Abschiedsbrief veröffentlicht

Open Office: Mitarbeiter laufen scharenweise davon

Wie geht es weiter mit der freien Bürosoftware Open Office? Nachdem die Open Office-Community angekündigt hat, das Programm unter dem Namen Libre Office weiterzuführen, haben nun 33 deutsche Mitarbeiter ihren Rückzug von der Bürosoftware angekündigt. Hauptsponsor Oracle will an Libre Office nicht mitarbeiten und betreibt Open Office weiter.

Die Document Foundation führt Open Office unter den Namen Libre Office weiter. Bild: The Document Foundation
Die Document Foundation führt Open Office unter den Namen Libre Office weiter. Bild: The Document Foundation

Von einem "Interessenkonflikt" ist die Rede in dem Abschiedsbrief der insgesamt 33 ehrenamtlichen deutschen Entwickler, die Open Office Ade sagen. Dieser Konflikt besteht zwischen verantwortlichen Mitarbeitern, die etwas ändern wollen und dem Hauptsponsor von Open Office, Oracle. Oracle will die Bürosoftware dagegen wie bisher weiterführen und hatte verneint, an Libre Office mitzuarbeiten, dem Abspaltungsprojekt von Open Office. Libre Office wird von der Open Office-Community betrieben, die die "Document Foundation" gegründet hatte, um die Bürosoftware unabhängig von Oracle weiterentwickeln zu können. 

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In der Zukunft wollen man der "betreuten Software die Chance zu Entfaltung" geben, heißt es in dem Abschiedsschreiben. In den Bereichen der Dokumentation, Qualitätssicherung und Übersetzung, gemeinsamen Marketing-Anstrengungen, Organisation von Community-Events und Messeauftritten habe man Open Office zwar "gelungen" voran getrieben , aber "aller Zusammenarbeit und dem gemeinsamen Finden von Lösungen" seien "manchmal Grenzen gesetzt". Diese seien etwa dort zu suchen, "wo sich Ideen zur Weiterentwicklung der Arbeitsplattform, des Designs oder des Marketings nicht mit den Vorstellungen des Hauptsponsors decken oder aber einfach nicht angegangen oder umgesetzt werden können", weil keine Entscheidung getroffen worden sei. Das habe immer wieder zu "unnötigen Missverständnissen und Diskussion" geführt.

Unterzeichnet haben den Abschiedsbrief unter anderem die Co-Leads Marko Moeller und Jacqueline Rahemipour und weitere zentrale Ansprechpartner der veschiedenen Arbeitsbereiche von Open Office. Sie alle werden sich künftig für die Document Foundation engagieren und "in diesem Rahmen LibreOffice gemeinsam entwickeln und fördern". Zu den Unterstützern der Foundation gehören unter anderem Länder wie Russland oder auch China, die das Open Office Document (ODF) vorantreiben wollen und Unternehmen wie Google und der Linux-Spezialist Red Hat.

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