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Android Update-Guide: Was kann welche Version?
Von Cupcake bis KitKat

von Jan Kluczniok Uhr veröffentlicht

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Eclair? Froyo? Gingerbread? Jelly Bean? Besitzer eines Android-Handys haben diese Begriffe sicher schon einmal gehört. Sie stehen für unterschiedliche Versionen des Handy-OS. Welche Funktionen die einzelnen Versionen bieten, erklärt netzwelt in einer kurzen Versionshistorie.

Von Googles Android-Betriebssystem existieren am Markt eine Reihe von Versionen parallel. Diese werden anhand ihrer Versionsnummer oder ihres Codenamens unterschieden. Für ältere Handys veröffentlichen die Hersteller mitunter ein Update auf eine neue Android-Version. Was Nutzern die Aktualisierung bringt, erklärt die folgende Versionshistorie. Ganz neu mit dabei: Android 4.3 Jelly Bean.

Die Codenamen der Android-Versionen leiten sich stets von Süßigkeiten ab. (Quelle: Android.com)

Version 1.1: MMS-Anhänge können gespeichert werden

Für die Version 1.1 von Android wiesen die Entwickler fünf neue Funktionen aus. Hierbei handelte es sich zumeist aber eher um Detailverbesserungen diverser Einzelfunktionen. So ist es seit Version 1.1 möglich, Anhänge aus MMS-Nachrichten zu speichern. Auch die Kartenfunktion und das Telefonmenü wurden überarbeitet und verbessert. Hinzu kamen zahlreiche Fehlerbehebungen.

Version 1.5 (Cupcake): Neuer Kernel und Videoaufnahmen

Mit Version 1.5 wurde Android um die Möglichkeit erweitert, auch Videos mit der in die Handys eingebauten Digitalkamera aufzunehmen und wiederzugeben. Videos und Fotos können zudem seit dieser Version direkt vom Handy zu YouTube oder Picasa hochgeladen werden. Des Weiteren wurden die Bluetooth-Funktionalität, die Bildschirmtastatur und das Adressbuch überarbeitet.

Version 1.6 (Donut): Unterstützung für VPN-Netzwerke

Die Version 1.6 findet sich auch aktuell noch am Markt. Mit ihr werden beispielsweise zahlreiche Sony Ericsson-Modelle ausgeliefert. Unter anderem wurden in dieser Version die Kamera-Anwendung beschleunigt und die interne Suche verbessert. Ab Version 1.6 unterstützt Android zudem die Verbindung mit sogenannten VPN-Netzwerken.

Version 2.0: Bluetooth 2.1 und mehrere E-Mail-Konten

Der Sprung auf die Version 2.0 brachte für Android-Nutzer die Unterstützung des Bluetooth-Standards 2.1 sowie die Möglichkeit, parallel mehrere E-Mail Konten auf dem Smartphone zu verwalten. Eine weitere neue Funktion war die Möglichkeit, gespeicherte Nachrichten zu durchsuchen. Ebenso wurden die Kameraanwendung, der Kalender und die virtuelle Tastatur weiter verbessert. Auch unterstützt der vorinstallierte Browser ab dieser Version teilweise HTML 5.

Version 2.1 (Eclair): Kleinere Aktualisierung

Laut Google brachte diese Version keine nennenswerten neuen Funktionen für Nutzer in das Betriebssystem. Der Funktionsumfang ist der Gleiche wie bei der Version 2.0. Eclair ist als Plattform heute noch auf zahlreichen Geräten im Einsatz.

Version 2.2 (Froyo): Flash-Inhalte im Browser und Tethering

Die Version 2.2 ermöglicht es, Flash-Inhalte direkt im Browser wiederzugeben. Der Webstandard HTML 5 wird ebenfalls unterstützt. Außerdem ermöglicht Android ab dieser Version Tethering. Dadurch kann das Smartphone als WLAN-Hotspot fungieren.

Version 2.3 (Gingerbread): Neue Oberfläche und NFC-Integration

Die Android-Version Gingerbread bietet eine runderneuerte Oberfläche und soll nun deutlich intuitiver zu bedienen sein. Weiterhin wurde das System beschleunigt und um neue Techniken, zum Beispiel Near Field Communication (NFC), erweitert. Die NFC-Integration wird mit dem Update auf Version 2.3.3 weiter ausgebaut.

In der Version 2.3.4 schließt Google zudem eine Sicherheitslücke, die von deutschen Wissenschaftlern nachgewiesen wurde. Sie ermöglicht Angreifern den Zugriff auf persönliche Daten wie Kalender oder Adressbuch, wenn das Android-Smartphone mit einem unverschlüsselten WLAN verbunden ist. Aktuell ist Gingerbread bei der Versionsnummer 2.3.7 angekommen.

Version 3.0 (Honeycomb): Die erste Tablet-Version

Die für Tablets optimierte Version 3.0, Codename Honeycomb, wurde Anfang Februar 2011 vorgestellt. Sie bot als herausragende Neuerungen eine komplett überarbeitete Nutzeroberfläche, die an größerere Bildschirme angepasst ist, eine leistungsstarke 3D-Engine namens Renderscript sowie eine verbesserte Kamera-Applikation.

Version 3.1 (Honeycomb): Unterstützung für mehr Peripherie-Geräte

Die Version 3.1 war ein erstes Update für das Tablet-OS Android Honeycomb. Es rüstet einige Funktionen nach, die in der ursprünglichen Version vermisst wurden. Etwa die Möglichkeit, in der Liste der kürzlich geöffneten Apps scrollen zu können. Zudem unterstützt Android 3.1 nun eine Reihe von Peripherie-Geräten und bietet spezielle Funktionen für Business-Nutzer.

Version 3.2 (Honeycomb): Unterstützung für 7-Zoll-Tablets

Mit Android 3.2 wurde Honeycomb nun auch auf kleinere Displaygrößen, etwa 7 Zoll, optimiert. Zudem unterstützt das System neben Nvidias Tegra 2-Chip auch Chipsätze anderer Hersteller. Für Nutzer interessant: Eine neue Zoom-Funktion ermöglicht es, Smartphone-Apps auf Vollbildgröße zu bringen.

Version 4.0 (Ice Cream Sandwich): Tablets und Smartphones vereint

Google führte mit Ice Cream Sandwich die beiden Android-Zweige wieder zusammen. Seither laufen sowohl Smartphones als auch Tablets mit Android Ice Cream Sandwich. Darüber hinaus bietet das System zahlreiche Verbesserungen, etwa einen schnelleren Browser, einen neuen Sperrbildschirm, die Möglichkeit, das Handy via Gesichtserkennung zu entsperren, und eine komplett überarbeitete Nutzeroberfläche. Dieser netzwelt-Artikel gibt einen Überblick über alle Neuerungen von Ice Cream Sandwich. Das erste Handy mit ICS war das Google Galaxy Prime.

Version 4.1 (Jelly Bean):  Neue Funktionen und flüssigere Bedienung

Google hat auf der Entwicklerkonferenz Google I/O 2012 Android 4.1 enthüllt. Das Jelly Bean-Update bringt nicht nur neue Funktionen, sondern soll das System auch schneller und flüssiger machen. Eine Übersicht über die wichtigsten Neuerungen von Android 4.1 alias Jelly Bean bietet Ihnen netzwelt an dieser Stelle. Als Erstes erhielten übrigens das Galaxy Nexus, das Nexus S und das Motorola Xoom ein Update auf die neue Android-Version.

Version 4.2 (Jelly Bean): Nutzerkonten, DayDream und Co.

Mit Version 4.2 führt Google Nutzerkonten ein. Die Funktion steht jedoch nur auf Android-Tablets zur Verfügung. Weitere Highlights des Upates sind die neue 360-Grad-Panoramafunktion und der Bildschirmschoner Daydream.  Einen Überblick über alle Neuerungen von Android 4.2 finden Sie hier.

Version 4.3 (Jelly Bean): Detailverbesserungen

Android 4.3 ist schon das dritte Update für das mobile Betriebssystem, das den Codenamen Jelly Bean trägt. Größere Neuerungen bringt die Aktualisierung nicht. Google hat bei den Verbesserungen Wert auf eine Erhöhung der Sicherheit gelegt. Nutzerkonten können nun etwa eingeschränkt werden, sodass Eltern ihren Kindern bestimmte Apps oder den Besuch von Porno-Seiten verbieten können. Alle Neuerungen von Android 4.3 finden Sie hier.

Version 4.4 (KitKat): Zahlreiche Neuerungen

Pünktlich zu Halloween verteilte Google Süßigkeiten. Android 4.4 KitKat erschien am 31. Oktober 2013 und ist ein größeres Update für die mobile Plattform. Neben Unterstützung für neue Sensoren wie Schrittzähler und Co. bringt KitKat zahlreiche weitere Verbesserungen - etwa die Möglichkeit, direkt vom Smartphone zu drucken. Auch die Performance auf älterer Hardware wurde optimiert. Eine Übersicht über die wichtigsten Neuerungen finden Sie hier.

Aktuelle Informationen rund um Googles Betriebssystem finden Sie im netzwelt-Android-Special. Wann welche Smartphones und Tablets ein Android-Update erhalten, lesen Sie in unserem Fahrplan.

Kommentare zu diesem Artikel

Eclair? Froyo? Gingerbread? Jelly Bean? Besitzer eines Android-Handys haben diese Begriffe sicher schon einmal gehört. Sie stehen für unterschiedliche Versionen des Handy-OS. Welche Funktionen die einzelnen Versionen bieten, erklärt netzwelt in einer kurzen Versionshistorie.

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  • Dusan M. Stojanovic schrieb Uhr
    AW: Android Update-Guide: Was kann welche Version?

    Das wichtigste wurde nicht erwähnt, nämlich wie groß sind die einzelnen Updates und welche Smartphone CHIPSÄTZE sind notwendig um die Updates zu installieren. Antivirus, Troyans software muß auch erwähnt/angepasst werden und all diese Fragen müßen Ast rein stehen. Die Provider spezifische Update darf nicht unerwaähnt bleiben ? Die Smartphone SOFTWARE ÄNDErungen sollte jeder Programmieren voll beherschen und kein Tabu sein.

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Android Update-Guide: Was kann welche Version?
Android Update-Guide: Was kann welche Version?
Netzwelt gibt einen Überblick über die Versionshistorie von Googles Android-System.
http://www.netzwelt.de/news/84963-android-update-guide-welche-version.html
2013-11-05 11:14:46
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