Japan schickte 3D-Hologramme ins Rennen
Kurzfilm der Woche: So schön hätte die WM 2022 aussehen können
Auch Japan hat sich für die FIFA-Fußball-WM im Jahr 2022 beworben - und verloren. Leider, denn das dazugehörige Bewerbungs-Video zeigt modernste Technik, die zum Einsatz kommen sollte. Dazu zählt die Übertragung der Spiele via Hologramm in Stadien auf der ganzen Welt.
Das sogenannte "Full Court 3D Vision" sollte folgende Übertragungstechnik ermöglichen: HD-Kameras nehmen das Spielfeld aus der Vogelperspektive auf. Die Aufnahmen werden dann in einem anderen Stadion auf große 3D-Bildschirme projiziert. Die 3D-Bilder ähneln Hologrammen und sind von jedem Sichtwinkel aus erkennbar. Auch eine 3D-Brille würden Nutzer nicht benötigen. Dadurch würde sich die Erfahrung des Public Viewings dramatisch ändern.
Realistische Animationen
Das alleine ist schon eine recht überwältigende Vorstellung, aber Japan hätte noch einige weitere technische Highlights zu bieten. So sollte etwa die "Freeviewpoint Vision" realistische Animationen der Spiele erzeugen. HD-Kameras nehmen auch hier wieder die Spiele auf, diesmal allerdings im 360 Grad-Winkel. Die Ballbewegungen und jeder Spieler werden so von allen Winkeln aufgenommen, wodurch ein realistischen Bild entstehen soll - so als wäre man live auf dem Feld dabei.
Unterstützt wird dieses Gefühl noch durch passende Atmo-Geräusche, wie zum Beispiel das Atmen und den Herzschlag des Spielers. Die Bilder werden auf HD-Bildschirmen in den Stadion gezeigt, könnten aber auch auf Bildschirmen bei Fan-Festen übertragen werden. Diese Technik könnte unter anderem bei Wiederholungen von Spiezügen eingesetzt werden.
Kommunikation soll vereinfacht werden
Aber auch das wäre noch nicht alles gewesen: So wollte Japan auch noch die Kommunikations-Technologien verbessern. Dank des "Real-time Automatic Translation System" können sich Fußball-Fans in 50 verschiedenen Sprachen unterhalten. Ein kleiner Empfänger im Ohr übersetzt automatisch alles und erleichtert damit die Kommunikation. Außerdem gibt es noch einen "Augmented Reality Support Service". Auf einem kleinen Bildschirm erhalten Zuschauer so beispielsweise Informationen über Spieler oder über andere Zuschauer, sowie das Stadion.
Alles in allem wäre die FIFA-WM in Japan eine spannende Angelegenheit gewesen, zumindest was die zum Einsatz kommende Technik betrifft. Die FIFA sieht das aber anders und so wird Katar die Weltmeisterschaft im Jahr 2022 austragen.
Die Vorstellung von Hologramm-Übertragungen von Fußballspielen wirkt wahrscheinlich für viele noch etwas weit weg. Allerdings haben Forscher der University of Arizona in diese Richtung einen großen Erfolg erzielt. So ist es den Wissenschaftlern dank einer neuen Holografie-Technik gelungen, bewegte Bilder dreidimensional und nahezu in Echtzeit darzustellen.

Also, dass die Japaner mit dem Film nicht gewonnen haben. Schauspielerische Leistung am absoluten Maximum und lauter Technische Gadgets, wo man doch weiß wie die FIFA dem Einsatz aller möglichen Technik-Spielereien...