erwartungsgemäß schnell schrumpfen.

Fazit: Ordentliches Einsteiger-Smartphone

Im Test konnte das LG Optimus One überzeugen und leistete sich keine nennenswerten Schwächen. Ein Minuspunkt ist lediglich die fehlende Flash-Unterstützung im Browser. Ansonsten ist das Smartphone für seine Preisklasse gut verarbeitet und bietet für einen vergleichsweise geringen Preis eine akzeptable Leistung.

LG gibt für das Smartphone eine unverbindliche Preisempfehlung von 249 Euro aus. Im Netz ist das Smartphone inklusive Versandkosten derzeit für etwa 220 Euro erhältlich. Das LG Optimus GT 540 ist dagegen bereits für rund 150 Euro erhältlich, verfügt aber nicht über eine aktuelle Android-Version. Eine empfehlenswerte Alternative ist dagegen das HTC Wildfire, das derzeit noch rund 250 Euro kostet und seit einer Aktualisierung nun auch mit Android 2.2 läuft.

Kommentare zu diesem Artikel

LG wagt sich mit einem weiteren Android-Smartphone auf den Markt. Im Einsteiger-Segment weiß das Optimus One mit seiner guten Verarbeitung zu gefallen. Im Test zeigt es keine nennenswerten Schwächen, bis auf die fehlende Flash-Unterstützung trotz Android 2.2.

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  • Toni_y23 schrieb Uhr
    AW: Optimaler Einstieg: LG Optimus One im Test

    Paar Anmerkungen: Im Hochformat kann man die Tastatur als Handy-Tastatur oder als QWERTZ Tastatur anzeigen lassen. Im Hochformat ist die QWERTZ Tastatur natürlich sehr klein, aber es ist noch brauchbar. Mit etwas Übung trifft man auch die richtigen Buchtstaben. Das Touchscreen ist OK. Es benötigt etwas mehr Druck als bei hochwertigen Touchscreens (wie zb. Samsung Galaxy S). Multi-Touch ist wie beschrieben funktional, aber nicht berauschend. Flash gibt es leider nicht, weil Flash einen 1GHz Prozessor voraussetzt. YouTube funktioniert aber fein. Ebenfalls MPEG4/AVI Videos, wenn die Auflösung nicht zu hoch ist. Das populäre Spiel "Angry Birds" ruckelt zwar hin und wieder, ist aber noch spielbar. Android 2.2 kann man mit z4root rooten. Dann kann man sich ein paar vorinstallierte Programme löschen, weil viel internen Speicher hat es ja nicht gerade. LG bietet schon das Update zu 2.2.1 an, mit dem z4root es leider nicht mehr schafft das Handy zu rooten.

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Optimaler Einstieg: LG Optimus One im Test
Optimaler Einstieg: LG Optimus One im Test
LG präsentiert mit dem Optimus One ein Einsteigerhandy auf Android-Basis ohne große Schwächen.
http://www.netzwelt.de/news/85147-optimaler-einstieg-lg-optimus-one-test.html
2010-12-29 11:15:51
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Optimaler Einstieg: LG Optimus One im Test