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Körperscanner: US-Marshalls speichern unerlaubt Bilder Warnung für Deutschland

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Die Bilder eines Körperscans von rund 35.000 Besuchern eines US-Gerichtsgebäudes wurden wiederrechtlich gespeichert. Der Grund ist noch nicht klar.

Datenpanne in den USA: Entgegen aller Beteuerungen sind in Florida rund 35.000 Aufnahmen von Körperscannern dauerhaft gespeichert worden. Die Bilder entstanden jedoch nicht am Flughafen, sondern in einem Gerichtsgebäude.

Rund einhundert Bilder hat der US-amerikanische Technikblog Gizmodo nun in einem Video zusammengestellt. Alle identifizierenden Merkmale, wie das Aufnahmedatum oder die Gesichter, wurden geschwärzt. Warum die den Scanner betreibenden US-Marschalls die Bilder speicherten ist noch nicht geklärt. Der Fall dürfte aber die Debatte über den verstärkten Einsatz von Körperscannern neu entfachen. Datenschützer zeigen sich besorgt über die Technik und fürchten, der Staat entblößt öffentlich seine Bürger. Verteidiger der Technik versichern dagegen immer wieder, dass die gemachten Bilder unverzüglich nach der Kontrolle gelöscht werden.

In Deutschland derzeit Testbetrieb in Hamburg

Körperscanner sollen die Sicherheitskontrollen an sensiblen Plätzen, wie zum Beispiel Flughäfen verbessern. Die Hersteller versprechen vor allem Verbesserungen beim Aufspüren von Waffen und Sprengstoff. Während die Technik in den USA bereits seit längerem im Einsatz ist, hat die Europäische Union erst 2008 den Weg für den Einsatz von Körperscannern hierzulande freigemacht. Erste Pläne für einen Einsatz in Deutschland tauchten Anfang diesen Jahres auf. Seit Ende September sind nun zwei Geräte für einen sechsmonatigen Praxistest am Hamburger Flughafen Fuhlsbüttel im Einsatz. Sie werden von der Bundespolizei betreut.

Durchleuchten lassen muss sich derzeit aber noch keiner. Reisende können entscheiden, ob sie sich in den Nacktscanner wagen oder eine klassische Durchsuchung vorziehen. Medienberichten zufolge weisen die Geräte auch noch eine hohe Fehlerquote auf, so dass zum Teil eine Nachkontrolle nötig wird.

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Jan Kluczniok
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