Kriminell schnell

Im Test: Need for Speed: Hot Pursuit

Jäger oder Gejagter? Bei "Need for Speed: Hot Pursuit" dürfen PC- und Konsolenspieler beides sein. Als Raser donnert man mit 300 Sachen über den Highway, schlängelt sich durch den Gegenverkehr und lässt sowohl die Konkurrenz als auch die Polizei Staub schlucken. Als Cop hingegen zieht man die Temposünder und Straßenrowdies mit rabiaten Mitteln aus dem Verkehr. Wie man sich auch entscheidet: Am Ende gibt's qualmende Reifen, viel verbeultes Blech und feuchte Hände.

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Need For Speed: Hot Pursuit - Pagani vs Lamborghini Live Action Video: Dieser Trailer zum Rennspiel Need For Speed: Hot Pursuit zeigt einen Pagani-Fahrer, der eine Bergstrecke entlang jagt. Richtig interessant wird das Video jedoch, als ein Ploizist in einem Lamborghini beginnt auf den Raser Jagd zu machen. Need For Speed: Hot Pursuit ist für den PC, die PlayStation 3 und die Xbox 360 erhältlich. Zum Video: Need For Speed: Hot Pursuit - Pagani vs Lamborghini Live Action Video

Angesiedelt ist EAs neuer Ableger der traditionsreichen Rennreihe in einer fiktiven Region namens Seacrest County, wo sich Cops und Raser zwar nicht gute Nacht sagen, dafür aber Nägel vor die Niedrigprofilreifen werfen und sich gegenseitig von der Strecke rammen. Ein raues Pflaster, aber auch ein schönes. Die Strecken führen am Meer entlang, durch Wälder und Wüsten, über halsbrecherische Serpentinen hinauf zu verschneiten Berggipfeln und wieder hinunter.

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Dass bei "Hot Pursuit" die Entwickler der populären Arcade-Raserei "Burnout" ihre Finger im Spiel hatten, merkt man spätestens nach der ersten Kurve. Das neue "Need for Speed" will keine schraubengenaue Simulation mit realistischem Fahrverhalten sein wie das zeitgleich veröffentlichte "Gran Turismo 5", auch keine Tuning-Orgie wie so mancher Vorgänger, sondern ein simpel gestricktes Vollgasspektakel, in dem selten gebremst und oft gedriftet wird. Das sieht zum einen lässig aus und bringt zum anderen - wie sämtliche gefährlichen und halsbrecherischen Manöver - Nitro. Damit katapultiert man seine Hochglanz-Boliden kurzfristig in irrsinnige Tempohöhen. Bei einem Lamborghini Reventón oder Bugatti Veyron können das locker über 400 Kilometer pro Stunde sein, Porsche, Audi und Co. knacken die 300-er-Marke.

Egal, ob rechtschaffend oder kriminell schnell: Beiden Fraktionen stehen durch eingefahrene Erfolge bei Rennen, Verfolgungsjagden, Duellen oder Zeitfahrten irgendwann größtenteils dieselben PS-Monster zur Verfügung. Einzig Lackfarbe und Sonderausstattung unterscheiden sich: Während Cops im späteren Spielverlauf auf Knopfdruck Verstärkung in Form von Straßensperren und Hubschraubern herbeirufen dürfen, um Temposünder dingfest zu machen, kontern die mit Störsendern und einer Art Megaturbo, der nicht nur den virtuellen Piloten in den Sitz drückt. Krähenfüße und elektromagnetische Impulse stehen indes jedem zur Verfügung, um lästige Verfolger oder Flüchtige zu stoppen. Zumindest für kurze Zeit. Denn selbst kapitale Crashs kosten allenfalls ein paar Sekunden.

Einen echten Vorsprung wird man sich während seiner gesamten Laufbahn vom simplen Raser bis zum Staatsfeind Nummer eins beziehungsweise vom Kadetten zum obersten Verkehrswächter nicht herausfahren. Eine Art virtuelles Gummiband sorgt dafür, dass sämtliche Rennteilnehmer relativ nahe zusammenbleiben. Das ärgert all jene, die ihre Kurventechnik in unzähligen Testkilometern perfektioniert und jede Abkürzung in den teils ellenlangen Strecken auswendig gelernt haben - freut aber vor allem Einsteiger, die dadurch selbst nach groben Patzer immer noch die Chance haben, aufs Treppchen zu fahren oder gar auf den letzten Metern der Konkurrenz den Sieg noch vor der Nase wegzuschnappen.

Davon abgesehen leistet sich "Hot Pursuit" kaum technische Schwächen. Die Grafik flitzt mit konstant 30 Bildern pro Sekunde dahin und wartet obendrein mit formschönen und detaillierten Autos, beeindruckenden Wettereffekten und Schadensmodellen, hervorragender Weitsicht sowie spektakulären Zeitlupen auf. Wer will, kann dabei auch Schnappschüsse machen und diese Freunden über das sogenannte "Autolog" präsentieren. Dieses Feature will eine Art Facebook für virtuelle Bleifüße sein und stellt soziale Aspekte und Community-Funktionen in den Vordergrund. Auf diese Weise finden sich blitzschnell würdige Online-Gegner.

Im Test: Need for Speed: Hot Pursuit

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Fazit: "Hot Pursuit" bietet leichte Rennkost - ohne großen Anspruch, dafür mit hohem Spaß- und Krawallfaktor. Nur die Anzahl an unterschiedlichen Rennarten enttäuscht ein wenig. Nach jeweils ein, zwei Stunden auf Cop- und Raserseite wird man Neues nur noch in Form von immer schnelleren Widersachern und effektiveren Hilfsmitteln zu Gesicht bekommen. Die Modi bleiben jedoch gleich.

Datenblatt

Need for Speed: Hot Pursuit
SpielnameNeed for Speed: Hot Pursuit
HerstellerCriterion Games
VertriebEA
GenreRennspiel
Erhältlich ab18.11.2010
Preisca. 60 Euro
EAN Code5030932096487
SchwierigkeitFür Einsteiger und Fortgeschrittene
Alterab 12 Jahren
Multiplayer2-8 (WWW)
Sonstiges 
Bewertung Grafikgut
Bewertung Steuerunggut
Bewertung Soundsehr gut
Bewertung Spielspassgut
Bewertung Gesamtgut
SystemPS3
SystemXbox 360
SystemPC
SystemWii

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