Neue Ansichten, altes Grund-Prinzip
Im Kurztest: Monopoly Streets
Das flache Spielbrett hat ausgedient: EAs "Monopoly Streets" hievt den Klassiker pünktlich zum 75-jährigen Bestehensjahr in die dritte Dimension. Xbox-360-, PS3- und Wii-Spieler können sich im neuesten digitalen Ableger des Hasbro-Evergreens durch eine sich stetig verändernde Stadt bewegen, in der je nach Lage schäbige Absteigen oder Hoteltempel aus dem virtuellen Boden sprießen. Das Grund-Prinzip blieb jedoch unangetastet: Straßen müssen erworben und mit Immobilien bebaut werden. Je geschickter man sich dabei anstellt, desto schneller steht die Konkurrenz mit leeren Taschen da.
Monopoly Streets - Launch Trailer: Mit Monopoly Streets wird das Brettspiel auch auf der PlayStation 3, der Xbox 360 sowwie auf der Nintendo Wii erlebbar. Spielziel ist es dabei geschickt das zur Verfügung stehende Kapital zu nutzen um gewinnbringende Grundstücke zu erwerben. Dabei setztz Monopoly Streets auf witzige Animationen. Zum Video: Monopoly Streets - Launch Trailer
Durch die grafische Frischzellenkur gelang es den Entwicklern tatsächlich, frischen Wind in das ewige Grundstücksgeschacher zu bringen. Die lebhafte Aufmachung der Stadt inklusive Bahnhof, Gefängnis, E- und Wasserwerk, die Animationen der putzigen Figuren, die Sounduntermalung - all das überzeugt. Wer es puristisch mag, kann den Titel aber auch in klassischer 2D-Optik spielen.
Bis zu vier menschliche Mitspieler wetteifern um die Vorherrschaft auf dem Immobilienmarkt. Wie gut sie dastehen, zeigt ein Blick auf das eigene Hauptquartier, das mit dem eigenen Kontostand in die Höhe schießt oder zur kleinen Klitsche schrumpft, wenn man kurz davor steht, sein letztes Hemd zu geben.
Allerdings hat die schöne neue "Monopoly"-Welt auch ein paar Schattenseiten: Das fängt beim Mehrspielermodus an. Warum brauchen alle Teilnehmer einen eigenen Controller, wenn es ganz klar gereicht hätte, ein einziges Bediengerät Zug pro Zug weiterzugeben? Und wer alleine gegen den Computer antritt, wird trotz dreier Schwierigkeitsgrade in erster Linie auf eine Geduldsprobe gestellt. Die Künstliche Intelligenz arbeitet brav ihr Programm ab: würfeln, ziehen, Immobilienverwaltung. Annehmbar beschleunigen oder gar abbrechen lässt sich das Ganze jedoch nicht, sodass eine Partie gegen den Computer zu einer zähen Angelegenheit verkommt. Immerhin sorgen diverse Modi mit abgeänderten Regeln und Brettvariationen für Abwechslung.
Im Test: Monopoly Streets
Pünktlich zum 75-jährigen Jubiläum veröffentlicht EA "Monopoly Streets". (Bild: EA)
Die 3D-Grafik ist zeitgemäß - das Grund-Prinzip blieb jedoch unangetastet: Straßen müssen erworben und mit Immobilien bebaut werden. Je geschickter man sich dabei anstellt, desto schneller steht die Konkurrenz mit leeren Taschen da ... (Bild: EA)
Ein Bahnhof ist in "Monopoly Streets" auch ein Bahnhof - und kein schnödes Feld. (Bild: EA)
"Monopoly"-Fans, die jede freie Minute ihr Lieblingsspiel on- oder offline zocken möchten, dürften mit dem Kauf das große Los ziehen. Alle anderen sollten sich lieber die Brettspielvariante holen, die knapp 10 bis 20 Euro günstiger und vor allem charmanter ist. Denn "echtes" Geld in den Händen zu halten, macht immer noch den größten Reiz an diesem Spiel aus.
Datenblatt
| Monopoly Streets | |
| Spielname | Monopoly Streets |
| Hersteller | Hasbro |
| Vertrieb | Electronic Arts |
| Genre | Puzzle / Quiz |
| Erhältlich ab | 04.11.2010 |
| Preis | ca. 40 Euro |
| EAN Code | 5030932092175 |
| Schwierigkeit | Für Einsteiger und Fortgeschrittene |
| Alter | Ab 0 Jahren |
| Multiplayer | 2-4 |
| Sonstiges | |
| Bewertung Grafik | gut |
| Bewertung Steuerung | ausreichend |
| Bewertung Sound | gut |
| Bewertung Spielspass | befriedigend |
| Bewertung Gesamt | befriedigend |
| System | PS3 |
| System | Wii |
| System | Xbox 360 |
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