Kein klassischer E-Mail-Dienst
Gebündelte Kommunikationswege: Facebook stellt "Messages" vor
Facebook hat entgegen sämtlicher Gerüchte keinen eigenen E-Mail-Dienst vorgestellt. Stattdessen wurde auf der Pressekonferenz ein neuer Dienst namens "Messages" vorgestellt. Dieser vereint unterschiedliche Kommunikationswege in einem Posteingang und ordnet sie nach Absender.
So laufen in dem Posteingang sowohl SMS, Chat, E-Mails als auch Facebook-Nachrichten ein. Nutzer entscheiden selbst welches Medium sie für den Kontakt bevorzugen und die Empfänger erhalten die Nachricht ebenfalls über ihr Wunsch-Medium. Dadurch entstehe ein Gespräch in Echtzeit, heißt es im Facebook-Blog. Nutzer müssen einfach nur den Namen des Empfängers auswählen und eine Nachricht schreiben. Wer E-Mails nutzen möchte, kann sich eine @facebook.com Adresse sichern. Das hat den Vorteil, dass Nutzer via E-Mail kommunizieren können auch wenn sie nicht gerade auf Facebook sind.
Konversations-Verlauf und die "Social Inbox"
Alle mit einer Person ausgetauschten Nachrichten werden an einem Ort gesammelt, egal über welches Medium sie verschickt wurden. So erscheint die Konversation mit jedem Nutzer jeweils in einer eigenen Unterhaltungs-Ansicht. Der Posteingang wurde darüber hinaus noch weiter angepasst. So laufen in den Posteingang nur Nachrichten von Facebook-Freunden und deren Freunden ein. Alle weiteren E-Mails laufen in den "Andere-Ordner" ein. Dadurch sollen Nutzer leichter den Überblick behalten.
Wenn ein Bekannter kein Facebook nutzt, werden seine E-Mails erst einmal in den "Andere-Ordner" verschoben. Allerdings können Nutzer die E-Mail in den Posteingang verschieben und von da an laufen alle anderen Nachrichten des Absenders dort ein. Darüber hinaus können Nutzer E-Mail-Adressen blockieren, von denen sie keine Nachrichten erhalten möchten.
Schrittweise Einführung ist geplant
Der neue Dienst Messages und die @facebook.com-Adressen werden nach und nach eingeführt. Der Prozess soll in den nächsten Monaten abgeschlossen sein. Nutzer müssen auf eine Einladung warten, um Messages nutzen und andere Freunde einladen zu können.
Im Vorfeld der Pressekonferenz gab es viele Gerüchte, die alle darauf abzielten, dass Facebook einen eigenen E-Mail-Dienst startet. Zwar können sich Nutzer tatsächlich eine @facebook-E-Mail-Adresse zulegen, allerdings bietet Messages keine E-Mail im üblichen Sinn. So fehlen zum Beispiel der Betreff und die CC/BCC- Zeile. Die E-Mails können mit der Enter-Taste verschickt werden. Dadurch soll der Vorgang verkürzt werden und mehr einem Gespräch ähneln. Anfang November hatte Facebook bereits seine mobile Plattform erweitert. Zudem wurden die iPhone- und die Android-App überarbeitet.


Facebook hat zu einem Event eingeladen. Medienberichten zufolge soll am 15. November ein eigener E-Mail-Dienst vorgestellt werden. Bisher war das Projekt unter dem Namen "Titan" bekannt.
Der neue Facebook-Dienst Messages birgt Sophos, einer Firma für Sicherheitssoftware, zufolge zahlreiche Risiken und macht das soziale Netzwerk für Cyberkriminelle attraktiver.
Eine Studie von BitDefender hat ergeben, dass 20 Prozent aller Facebook-Nutzer von Malware bedroht sind. In diese Fällen stehen verseuchte Links auf der eigenen Pinnwand oder auf der von Freunden.
Allen Facebook-Nutzern werden im Sozialen Netzwerk in den nächsten Wochen E-Mail-Adressen zugeteilt. Bisher war die Möglichkeit, sich nutzername@facebook.com-Adressen einzurichten, nur optional.
Nutzer von Google+ können künftig direkt aus dem Posteingang auf Benachrichtungs-Mails des Sozialen Netzwerks antworten. Dies sei auch mobil und bei anderen Diensten als Google Mail möglich.
Facebook zeigt im Profil des Nutzers jetzt automatisch die "@facebook.com"-Adresse an. Mit nur wenigen Klicks kann die zuvor gewohnte E-Mail-Adresse aber wieder angezeigt werden.
Kürzlich führte Facebook für alle Mitglieder E-Mail-Adressen ein. Nun berichten Nutzer davon, dass diese Umstellung zu Problemen mit ihren Smartphone-Kontakten führt. Offenbar überschreibt Facebook die Kontaktinformationen teilweise ungefragt. Inzwischen hat das Soziale Netzwerk reagiert.




