Der teuerste WYSIWYG-Editor der Welt
Perfektes Webdesign: Adobe Dreamweaver im Test
Gegen Ende der 1990er Jahre tobte im Web eine virtuelle Schlacht: Im sogenannten Browserkrieg kämpften der Microsoft Internet Explorer und der Netscape Navigator um die Gunst der Nutzer und Marktanteile. Doch das war nicht der einzige Schauplatz: Gleichzeitig haben sich Macromedia und Adobe bemüht, auf der Seite der Webdesigner mit Dreamweaver respektive GoLive möglichst viele Anwender zu erreichen. Für die kalifornische Firma Macromedia war die Ausgangsposition für den Dreamweaver denkbar gut.
Inhaltsverzeichnis
- 1Preise und Lizenzen
- 2Adobe Dreamweaver
- 3Seiten mit WYSIWYG
- 4HTML, CSS und mehr
- 5(Secure) FTP und Server
- 6Fazit
Doch im April 2005 wurde beschlossen, dass Adobe Systems den Konkurrenten schluckt - und damit hatten viele Nutzer die Befürchtung, ihr geliebter Dreamweaver werde zu Gunsten von GoLive fallen gelassen. Die Strategen von Adobe haben sie eines Besseren belehrt: Dreamweaver wurde fortgeführt und sogar als neue Standardanwendung für Webdesign in die Adobe Creative Suite integriert. Heute steht die Software besser da als jemals zuvor - wären da nicht die exorbitanten Lizenzkosten, für die Adobe bekannt ist.
Preise und Lizenzen
Die aktuelle Ausgabe, deren voller Name "Adobe Dreamweaver Creative Suite 5" lautet, schlägt mit etwa 550 Euro zu Buche. Dabei gibt es für Schüler, Studenten und Lehrer einen satten Rabatt, sodass die Kosten auf 150 Euro schrumpfen. Wer auch Adobe Acrobat, Illustrator oder andere Programme aus der Creative Suite nutzen möchte, sollte sich gleich das große Paket kaufen: Mit einem Straßenpreis von etwa 630 Euro ist die Creative Suite 5 Master Collection deutlich günstiger als die Einzelanwendungen. Wie gewohnt gibt es eine 30-Tage-Testversion des Adobe Dreamweaver, die man für Microsoft Windows und Mac OS X herunterladen kann. Der Ladevorgang der Software ist mit 600 bis 800 Megabyte durchaus noch schnell erledigt.
Genau wie bei allen anderen Testversionen ist für den Download allerdings eine Adobe ID notwendig. Leider gibt sich Adobe mit den deutschen Kunden keine große Mühe: Wer beim Download die Deutsche Version in der Liste der verfügbaren Sprachen auswählt, bekommt auch den deutschsprachigen Adobe Dreamweaver - doch nur, wenn man bereits eine gültige Lizenz besitzt. Wählt der Nutzer bei der Installation den Testmodus aus, besteht nur die Wahl zwischen "English (International)" und "English (North America)". Das Programm hat einen großen Speicherhunger: Die volle Installation mit allen Komponenten benötigt knapp ein Gigabyte. Lässt der Nutzer optionale Tools wie die AIR Runtime oder den Media Player weg, reduziert sich der Wert auf 800 Megabyte. In weniger als zehn Minuten sollte der Dreamweaver erfolgreich installiert sein.






