Kein Angriff auf Amazon

Wikileaks: Cyberprotestler ändern ihre Strategie

Nach mehreren Attacken auf Internetseiten von Unternehmen, die die Zusammenarbeit mit Wikileaks beendet haben, setzen die Wikileaks-Anhänger auf eine neue Form des Protestes. Statt Webseiten lahmzulegen, will die Gruppe nun das Netz mit Zusammenfassungen der brisantesten Wikileaks-Enthüllungen überfluten.

Der Aufruf von Anonymus zur Operation Leakspin. (Quelle: )
Der Aufruf von Anonymus zur Operation Leakspin. (Quelle: anonops.blogspot.com)
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Unter dem Motto Operation Leakspin sollen Anhänger die Enthüllungsplattform Wikileaks nach interessanten Dokumenten durchsuchen und ihre Erkenntnisse aus diesen kurz zusammenfassen und mit samt der Quelle im Internet verbreiten, etwa auf der Videoplattform YouTube. Die Beiträge sollen dabei auch mit irreführenden Suchbegriffen wie Justin Bieber oder Tea Party versehen werden, um ein großes Publikum zu erreichen.

Gleichzeitig können die Beiträge auf der Internetseite zur Operation Leakspin eingereicht werden. Hier durchlaufen sie einen Qualitätskontrollprozess und werden nach eventuellen Nachbesserungen auf der Seite eingestellt. Der Aufruf zur Operation Leakspin erfolgt dabei wiederum von der Gruppe Anonymous, die sich Medienberichten zufolge aus Mitgliedern der Internet-Community 4Chan gebildet hat.

Amazon kein Opfer der Operation Payback

Unterdessen war am Sonntag, 12. Dezember, die Webseite des Internet-Versandhändlers Amazon für rund eine halbe Stunde nicht erreichbar. Betroffen von dem Ausfall waren dabei die deutsche, österreichische, französische und italienische Präsenz des Händlers, teilte der Internet-Dienstleister Netcraft mit. Allerdings scheint der Ausfall technisch bedingt und nicht mit einem Angriff von Wikileaks-Anhängern zusammen zuhängen.

Anonymous hatte vor einigen Tagen versucht Amazon.com lahmzulegen, weil der Versandhändler Wikileaks von seinen Servern verbannt hatte. Da der Angriff jedoch verpuffte, wechselten die Angreifer ihr Ziel und legten stattdessen im Rahmen der Operation Payback unter anderem die Webseiten von Mastercard und Paypal lahm. Die Operation Payback wurde von Anonymus ausgerufen und richtete sich Anfangs gegen die Unterhaltungsindustrie sowie Abmahnanwälte, wurde dann im Dezember aber auf Wikileaks-Gegner ausgedehnt.

Wikileaks sitzt noch auf Datenbergen

Die Enthüllungsplattform Wikileaks hat unterdessen angekündigt weitere Dokumente des US-Außenministeriums ins Internet zu stellen. Es seien erst 0,5 Prozent der Depeschen im Netz, über 99,5 Prozent würden noch folgen, teilte das Projekt über den Kurznachrichtendienst Twitter mit. Vor einigen Wochen hatte Wikileaks Gründer Julian Assange zudem angekündigt, im Januar 2011 die Machenschaften einer US-Großbank zu enthüllen.

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Beiträgeinsgesamt 2 Beiträge

Na das ist doch mal was! Eine tolle Idee und ein ziemlich gut inszeniertes Video. Ich frage mich ob es sich um den selben Anonymous handelt wie dieser der sich gegen die Scientologysekte gerichtet hat? Einiges was...

Ja! Diese Strategie finde ich jedenfalls sehr viel besser, als Websites lahmzulegen. Das war nämlich die gleiche miese Methode, die von den Wikileaks-Gegnern angewendet wurde. Ein mir befreundetes...

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