Faszinierend und beängstigend zugleich

Link-Wink: So funktionierte ein Computer im Jahr 1971

1971 hatten Computer für die meisten Menschen noch etwas Befremdliches. Um ihnen die Angst zu nehmen hat der Verlag Ladybird Books eine Anleitung zum Umgang mit PCs herausgebracht. Das Buch "How it works: The Computer" können Interessierte jetzt als Scan auf einem Blog lesen. Auch die überarbeitete Version aus dem Jahr 1979 steht zur Verfügung.

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"Wenn Sie sich für Computer, ihre Funktionen und die Bedienung interessieren, aber abgeschreckt werden von ihrer Komplexität, dann sollten Sie dieses Buch lesen" heißt es im Klappentext. Dabei soll das Buch durch die Kombination aus Text und Illustrationen, die die Bedienung erklären gerade ältere Menschen ansprechen.

Fast menschlich mit "Gehirn"

Alle wichtigen Punkte werden von dem Buch besprochen. Von der Geschichte über die Hauptbestandteile und den Aufbau eines Computers bis hin zu einem Blick in die Zukunft. Bereits die ersten Zeilen sorgen für eine gewisse Erheiterung beim Lesen. So seien Computer gleichzeitig faszinierend und beängstigend. Viele Menschen halten Computer für fast menschliche Maschinen mit "Gehirnen", dank derer sie denken können. 

Beunruhigt sind Nutzer dagegen wegen den komplexen Mechanismen und der dahinterstehenden wissenschaftlichen Prinzipien. Im nächsten Absatz wird dann aber doch sicherheitshalber klargestellt, dass Computer tatsächlich keine "Gehirne" besitzen und demnach auch nicht selber denken können. Kein Grund zur Sorge!

Allerdings weisen die Autoren in einem Kapitel dann darauf hin, dass Computer und auch deren Nutzer Fehler machen könnten. Ganz richtig haben die Autoren damals schon festgestellt, dass sich die Computer-Technik ständig und vor allem schnell weiterentwickelt. Was vor fünf Jahren noch aktuell gewesen ist, ist heute (1971) schon veraltet und was heute "up-to-date" ist, ist in fünf Jahren überholt. In der heutigen Zeit gehen die Entwicklungen allerdings meistens noch schneller voran. Für die Zukunft haben die Autoren vorausgesagt, dass Computer immer kompakter werden und eine größere Vielfalt an komplexen Aufgaben bewerkstelligen können. Damit haben sie aus der Retrospektive gesehen voll ins Schwarze getroffen.

Die Visionäre vom Film "Richtung 2000 - Vorschau auf die Welt von morgen" dagegen lagen mit ihren Zukunftsprognosen öfter einmal falsch. Der ZDF-Film aus dem Jahr 1972 zeichnet ein eher düsteres Bild des Lebens im Jahr 2000. Maschinen und Computer haben fast alle Aufgaben übernommen und die Menschen sind deshalb vereinsamt und depressiv.

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