Jobs sieht darin nur Spam

iTunes: Apple lässt keine Radio-Apps mehr zu

Apples Richtlinien für die Zulassung von Apps für den App Store stehen wieder einmal in der Kritik. Wie Radiosoftware-Entwickler Jim Barcus in der Online-Ausgabe des US-amerikanischen RadioMag berichtet, lässt der Konzern keine Applikationen einzelner Radiosender mehr zu. Die Begründung: Die Anwendungen spammen den App Store zu.

Die Zulassungspraktiken für Apples App Store standen schon öfters in der Kritik. (Bild: Screenshot)
Die Zulassungspraktiken für Apples App Store standen schon öfters in der Kritik. (Bild: Screenshot)
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Das Unternehmen aus Cupertino will solche Anwendungen in Zukunft nur noch zulassen, wenn mehrere Sender über eine Applikation abrufbar sind. Dementsprechend wurden die Richtlinien laut Barcus geändert, unter dem Punkt 2.20 finde sich jetzt eine neue Regel mit dem Titel "Entwickler Spam". Dieser zufolge würden Entwickler, die den App Store mit mehreren ähnlichen Anwendungen vollstopfen, aus dem Entwicklerprogramm ausgeschlossen. In diesem Zusammenhang vergleicht Apple die Anwendungen mit den berühmt berüchtigten Furz-Apps.

Barcus kann den Schritt nicht verstehen, die Radiosender würden ihre eigenen Apps und damit auch den iTunes Store massiv bewerben, Apple selbst würde dagegen keine Radiowerbung schalten. Zudem gebe es tausende von Taschenlampen- und Karten-Apps im Angebot, ohne das Apple hier gegen die Entwickler vorgehen würde.

Seltsame Zulassungspraktiken

Apple selbst wird schon länger seltsame Zulassungspraktiken im Bezug auf den AppStore nachgesagt. So entfernte das Unternehmen zuletzt mehrfach Anwendungen für Homosexuelle aus dem App Store beziehungsweise ließ diese umprogrammieren, etwa die App Mobile Romeo, mit der sich vom iPhone aus auf das bei Homosexuellen beliebte soziale Netzwerk GayRomeo zugreifen ließ.

Andererseits ist Apple bis heute nicht gegen eine App namens "Manhattan Declaration" vorgegangen. Die App, die sich seit Oktober im App Store findet, propagiert die gleichnamige Deklaration verschiedener US-amerikanischer Christen, die unter anderem die gleichgeschlechtliche Ehe und Homosexualität ablehnen. Apple hatte zuletzt auf die Kritik an seinen untransparenten Richtlinien reagiert und sie erstmals teilweise offen gelegt.

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Wie geht's weiter? Zu diesem Thema haben wir folgende redaktionelle Übersichten erstellt: iOS App, App, Apple App Store, Apple iOS und App Store.

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