Mitarbeiter hatte vertrauliche Informationen weitergegeben

"Die besten Mitarbeiter der Welt": Google feuert Plaudertasche (Update)

Diese Woche ist eine interne, vertrauliche Mitteilung von Google an die Presse weitergegeben worden. Der verantwortliche Mitarbeiter wurde CNN zufolge inzwischen entlassen. In dem Rundschreiben ging es um eine Gehaltserhöhung für alle Mitarbeiter von Google.

Eric Schmidt: Ein vertrauliches Rundschreiben des Firmenchefs wurde an die Presse weitergeleitet (Quelle: Google)
Eric Schmidt: Ein vertrauliches Rundschreiben des Firmenchefs wurde an die Presse weitergeleitet (Quelle: Google)
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CNNMoney hat von mehreren Quellen erfahren, dass Google seine Mitarbeiter innerhalb weniger Stunden darüber informiert habe, dass der Informant gefunden wurde. Als Konsequenz für seine Handlung wurde der Mitarbeiter entlassen. Die Quellen wurden dabei nicht näher benannt. Google war bisher zu keiner Stellungnahme bereit.

Internes Rundschreiben von Eric Schmidt

In dem Rundschreiben teilte Firmenchef Eric Schmidt seinen Angestellten mit, dass diese ab dem nächsten Jahr zehn Prozent mehr Gehalt bekommen. Außerdem erhält jeder einen Weihnachtsbonus in Höhe von 1000 Dollar. Als Grund für die Gehaltserhöhung gibt Schmidt an, dass Google die Mitarbeiter für ihre harte Arbeit belohnen möchte und das Google auch weiterhin die besten Leute für sich gewinnen möchte.

Zu Beginn der Mitteilung lobt Schmidt erst einmal die Angestellten in den höchsten Tönen. So glaube das Management-Team, dass sie die besten Mitarbeiter der Welt haben. "Die klügste, fähigste Gruppe dieser Größenordnung, die jemals zusammengeführt wurde", so schreibt Schmidt weiter. Das Rundschreiben war eindeutig als vertraulich gekennzeichnet und trotzdem hat es der Mitarbeiter gleich an mehrere Medien weitergeleitet. Viele Blogs und Nachrichtenportale griffen die Mitteilung auf und berichteten darüber.

In Deutschland war Google zuletzt mit Street View in den Nachrichten. Der hierzulande sehr umstrittene Dienst ist Anfang des Monats gestartet. Allerdings kam es gleich zu Beginn zu einer Panne, die für mehr Ärger bei Datenschützern gesorgt haben dürfte.

Update 15.11.: Informant gefährdete Mitarbeiter

Google hat sich nicht offiziell zu der Kündigung des Presseinformanten geäußert. Allerdings meldet sich jetzt bei cnet ein Mitarbeiter zu Wort, der laut eigenen Angaben die interne Sichtweise darlegt. So wurde der Angestellte gefeuert, da er oder sie auf egoistische Weise und ohne darüber nachzudenken 20.000 Mitarbeiter in unmittelbare Gefahr gebracht hat, auf dem Heimweg im Dunkeln mit dem Ferien-Bonus bar in der Tasche ausgeraubt zu werden. Außerdem habe der Informant wiederholte und sehr eindeutige Anweisungen von oben ignoriert, die Nachricht über Bonuszahlungen nicht an die Presse weiterzugeben, bevor nicht alle Mitarbeiter gut zu Hause angekommen seien.

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