Angriff des Klonkriegers

Im Test: Star Wars: The Force Unleashed 2

Machtmissbrauch zahlt sich aus: Das "Star Wars"-Actionspiel "The Force Unleashed" verkaufte sich seit seiner Veröffentlichung 2008 über sieben Millionen Mal. Ein Überraschungserfolg, standen doch nicht Fan-Lieblinge wie Han Solo, Luke Skywalker oder Obi Wan Kenobi im Mittelpunkt, sondern ein Schüler des asthmatischen "Star Wars"-Fieslings Darth Vader. Dass der Lehrling sein Leben am Ende für die gute Sache gab, hinderte Entwickler LucasArts nicht daran, einen Nachfolger zu programmieren. In "The Force Unleashed 2" lassen sie einfach einen Klon jenes berüchtigten Starkillers den Aufstand proben.

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Star Wars: The Force Unleashed 2 - Snow TV-Spot: In Star Wars: The Force Unleased 2 steuert der Spiele Starkiller, den Lehrling Darth Vaders, auf der Suche nach seiner Geliebten Juno Eclipse. Dabei lehnt er sich gegen seinen Meister auf und es ist die Wahl des Spielers, ob er die helle oder dunkle Seite der Macht wählt. Zum Video: Star Wars: The Force Unleashed 2 - Snow TV-Spot

Es ist eine verwegene Geschichte, die sich die Macher da einfallen haben lassen - nicht immer ganz nachvollziehbar und auch nicht annähernd so bedeutungsvoll wie noch im Vorgänger, aber zumindest vom "Star Wars"-Schöpfer George Lucas abgesegnet, zwischen den Kinoepisoden drei und vier angesiedelt und filmreif inszeniert. Nachdem der Klonkrieger in einer Vision gesehen hat, was mit seinem Vorgänger geschah, flieht er in einer spektakulären Eröffnung aus seinem Gefängnis auf dem Planeten Kamino und sucht fortan die Liebe seines vergangenen Lebens.

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So viel darf verraten werden: Seine Reise wird den Klonkrieger später auf die Wasserwelt zurückführen, wo er sich nach zähem Kräftemessen mit Darth Vader für die helle oder dunkle Seite der Macht entscheiden soll - und nur der Hang zum Bösen das Geheimnis seiner Existenz lüftet.

Doch bis es so weit ist, darf in erster Linie gestaunt werden. In erster Linie aufgrund der spielerischen Möglichkeiten, die die Macht bietet. Dank der ominösen Kraft können Gegenstände und Gegner nach Belieben durch die Luft gewirbelt, gewaltige Kampfroboter mit Blitzen geröstet oder herandüsende TIE-Fighter buchstäblich zusammengefaltet werden.

Um die zahlreichen und ausbaufähigen Tricks zusammen mit den Lichtschwertkämpfen so eindrucksvoll wie möglich in Szene zu setzen, haben die Entwickler von LucasArts gleich mehrere aufwendige Technologien mit Namen wie "Havok", "Digital Molecular Matter Engine" oder "Euphoria" in einen Programmiertopf geschmissen. Das Ergebnis überzeugt - vor allem, weil im Vergleich zum Vorgänger Steuerung und Kamera leicht zu bändigen sind.

Noch beeindruckender: Am Ende eines der an echten Höhepunkten nicht gerade reichen Kapitel muss Starkiller etwa ein gewaltiges Urvieh in der Arena einer fliegenden Stadt besiegen. Der in mehrere Abschnitte unterteilte Kampf mit dem Gorog nimmt alleine eine gefühlte halbe Stunde in Anspruch und gipfelt in einer Sequenz des freien Falls, in der der Held einen Jedi-General aus den Klauen des Ungetüms befreien muss, ehe man am Boden zerschellt.

Im späteren Verlauf kommt es noch zu anderen packenden, im Verhältnis zu den Filmen aber geradezu absurden Machtdemonstrationen - etwa wenn Starkiller erst einen Sternenzerstörer mit einer einzigen Macht-Salve zerlegt oder einem abstürzenden Raumkreuzer den Weg zum Ziel freiräumt.

Für den nicht allzu fordernden Schwierigkeitsgrad, vor allem in den von Reaktionstests durchsetzten Bossduellen, entschädigen jedoch die erstklassigen Zwischensequenzen, die die Geschichte vorantreiben - auch wenn die Übergänge etwas holprig wirken. Und wie die Filme von George Lucas gönnt auch "The Force Unleashed 2" dem Spieler kaum eine Atempause. Hätte er die, würden ihm vermutlich das streng lineare und rätselarme Gameplay sowie die kleineren technischen Makel auffallen, die im Effektgewitter jedoch völlig untergehen.

Wer jedoch genau hinschaut, erkennt gelegentliche Pop-Up-Effekte, kleine Ruckler und sogenanntes Tearing (Zeilenverschiebung) - und ärgert sich über so manchen lieblos gestalteten Korridor des Rebellenkreuzers Salvation, auf dem man viel Zeit verbringt.

Apropos: Die Spieldauer ist nicht gerade üppig. Nach fünf Stunden dürfte man eines der beiden Enden zu Gesicht bekommen. Danach warten allenfalls noch ein Dutzend Sonderherausforderungen, die das Programm mit neuen Kostümen und Comic-Filmchen belohnt. Zu wenig, um dem Vorgänger gerecht zu werden oder ihn gar zu übertrumpfen.

Im Test: Star Wars: The Force Unleashed 2

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Über jeden Zweifel erhaben ist jedoch die Sounduntermalung. Während der rege Machteinsatz die Bassboxen fordert und Lichtschwerter im Akkord brummen, sorgen im Hintergrund die für "Star Wars" üblichen Orchester-Kompositionen nach wie vor für Gänsehaut. Hinzu kommen professionelle Synchronsprecher, die ihren Charakteren echte Tiefe verleihen. Nur beim Kurzbesuch auf dem Sumpfplaneten Dagobah kann man sich das Lachen nicht verkneifen. Yedi-Meister Yoda verkommt zur Witzfigur.

Datenblatt

Star Wars: The Force Unleashed 2
SpielnameStar Wars: The Force Unleashed 2
HerstellerLucasArts
VertriebActivision Blizzard
GenreAction-Adventure
Erhältlich ab28.10.2010
Preisca. 60 Euro
EAN Code0023272009885
SchwierigkeitFür Fortgeschrittene
Alterab 16 Jahren
Multiplayernein
Sonstiges 
Bewertung Grafiksehr gut
Bewertung Steuerungsehr gut
Bewertung Soundsehr gut
Bewertung Spielspassgut
Bewertung Gesamtgut
SystemPlayStation3
SystemXbox 360
SystemNintendo DS
SystemPSP
SystemWii

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