Längere Clips gegen Langeweile
Kein Zeitlimit mehr: Unendlich lange Youtube-Clips
Die Video-Plattform YouTube plant die Zeitbeschränkung für Clips von Nutzern aufzuheben. Das erklärte Produkt-Manager Joshua Siegel im offiziellen YouTube-Unternehmensblog. Bislang konnten nur Premium-Partner, wie die Organisation National Geographic längere Videos in die Plattform einstellen.

Normale Nutzer dagegen durften nur Clips bis zu einer Länge von maximal 15 Minuten hochladen. Das Portal hatte erst Ende Juli die Zeitbeschränkung auf 15 Minuten erhöht, zuvor lag sie bei 10 Minuten und 59 Sekunden. YouTube begründet das Zeitlimit für private Videos mit der Verpflichtung der Plattform, das Urheberrecht zu wahren. Wenn es kein Zeitlimit gäbe, sei es zum Beispiel möglich aus dem Kino aufgenommene Spielfilme in voller Länge auf die Plattform zu stellen. Bislang sei YouTube technisch nicht in der Lage gewesen, gegen diese Urheberrechtsverstöße schnell genug vorzugehen, weshalb das Zeitlimit eingeführt wurde. Mittlerweile habe die Plattform hier aber Fortschritte erzielt. Schon die Erweiterung der Laufzeit auf 15 Minuten hatte der Anbieter mit dem technischen Fortschritt bei der Verfolgung von Urheberrechtsverstößen begründet.
Mehr Inhalte für große Bildschirme
Ein weiterer Grund für die Aufhebung des Limits dürfte sein, dass dadurch künftig auf YouTube auch Inhalte zu finden sein werden, die Nutzer traditionell gerne auf größeren Bildschirmen anschauen. So ist es beispielsweise nun möglich Vorträge von Konferenzen oder Filme von unabhängigen Filmemachern in voller Länge in die Plattform einzustellen. Solche Inhalte würden Produkte wie Google TV aufwerten, das 2011 auch nach Europa kommen soll.
Wann das Limit genau aufgehoben wird, ist noch nicht bekannt. Zunächst wird dieses Privileg nur einigen ausgewählten Nutzern eingeräumt. Auch wenn YouTube sagt, es habe nun nahezu alle Urheberrechtsverletzungen unter Kontrolle, befindet sich die Plattform derzeit noch international in mehreren juristischen Auseinandersetzungen wegen angeblicher Urheberrechtsverletzungen. In den USA zerrte der Medienkonzern Viacom die Plattform vor Gericht, in Deutschland klagt unter anderem die Verwertungsgesellschaft Gema gegen YouTube.

Die Gema klagt gegen Youtube? Die wissen selber das viele Labels Youtube nutzen, weil sie damit richtig Werbung machen können. Ich sag nur GEMA nach Hause!