Ideal fürs dunkle Heimkino

Panasonic TX-P50 GW20: 50 Zoll großer Plasma-Fernseher im Test

Panasonic gilt als Plasma-TV-Spezialist, obwohl die Japaner auch LCD-Fernseher herstellen. Der 1.500 Euro teure TX-P50 GW20 protzt mit einem riesigen 50-Zoll-Bildschirm und praller Multimedia-Ausstattung. Ob der Plasma auch bildtechnisch in der ersten Liga mitmischen kann, musste er im netzwelt-Test beweisen.

Im Gegensatz zum Vorgängermodell aus der GW10-Serie kommt der GW20 ohne Lüfter aus. (Bild: netzwelt.de)
Im Gegensatz zum Vorgängermodell aus der GW10-Serie kommt der GW20 ohne Lüfter aus. (Bild: netzwelt)

Inhaltsverzeichnis

  1. 1Ausstattung
  2. 2Handhabung
  3. 3Sehtest Standardsignale 
  4. 4HDTV-Sehtest 
  5. 5Fazit

Ausstattung

Selbstverständlich hat auch dieser Panasonic-Plasma einen Universaltuner mit CI+, HD+ und DiSEq-1.0-Unterstützung an Bord. Mit einem zusätzlichen Lesemodul und HD+-Karte kann man auch die privaten HD-Programme empfangen und sogar Dual-Sat-Antennen für Astra und Hotbird anschließen. Zudem kann man über USB-Stick oder externe USB-Festplatte digitale Fernsehprogramme aufnehmen - und das auch noch mit Time-Shift-Funktion. Dabei gibt es aber eine Einschränkung: Aufzeichnungen dieser Art laufen nur auf dem Panasonic, nicht aber auf anderen Fernsehern.

Auch ältere Zuspieler finden Platz: Der TX-P50 GW20 verfügt über Scart-Buchsen. (Bild: netzwelt.de)
Auch ältere Zuspieler finden Platz: Der TX-P50 GW20 verfügt über Scart-Buchsen. (Bild: netzwelt)
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Ins Internet kann der 50-Zöller natürlich auch, ein optionaler WLAN-Stick ermöglicht sogar den drahtlosen Zugang. Auf der Panasonic-Plattform "Viera Cast" warten diverse Datendienste wie Wetterberichte oder YouTube-Videos auf die Nutzer. In puncto Ausstattung gibt es keinen Anlass zu Kritik. Eine Enttäuschung sind hingegen die eingebauten Lautsprecher: Sie klingen - ja nach Bass - Einstellung - zu dünn oder zu dröhnend.

Handhabung

Obwohl der Fernseher über viele Funktionen verfügt, geht seine Bedienung erstaunlich einfach und intuitiv von der Hand. Einziger kleiner Wermutstropfen: Manche Funktionen wie zum Beispiel der Bildbeschnitt verstecken sich im Setup-Menü. Sehr komfortabel empfand netzwelt den TV-Empfang, da alle Listen sinnvoll vorsortiert sind. Bei der Sendersuche helfen diverse Filter für Radio, frei empfangbare TV-Sender und HDTV. Nur eine Favoritenliste vermisste die Redaktion.

Bewährt und gut: die typische Panasonic-Fernbedienung. Sie ist leicht lesbar, übersichtlich angeordnet und liegt gut in der Hand. (Bild: netzwelt.de)
Bewährt und gut: die typische Panasonic-Fernbedienung. Sie ist leicht lesbar, übersichtlich angeordnet und liegt gut in der Hand. (Bild: netzwelt)

Sehtest Standardsignale 

Das Bild des Universaltuners sieht sauber und detailreich aus, und auch die Schärfe überzeugt bei analogem TV. HDMI in der PAL-Auflösung von 576i erscheint hingegen etwas zu soft. Die Vollbildverwebung von TV-Kamera-Bildern klappt grundsätzlich gut, nur bei Filmen kann es zu Zeilenflimmern kommen. Natürlich hat netzwelt auch alle AV-Modi ausprobiert: „Normal“ glänzt beispielsweise mit der größten Helligkeit, da dort der Lichtsensor aktiviert ist, der die Grundhelligkeit und somit auch den Stromverbrauch automatisch anpasst.

Trotzdem kann der Plasma bis zu 300 Watt verbrauchen, was im Vergleich mit der LCD/LED-Konkurrenz sehr viel ist. Sein Verbrauch ist allerdings stark lastabhängig und liegt bei dunklen Bildern unter 100 Watt. Netzwelt möchte Ihnen den THX-Modus ans Herz legen, bei dem der Farbumfang korrekt ist, während der Farbraum im „Kino“-Modus zu stark erweitert ist. Folglich strahlen die Farben zu intensiv. Dafür lässt sich hier der Gammawert auf 2,4 erhöhen, wodurch in dunkler Umgebung ein deutlich plastischeres Bild entsteht. Im „THX“-Modus kann man das Gamma nicht verändern. Im „Professionell“-Modus können sich Tüftler nach allen Regeln der Kunst austoben: Hier lassen sich alle Bildparameter inklusive Farbbalance und Farbumfang präzise justieren.

HDTV-Sehtest 

Hochauflösende Signale gelingen durch die Bank sauber, lediglich in feinen Pixelmustern können gelegentlich leichte Einfärbungen auftreten. Auch bei diversen Testbildern zeigen sich Auffälligkeiten: So flackerten und rauschten beispielsweise bestimmte Helligkeitsstufen deutlich, in schnellen Schwenks zeigten sich Farbschatten, die durch das Plasma-Nachleuchten hervorgerufen werden. Und noch eine Beobachtung machte die Redaktion: In dunklen Bildern pulsiert hin und wieder die Helligkeit. Sieht man von diesen dezenten Artefakten ab, wirkt das Bild sehr natürlich.

Der 50-Zöller spielt vor allem im dunklen Heimkino bei Blu-rays seine Stärken aus. Beeindruckend sehen zum Beispiel die dunklen Nuancen zu Beginn von „Sieben Jahre in Tibet“ aus - herrlich plastisch, herrlich sattes Schwarz. Hinzu kommt noch die hohe Bewegungsschärfe bei Filmen, wo die LCD-Konkurrenz klar abfällt. Während Letztere durch Mehrfachkanten an schnellen Motiven leicht das Bild verschleifen, zeigt der Plasma eine vergleichsweise scharfe Doppelkante.

Fazit

Ja, der Stromverbrauch ist zu hoch, ja, die leichten Bildfehler können beim ganz genauen Hinsehen nerven. Und auch die begrenzte Maximalhelligkeit kann bei Tageslicht ein bisschen den Spaß verderben. Auf der anderen Seite haben wir es hier mit einem ausgezeichneten Heimkino-Fernseher zu tun, der in dunkler Umgebung ein erstklassiges Filmbild liefert, bei dem Kontrast, Farben und Bewegungsschärfe stimmen. Dafür sind 1.500 Euro - im Internet knapp 1.300 Euro  nicht zu viel verlangt.

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Beiträgeinsgesamt 2 Beiträge

Die erkannten Fehler bezogen sich auf kleine Schwächen in der Darstellung bei Testbildern. Allerdings ist ja im Testbericht von "dezenten" Fehlern die Rede und nicht davon, dass das Bild absolut nicht ansehbar wäre....

Was heisst hier leichte Bildfehler? Wo sind diese nachzuvolziehen? Kann nur Bildfehler bei alten Filmen sehen mit der Helligkeit nach aussage der netzwerks kann ich nicht nachvollziehen. Der Sound könnte besser sein.

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