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Panasonic Lumix LX5 im Test: Premium-Kompaktkamera
Lichtstarkes Objektiv und großer Bildsensor

von Jan Johannsen Uhr veröffentlicht

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Mit einer großen Anfangsblende und einer größeren Sensorfläche will Panasonic die Lumix LX5 als Premium-Modell deutlich oberhalb des Kompaktkamera-Durchschnitts positionieren. Damit dies gelingt müssen aber auch die Bedienung und die Bildqualität überzeugen.

Die Lumix LX5 soll sich vom Einheitsbrei der Kompaktkameras abheben. Panasonic stattet sein Premium-Modell hierfür mit einem größeren Bildsensor und einem lichtstarken Objektiv aus. Bei der Bildqualität und der Bedienung sollte die Kamera im Test allerdings auch überzeugen, um eine gute Bewertung zu erhalten.

Große Blende, großer Bildsensor

Panasonic baut in die Lumix LX5 einen CCD-Bildsensor ein, der mit einer Fläche von 1/1,63 Zoll größer ausfällt als die Chips in den meisten anderen Kompaktkameras. Er liefert eine maximale Auflösung von zehn Megapixeln. Das Seitenverhältnis der Aufnahmen legt der Fotograf mit einem Schieberegler auf der Oberseite des Objektivs fest. Zur Auswahl stehen 1:1, 4:3, 3:2 und 16:9.

Das Objektiv der Lumix LX5 zeichnet sich durch eine große Blende von F2,0 aus. Die Brennweite reicht umgerechnet ins Kleinbildformat von 24 bis 90 Millimetern. Dies entspricht einem 3,8-fachen optischen Zoom. Seine Brennweite verändert die Linse zwar nur gemächlich, aber der Autofokus arbeitet schnell und präzise.

Die Panasonic Lumix LX5 eignet sich sowohl für Schnappschuss-Fotografen, die einfach nur den Auslöser drücken wollen, als auch für fortgeschrittene Nutzer, die Blende und Belichtungszeit selbst einstellen wollen. Neben einer intelligenten Automatik, die die besten Belichtungseinstellungen ermitteln soll, und 23 Szenenprogramme mit eingestellten Werten für unterschiedliche Motive verfügt die Kamera auch über die halbautomatischen und manuellen Modi P, A, S, M: Programm-, Blenden- und Zeitautomatik sowie der manuellen Belichtung.

Panasonic Lumix LX5 im Test

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Großer CCD-Bildsensor mit zehn Megapixeln Auflösung.

Auf der Rückseite der Lumix LX5 baut Panasonic einen drei Zoll großen Bildschirm ein. Bei einer Auflösung von 460.000 Pixeln liefert er ein Bild auf dem auch Details zu erkennen sind, der jedoch bei Sonnenlicht an seine Leistungsgrenzen stößt. Seine Blickwinkel fallen mit rund 150 bis 160 Grad angenehm groß aus.

Viele Einstellungen, deutliche Druckpunkte, schnelle Bedienung

Die Bedienung der Panasonic Lumix LX5 erfolgt größtenteils mit der rechten Hand. Die linke Hand benötigt der Fotograf nur um den Blitz zu öffnen sowie die Fokusart und das Seitenverhältnis der Aufnahmen über Schieberegler am Objektiv zu verstellen.

Die Tasten der LX5 weisen angenehm klare Druckpunkte auf. Zudem erreicht der Nutzer  wichtige Einstellungen wie Lichtempfindlichkeit, Selbstauslöser oder den Fokusrahmen über Direktwahltasten. Die Belegung der "Fn"-Taste wählt der Fotograf aus einer langen Liste an Funktionen aus. Ein eigener Aufnahmeknopf für Videos startet in jedem Aufnahmemodus die Filmaufzeichnung.

Im "Q.Menu" verstellt der Nutzer bei der Panasonic LX5 weitere Belichtungseinstellungen mit wenigen Tastenberührungen. Das Hauptmenü bietet dem Fotografen zahlreiche Einstellungen, die in drei Untermenüs aufgeteilt sind. Zwei von diesen erstrecken sich über sieben Bildschirmseiten, was die Übersichtlichkeit beeinträchtigt und die Wege zum gewünschten Menüpunkt mitunter in die Länge zieht.

Frühes Bildrauschen steigt nur langsam an

Die große Blende des Objektivs der Panasonic LX5 macht sich durch kürzere Belichtungszeiten, als sie bei Kompaktkameras üblich sind, bemerkbar. Die Lichtempfindlichkeit und die damit verbundenen Störungen des Bildes muss der Fotograf also erst etwas später erhöhen.

Bei niedrigen ISO-Werten bieten die Aufnahmen der LX5 natürlich wirkenden Farben, angenehme Kontraste und eine hohe Detailgenauigkeit. Die Konturen könnten jedoch schärfer und deutlicher ausfallen. Zudem lässt sich in der Originalgröße schon bei einer Lichtempfindlichkeit von ISO 200 ein Bildrauschen in dunklen Bereichen erkennen.

Das Bildrauschen steigt zuerst aber nur wenig an. Verkleinert der Nutzer die Aufnahmen auf rund ein Drittel der Originalgröße eignen sie sich sogar bei ISO 1.600 noch für den privaten Gebrauch. Ab ISO 3.200 fallen die Störungen allerdings so stark aus, dass die Bilder unbrauchbar sind - vor allem da die LX5 sie bei ISO 6.400 und ISO 12.800 nur mit einer Auflösung von drei Megapixeln aufnimmt.

Panasonic Lumix LX5 Testbilder

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Zimmerbeleuchtung aus, Blitz ein: ISO 125, Blende 2.1, 1 Sekunde (laut EXIF-Daten).

Videos nimmt die Lumix LX5 in HD-Auflösung mit 1.280 x 720 Pixeln auf. Die Aufnahmen überzeugen mit ausreichend vielen Details, sowie natürlich wirkenden Farben und brauchbaren Kontrasten. Der Autofokus stellt meistens die richtigen Punkte scharf. Das Mikrofon liefert einen gut verständlichen Ton. Der automatische Weißabgleich passt die Belichtungseinstellungen nur sehr langsam an neue Lichtverhältnisse an - ist er fertig überzeugt das Ergebnis.

Schlichtes, stabiles Gehäuses mit HDMI- und AV-Anschluss

Das Metallgehäuse der Panasonic Lumix LX5 zeigt sich sauber verarbeitet und liegt durch die leichte Wölbung an der Vorderseite sicher und bequem in der Hand. Der Daumen findet auf der Rückseite ausreichend Halt.

Panasonic stattet die LX5 mit einem Zubehörschuh inklusive eines Strom- und Datenanschlusses aus. Der Nutzer kann zum Beispiel einen elektronischen Sucher oder ein Blitzlicht anbringen. Über einen HDMI- sowie einen AV-Anschluss überträgt die Kamera Daten an Fernseher oder Computer. Die Stromversorgung der Kamera stellt ein Lithium-Ionen-Akku sicher, als Speichermedien dienen SD-, SDHC- und SDXC-Karten.

Fazit: Lichtstark, aber nicht frei von Störungen

Ein typischer Fall von "Ja, aber": Die Panasonic Lumix LX5 bietet dem Nutzer mit ihrer großen Blende kurze Belichtungszeiten und eine umfangreiche, aber trotzdem übersichtliche Bedienung. Allerdings liegt die Bildqualität nur gering über dem weit verbreiteten Kompaktkamera-Durchschnitt. Für ein Premium-Modell zu wenig.

Die unverbindliche Preisempfehlung von Panasonic für die Lumix LX5 beträgt 529 Euro. Im Internet verkaufen Händler die Kamera aber schon bereits für rund 430 Euro.

Neben Panasonic haben auch andere Kamerahersteller hochwertige Kompaktkameras im Angebot: Samungs EX1 weist die derzeit größte Blende im Kompaktbereich auf, Canon hat mit der G12 bereits den Nachfolger der Powershot G11 auf den Markt gebracht und Nikon verzichtet bei der Coolpix P7000 im Vergleich zum Vorgängermodell P6000 auf den GPS-Empfänger.

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Mit einer großen Anfangsblende und einer größeren Sensorfläche will Panasonic die Lumix LX5 als Premium-Modell deutlich oberhalb des Kompaktkamera-Durchschnitts positionieren. Damit dies gelingt müssen aber auch die Bedienung und die Bildqualität überzeugen.

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Panasonic Lumix LX5 im Test: Premium-Kompaktkamera
Große Blende, großer Bildsensor: Die Panasonic Lumix LX5 setzt sich schon bei der Ausstattung deutlich von Durchschnitts-Kompaktkameras ab.
http://www.netzwelt.de/news/84649-panasonic-lumix-lx5-test-premium-kompaktkamera.html
2010-11-09 16:38:09
http://img.netzwelt.de/dw120_dh90_sw0_sh0_sx0_sy0_sr4x3_nu0/article/2011/lg-optimus-7-eins-zwei-lg-modellen-microsofts-neuem-handy-os-bild-lg4177.jpg
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