Lesen auf eigene Gefahr
Verkehrte Netzwelt: Halloween für Gebührenzahler
Die Netzwelt-Redaktion taucht ein ins Reich der bösen Träume. Ein Mitarbeiter der GEZ ist vom vielen Gebühren-Eintreiben erkrankt und liegt seit 28 Tagen in der Klinik. Böse Träume verfolgen ihn. Achtung: Nichts für schwache Nerven. Lesen Sie auf eigene Gefahr.

Inhaltsverzeichnis
- 1Ein Ministerpräsident und ein Richter
- 2Der boshafte Richter
- 3Florian Silbereisen singt für die GEZ
- 4Flucht im schwarzen Audi
Seit 28 Tagen lege ich nun schon im Krankenhaus. Vollgepumpt mit Medikamenten gegen die Virusinfektion, fühle ich mich wie gerädert. Ich schlafe unruhig. Gerade bin ich mit klopfendem Herzen aus einem Traum hochgeschreckt. Mein Chef bei der GEZ, Abteilung Internet-PCs, rief mich und sagte, ich solle doch mal eine Präsentation ausarbeiten. Darstellen, warum die Rundfunkgebühr für Internet-PC so wichtig sei. Auf den Rundfunkgebührenstaatsvertrag hinweisen. Mit der Präsentation könnte ich dann durchs Land reisen und die Leute überzeugen. Vor allem die Freiberufler, Selbstständigen und den Mittelstand sollte ich ins Boot holen. Die müssten alle kapieren, dass die Gebührenpflicht für die Rechner im Büro eine feine Sache sei.
Ein Ministerpräsident und ein Richter
Freudig machte ich mich daran, die Präsentation auszuarbeiten. Später saß ich im Zug, es war dunkel draußen. Dann lief ich in einen Saal, um vor Hunderten von Leuten die Präsentation zu halten. Es war seltsam still, alle sahen unbeweglich nach vorne. Neben mir auf dem Podium saßen zwei Männer, die mir helfen sollten. Einer war Ministerpräsident. Der andere war ein Richter vom Bundesverwaltungsgericht. Sie klopften mir freundschaftlich auf die Schulter.
Ich begann mit der GEZ-Präsentation, vor mir eine missmutig schweigende Horde. Die starrten mich an, irgendwie konnte ich aber ihre Gesichter nicht richtig erkennen. Ich versuchte zuerst zu erklären, warum der PC ein neuartiges Rundfunkempfangsgerät ist. Dann erzählte ich, dass die Gebührenpflicht für neuartige Rundfunkempfangsgeräte schon seit vielen Jahren geplant worden sei und gut für uns alle. "Sie wollen doch auch, dass ARD und ZDF ihr Programm immer weiter verbessern und auch im Internet anbieten."
