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Intel gegen AMD: Asus EeePC 1215N und 1215T im Vergleichstsest
Netbooks mit Intel-Prozessor und Nvidia-Grafik sowie AMD-Chip und ATI-Grafik

von Jan Johannsen Uhr veröffentlicht

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Bei Asus haben die Käufer die Wahl der Qual: Die Netbooks EeePC 1215N und 1215T sind bis auf die Prozessoren von Intel und AMD sowie die Grafikchips von Nvidia und ATI identisch. Wie groß die Unterschiede sind zeigt der Test.

Es kommt auf die inneren Werte an: Dieser allgemein gültige Satz erlangt bei den Netbooks EeePC 1215N und 1215T von Asus volle Gültigkeit. Denn rein äußerlich gleichen sich die zwei kleinen Notebooks wie eineiige Zwillinge. Die Unterschiede im Inneren könnten jedoch kaum größer sein: Prozessoren von Intel und AMD sowie Grafikchips von Nvidia und ATI. Im Test zeigt sich, ob die unterschiedliche Ausstattung für den Nutzer zu spüren ist.

Identische Geräte mit unterschiedlichen Herzstücken

Vom Prozessor und Grafikchip abgesehen fällt die Ausstattung der EeePC 1215N und 1215T identisch aus. Beide Netbooks verfügen über einen 12,1 Zoll großen Bildschirm mit einer Auflösung von 1.366 x 768 Pixeln. Das verspiegelte Display eignet sich nicht zum Arbeiten im Freien oder mit Lichtquellen im Rücken.

Auf beiden Netbooks installiert Asus Windows 7 Home Premium. Dem Betriebssystem stehen sowohl auf dem EeePC 1215N als auch auf dem 1215T jeweils zwei Gigabyte Arbeitsspeicher und eine 250 Gigabyte große Festplatte zur Verfügung.

In den EeePC 1215N baut Asus den Doppelkern-Prozessor Atom D525 von Intel mit einer Taktrate von 1,8 Gigahertz ein. Die Grafikberechnung übernimmt ein Ion-Chip von Nvidia, der auch die Optimus-Technolige beherrscht. Diese steuert die Grafikberechnung je nach aktueller Nutzung des Laptops und soll auf diese Weise Energie einsparen.

Asus EeePC 1215N und 1215T im Test

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Rein äußerlich unterscheiden sich die zwei Netbooks nicht. Das Gehäuse ist von den Aufklebern abgesehen identisch.

Im EeePC 1215T steckt dagegen ein AMD-Prozessor. Der Athlon II Neo K125 erreicht eine Taktrate von 1,7 Gigahertz. Für die Berechnung der Grafik ist ein "Mobility Radeon HD4250"-Chipsatz der AMD-Marke ATI zuständig.

Messbare Unterschiede im Alltag kaum zu spüren

Benchmarks geben Anhaltspunkte über die Leistungsfähigkeit der zwei verschiedenen Systeme. Cinebench ermittelte für den Intel-Prozessor des EeePC 1215N 0,53 Punkte und für den AMD-Chip des EeePC 1215T 0,41 Punkte. Im OpenGL-Test brachte es das Intel-Netbook mit Nvidia Ion auf 6,11 Bilder pro Sekunde, AMD-Prozessor und ATI-Grafik erreichten dagegen nur 3,42 Punkte.

In der täglichen Nutzung, fernab von Leistungstests, sind die kleinen gemessenen Unterschiede nicht zu spüren. Das Betriebssystem startet auf beiden Netbooks ähnlich schnell und beide Geräte spielen Youtube-Videos in Full-HD-Auflösung ruckelfrei ab.

Die Lüfter der EeePC 1215N und 1215T arbeiten so leise, dass sie nicht mehr zu hören sind, sobald eine Unterhaltung oder Musik auf Zimmerlautstärke laufen. Die von HD Tune ermittelten Werte für die Festplatte liegen im bei Netbooks üblichen Bereich.

Festplattengeschwindigkeit 250GB HDD (HD Tune)
 MinimumMaximumDurchschnittZugriffszeit

1215T

1215N

33,9 MB/Sek.

37,5 MB/Sek.

81,5 MB/Sek.

77,5 MB/Sek.

64,3 MB/Sek.

59,2 MB/Sek.

18,3 ms

18,8 ms

Nominell stecken in beiden EeePC-Modellen die gleichen Lithium-Ionen-Akkus mit sechs Zellen und einer Stromstärke von 5.200 Milliampere. Bei der Messung der Batterielaufzeit schnitt der 1215N mit Intel-Prozessor und Nvidia-Grafik deutlich besser ab. Vor allem im Office-Betrieb war der unterschied gewaltig.

Akkulaufzeit
OfficeFilm

173 Minuten (1215T)

267 Minuten (1215N)

150 Minuten (1215T)

165 Minuten (1215N)

Der Grund für die unterschiedlich lange Akkulaufzeit liegt in der Technik und nicht in den Batterien. Ein weiterer Test mit vertauschten Akkus ergab eine ähnliche Tendenz bei den Laufzeiten. Offenbar sorgt Nvidias Optimus-Technologie wirklich für einen geringeren Stromverbrauch.

Die ermittelten Werte stellen eine Untergrenze dar. Der Nutzer kann die Akkulaufzeit noch verlängern, indem er zum Beispiel das WLAN abschaltet oder die Bildschirmhelligkeit verringert.

Große Tastatur mit schwergängiger Touchpadtaste

Als Geräte mit 12,1 Zoll großen Bildschirmen weisen die EeePC 1215N und 1215T genug Platz für eine Tastatur auf, auf der Anwender bequem schreiben können. Zwar fehlt ein Ziffernblock, doch die einzelnen Tasten fallen angenehm groß aus und verfügen über einen ausreichenden Abstand zueinander.

Die Anschläge der einzelnen Tasten könnten leichtgängiger sein, so erfordern sie einen gewissen Kraftaufwand, der aber noch im akzeptablen Bereich liegt. Die Druckpunkte fallen deutlich spürbar aus. Wie bei einer normalen Tastatur sind bestimmte Sondertasten vergrößert.

Auch die Handballenablage fällt angenehm groß aus. Das Touchpad ist direkt in diese eingearbeitet und nur durch zwei Linien an den Rändern abgegrenzt. Je schneller der Nutzer seinen Finger bewegt, desto schneller fliegt auch der Cursor über den Bildschirm - auch über die gesamte Breite. Die durchgängige Touchpadtaste erweist sich als schwergängig und erfordert starken Druck, damit sie eine Eingabe weiterleitet.

Alle nötigen Schnittstellen vorhanden

Die Ausstattung der EeePC 1215N und 1215T lässt kaum Wünsche offen. Asus stattet die Netbooks mit allen gebräuchlichen Schnittstellen aus: Rechts und links am Gehäuse verteilen sich drei USB-, ein VGA-, ein HDMI- und ein LAN-Anschluss sowie ein Kartenlesegerät und jeweils ein Ein- und Ausgang für Audio-Signale.

Im Gehäuse befinden sich darüber hinaus ein WLAN- und ein Bluetooth-Modul. Dem ein oder anderen Nutzer könnten höchstens Grafikanschlüsse wie DVI oder DisplayPort sowie ein UMTS-Modul oder eine USB-3.0-Buchse fehlen.

Fazit: Die Qual der Wahl

Bei den Messwerten hat der EeePC 1215N mit Intel-Prozessor und Nvidias Ion-Grafik die Nase leicht vorn, beim Preis liegt der EeePC 1215T mit AMD-Technik etwas günstiger. Bei typischer Netbook-Nutzung sind die Unterschiede in der Hardware-Ausstattung nicht zu spüren.

Eigentlich können die meisten Anwender guten Gewissens zum günstigeren Modell 1215T mit AMD-Technik greifen, wäre da nicht die im Office-Betrieb deutlich längere Akkulaufzeit des 1215N.

Bei der unverbindlichen Preisempfehlung von Asus ist das AMD-Modell 1215T mit 449 Euro um 50 Euro günstiger als das Intel-Gerät 1215N mit 499 Euro. Die Angebote von Online-Händler liegen ebenfalls in dieser Höhe. Der EeePC 1215N ist bereits verfügbar. Der EeePC 1215T ist nach Händler-Angaben ab Ende November erhältlich.

Die Auswahl an Netbooks, beziehungsweise Subnotebooks mit zwölf Zoll großen Displays mag zwar nicht so groß sein, wie bei Geräten mit zehn Zoll großen Bildschirmen. Doch hat fast jeder Hersteller mindestens ein Modell im Angebot: Dell Mini Inspiron 12, Samsung NC20, Lenovo Ideapad S20, Acer Aspire One D752 oder das Dell M101z.

Kommentare zu diesem Artikel

Bei Asus haben die Käufer die Wahl der Qual: Die Netbooks EeePC 1215N und 1215T sind bis auf die Prozessoren von Intel und AMD sowie die Grafikchips von Nvidia und ATI identisch. Wie groß die Unterschiede sind zeigt der Test.

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  • justanotherdude schrieb Uhr
    AW: Intel gegen AMD: Asus EeePC 1215N und 1215T im Vergleichstsest

    Hallo Herr Johannssen, ein sehr aufschlußreicher Test. Allerdings möchte ich zum Absatz der Akkulaufzeit anmerken: Die "5200Milliampere" sind in diesem Kontext keine Angabe der Stromstärke, sondern geben die Kapazität an. Daher sollte dort auch "5200mAh" stehen, für Milliamperestunden. Bedeutet: Man könnte aus diesem Akku theoretisch eine Stunde lang einen Verbraucher mit einer Stromaufnahme von 5,2A versorgen. gruß vom dude :-)

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Intel gegen AMD: Asus EeePC 1215N und 1215T im Vergleichstsest
Intel oder AMD: Asus lässt bei den Netbooks EeePC 1215N und 1215T den Nutzern die Wahl. Ob sich die unterschiedliche Ausstattung im Alltag bemerkbar macht zeigt der Test.
http://www.netzwelt.de/news/84564-intel-gegen-amd-asus-eeepc-1215n-1215t-vergleichstsest.html
2010-11-03 16:52:29
http://img.netzwelt.de/dw120_dh90_sw0_sh0_sx0_sy0_sr4x3_nu0/article/2011/duesseldorfer-flughafen-steht-erste-saturn-verkaufsautomat-bild-obssaturn4164.jpg
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