Die Beta bringt eine optimierte Oberfläche und einen verbesserten Kern.
Oracle VirtualBox: Beta der nächsten Version in neuem Gewand
Die Übernahme von Sun Microsystems hat Oracle einigen Ärger eingebracht: Zuerst musste man sich lange mit den Kartellbehörden wegen der Integration der freien Datenbank MySQL streiten, dann misslang die so wichtige Zusammenarbeit mit den Entwicklern der Projekte OpenSolaris und OpenOffice. Einzig VirtualBox, eines der beliebtesten Open-Source-Programme überhaupt, gedeiht offenbar prächtig im Hause Oracle. Mit der Verfügbarkeit der ersten Beta von VirtualBox 4.0 will Oracle die Software weiter als universelle Plattform für die Betriebssystemvirtualisierung auf dem Windows-, Linux- und Mac-Desktop ausbauen.
Inhaltsverzeichnis
- 1Download der Beta
- 2Stabilität und Vorschau
- 3Neue Extension Packs
- 4OVA und Windows-Gäste
- 5Fazit
Download der Beta
Seit dem 07.12.2010 ist die erste Beta-Version der kommenden Ausgabe 4.0 von VirtualBox verfügbar. Die jüngste Fassung ist die erste Aktualisierung seit VirtualBox 3.2 vor über sechs Monaten, viele Nutzer werden also gespannt auf die Neuerungen warten. Auf der Download-Seite hat Oracle zahlreiche Pakete für Linux, Windows und Macintosh-Rechner bereitgestellt: Neben RPM-Paketen für Fedora Core 13 und 14 gibt es sie auch für OpenSUSE 11.1, 11.2 und 11.3. Red Hat Enterprise Linux wird in den Versionen 4.1, 5.1 sowie 6.1 unterstützt, ebenso SuSE Linux Enterprise Desktop und Server in Version 10 und 11. Sogar an Benutzer der eher exotischen Distribution Turbolinux oder Mandriva Linux hat Oracle diesmal gedacht. Selbstverständlich gibt es auch für Debian und Ubuntu, das beliebteste Linux-Betriebssystem, eigene DEB-Pakete.
Dabei sind die Linux-Pakete durchweg als 32-bit-Fassung gestaltet, während die Version für Mac OS X auf die moderne 64-bit-Architektur setzt. Für Windows-Nutzer gibt es ebenfalls nur eine 32-bit-Fassung, was bis zur finalen Auslieferung von VirtualBox 4.0 aber sicher noch korrigiert werden wird. Die Download-Größe hat sich im Vergleich mit VirtualBox 3.2 unabhängig vom Betriebssystem kaum verändert und liegt zwischen 45 Megabyte für die Linux- und 75 Megabyte für Mac-Pakete. Während die RPM- und DEB-Pakete unter Linux ohne einen eigenen Assistenten für die Installation auskommen, wird VirtualBox unter Windows und Mac OS X nach dem Auspacken des Archivs mit dem Hilfsprogramm auf dem Computer eingerichtet.
