Youtube für Bücher

Scribd: Der virtuelle Buchclub des Web-2.0-Zeitalters

San Francisco gilt gemeinhin als das Herz der Internetindustrie: In der "Bay Area", wie Amerikaner kurz die Gegend um die Großstadt beschreiben, versuchen zahlreiche junge Unternehmen ihr Glück mit Diensten für das Web 2.0. Dabei gehen über 90 Prozent der gegründeten Unternehmen schon nach etwa zwei Jahren in die Insolvenz, wie eine Studie zeigt - doch aus den übrigen 10 Prozent wird unter Umständen ein so großer Erfolg, dass die Firmen hinter YouTube, Flickr und Co. schnell hunderte Millionen wert sind.

Scribd ist eine Art YouTube, nur eben für Bücher und andere Dokumente. (Bild: Netzwelt)
Scribd ist eine Art YouTube, nur eben für Bücher und andere Dokumente. (Bild: netzwelt)

Inhaltsverzeichnis

  1. 1Scribd - (K)ein Buchclub
  2. 2Erste Schritte in Scribd
  3. 3Dokumente bereitstellen
  4. 4Stöbern in der Bibliothek
  5. 5Readcast und Einbettung
  6. 6Fazit
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Dabei gibt es nur eine winzige Mittelklasse, die sich zwischen der erfolgsverwöhnten Oberschicht bekannter Webangebote und erfolglosen Diensten halten kann. Zu diesem Segment gehört zweifelsohne Scribd: Mit der Webplattform des kalifornischen Startups kann jeder Dateien so bereitstellen, dass andere Benutzer sie nicht nur mit herausragendem Komfort direkt im Browser lesen können, sondern auch eine Funktion zur direkten Einbindung auf ihrer eigenen Webseite erhalten. Scribd wird von anderen (US-)Medien als eine Art "YouTube für Dokumente" beschrieben - doch das trifft den Kern des Angebots nicht richtig.

Scribd - (K)ein Buchclub

Scribd (gesprochen "skribbed") sieht sich nach eigenen Angaben eher als virtueller Buchclub, bei dem jeder Nutzer mit eigenen Veröffentlichungen an der globalen Diskussion um beliebige Themen partizipieren kann. Dabei möchte Scribd nicht nur die Art wie Dokumente bereitgestellt und verteilt werden revolutionieren. Mit dem Dienst sollen endlich auch Leser zusammenfinden, die sich für die gleichen Themen interessieren. Die Idee für Scribd stammt dabei aus dem wissenschaftlichen Umfeld: Der Mitgründer und derzeitige CEO Trip Adler hatte mit seinem Vater, einem Professor für Neurochirurgie, während seiner Zeit an der University of Harvard über die Schwierigkeiten akademischer Veröffentlichungen im WorldWideWeb gesprochen.

Zusammen mit einigen Mitstreitern machte sich ein Team daran, die erste Version von Scribd im März 2007 der Öffentlichkeit freizugeben. Bis heute ist das kleine Unternehmen auf über vierzig Mitarbeiter gewachsen - und man besitzt nach eigenen Angaben ganze zwölf Go-Karts, mit denen besonders der CEO gerne durch die Büros rast und davon auch noch Bilder auf Flickr veröffentlicht. Laut des Alexa-Rankings liegt Scribd auf Platz 234, für eine weitere Verbreitung gibt es ein großes Hindernis: Bisher ist Scribd nur in Englisch verfügbar. Es gibt keine Ankündigung darüber, wann eine deutschsprachige Fassung oder gar noch andere wichtige Sprachen wie Französisch oder Spanisch berücksichtigt werden. Dabei muss sich Scribd durchaus vorhalten lassen, dass andere Startups mit der Internationalisierung deutlich schneller waren.

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