Slow-Motion-Bilder der Starts
Kurzfilm: Das Beste aus 30 Jahren Space Shuttle in Slow Motion
Das Shuttle-Programm der NASA neigt sich nach 30 Jahren Geschichte dem Ende zu. Vor diesem Hintergrund ist ein Video entstanden, dass Slow-Motion-Aufnahmen von Shuttle-Starts zeigt. Es wurden rund 30 Clips für den 45-minütigen Film zusammengeschnitten.
Zu Beginn des Videos "Ascent - Commemorating Shuttle" stellen sich die beiden Sprecher vor, die dem Zuschauer die Aufnahmen erklären. Matt Melis, ein Raumfahrts-Ingenieur der NASA und sein Kollege Kevin Burke versorgen den Nutzer mit vielerlei Informationen zu dem gezeigten Material. Es lohnt sich also, genau zuzuhören.
Kameraeinstellungen und Verwendungszweck werden erklärt
Sie erklären zum Einen, wo sich die Kamera befindet und mit was für Einstellungen - wie zum Beispiel dem Shutter Speed - sie die Bilder aufgenommen hat. Außerdem erläutern sie dem Zuschauer, was sie gerade sehen und wofür die NASA die Bilder verwendet. Grundsätzlich filmt die NASA die Aufstiege, damit die Ingenieure überprüfen können, ob auch alles richtig funktioniert.
Das Video wurde aus mehreren Gründen erstellt. Es soll sowohl dem Shuttle-Programm gedenken, das 1981 gestartet ist und nächstes Jahr endet, aber auch den Frauen und Männern, die für die Bilder verantwortlich sind. Außerdem soll es Personen, die nicht bei der NASA arbeiten, einen Einblick in den Start-Prozess einer Raumfähre liefern.
Eindrucksvolle Bilder aus drei Missionen
Die Macher haben für den 45-minütigen Film die besten Aufnahmen der Shuttle-Missionen STS-114, STS-117 und STS-124 ausgewählt. Die Bilder die gezeigt werden sind auch dank der Slow Motion sehr eindrucksvoll und wer sich nicht die ganzen 45 Minuten anschauen möchte, kann auch einfach im Video umherspringen. Der Zuschauer landet dabei eigentlich immer bei atemberaubenden Bildern, die auch ohne die Erklärungen der beiden Sprecher funktionieren.
Zu Beginn des Films erhält der Zuschauer auch einige Hintergrundinformationen zu den Raumfähren selbst. So besteht ein Space Shuttle beispielsweise aus über einer Millionen Teile und verbraucht für den Aufstieg etwa 1000 Gallonen Flüssigtreibstoff und 20.000 Pfund Festbrennstoff pro Sekunde um genügend Schubkraft zu generieren. Nach ungefähr achteinhalb Minuten erreicht die Raumfähre dann den Orbit mit einer Geschwindigkeit von etwa acht Kilometern pro Sekunde.
Das Space-Shuttle-Programm endet mit den letzten Flügen der Discovery und der Endeavour. Der Start der Discovery hat sich inzwischen von November 2010 auf Februar 2011 verschoben. Auf Grund der Verzögerung kann die Endeavour frühestens am 1. April 2011 abheben. In Zukunft werden dann Raketen von privaten Unternehmen Fracht zur Internationalen Raumstation ISS übernehmen. Einen wichtigen Schritt hat die Firma SpaceX letzte Woche geschafft: Ihre Dragon-Raumkapsel wurde ins All geschickt und konnte erfolgreich auch wieder landen.
