Streaming-Gerät ab Ende November für 229 Euro
Angetestet: Multimediawürfel Boxee Box
Kleiner Würfel mit starkem Inhalt: Die in Deutschland bereits erhältliche Boxee Box bringt TV-Sendungen und Filme aus dem Internet auf den Flachbildfernseher, ermöglicht die Kommunikation über soziale Netzwerke und dient auch als private Medienbibliothek. Ein paar "Killer-Apps" fehlen aber noch.

Inhaltsverzeichnis
- 1Zugriff auf Internetinhalte
- 2Gewöhnungsbedürftige Fernbedienung
- 3Vorteil gegenüber internetfähigen TV-Geräten
Es sieht so aus, als würde die kleine Kiste mit dem Regalboden verschmelzen. Dabei haben Designer nur ein kleines Kunststück vollbracht und die Boxee Box wie einen schräg abgeschnittenen Würfel konstruiert. Der Formfaktor ist wohl das Außergewöhnlichste des Streaming-Geräts, das ab Ende November für 229 Euro auch in Deutschland erhältlich ist.
Im digital vernetzten Wohnzimmer konkurriert die Boxee Box direkt mit Apple und Google um Aufmerksamkeit. Wie die Wettbewerber mit ihren Multimedia-Geräten holt das Streaming-Gerät Filme und TV-Sendungen auf Flachbildfernseher. Zum Anschluss an TV-Geräte besitzt der Multimedia-Würfel einen HDMI-Anschluss. Fürs Internetstreaming kommt ein Ethernet-Eingang oder schnelles WLAN nach "n"-Standard in Frage. Externe Inhalte können über zwei USB-Anschlüsse oder einen SD-Karten-Slot abgespielt werden. Sound wird über optische und analoge Audioausgänge an Stereoanlagen weitergegeben. Zum Vergleich: Apple TV etwa bietet zwar auch einen optischen Audio-Ausgang und einen HDMI-Anschluss, aber nur einen Micro-USB-Port und keine Anschlussmöglichkeit für SD-Karten.
Zugriff auf Internetinhalte
Im Unterschied zu Apple TV wird die Boxee Box auch über eine Fernbedienung mit vollwertiger Tastatur bedient - ähnlich wie es Googles TV-Lösung vorsieht Außerdem basiert der Multimedia-Würfel softwareseitig auf keinem geschlossenen Konzept wie bei Apple TV, in dessen Mittelpunkt iTunes steht. Stattdessen kommt die freie Mediasoftware Boxee zum Einsatz, die es für Windows, Mac und Linux gibt und ursprünglich eine Abspaltung des XBMC Media Centers war.
In der Praxis bedeutet das: Mehr Apps stehen zum Abrufen von Internetinhalten zur Verfügung. Vorinstalliert sind etwa Youtube, Flickr, der Musikdienst VEVO oder MTV Music – aber auch viele weitere Applikationen. Programmierer können auch eigene Software entwickeln, das Software Development Kit (SDK) ist frei zugänglich.
Multimediawürfel: Boxee Box von D-Link
Originelles Design: Das Streaming-Gerät Boxee Box ist ab Ende November für 229 Euro erhältlich. Bild: netzwelt
Auf der anderen Seite Abspiel- und Home-Taste sowie Navigationsbuttons. Bild: netzwelt
Gut geordnet präsentieren sich Filme und TV-Shows sowie weitere Inhalte auf dem Startbildschirm. Bild: netzwelt
Videos können mit Freunden per Twitter und Facebook geteilt werden. Dazu ist aber eine Anmeldung erforderlich. Bild: netzwelt
Cover und eine Filmbeschreibung holt die Boxee Box aus der Internet Movie Database (IMDB). Bild: netzwelt
Jede Internetseite lässt sich mit einem freien Browser ansurfen. Bild: netzwelt
Die Webseiten-Navigation ist aber umständlich und langsam. Bild: netzwelt

Über die Browserfunktion kann ich zwar die Mediatheken von ARD und ZDF erreichen. Es ist aber unmöglich, mit dem Pfeil-Cursor eine der dort aufgeführten Sendungen zu starten, wie das am PC ohne Problem möglich...