Webprojekt erinnert an Country-Star
Johnny Cash: Fans können Musikvideo Frame für Frame gestalten
"Es gibt kein Grab, welches meinen Körper niederhalten kann", singt Johnny Cash auf seinem letzten Studioalbum "American VI: Ain't no grave", das Anfang 2010 sieben Jahre nach dem Tod des legendären Country-Sängers erschien. Und tatsächlich: ein Internet-Projekt hält die Erinnerung an Cash wach.
Auf der Webseite, die schlicht "The Johnny Cash Project" heißt, und passend zum auch als "Man in Black" bekannten Sänger ganz in schwarz gehalten ist, entsteht ein Musikvideo zum Titelsong des finalen Albums "Ain't no grave". Die Nutzer sind aufgefordert, ein Portrait von Cash zu zeichnen. Vorlagen bietet die Seite hierzu an. Aus den einzelnen Potraits entsteht dann Bild für Bild ein Clip. Nutzer können einzelne Bilder bewerten und es besteht die Möglichkeit das Video mit den bestbewerteten Portraits oder den ausgefallensten Bildern abspielen zu lassen. Ins Leben gerufen hat das Kunstprojekt Chris Milk, der von Rick Rubin mit der Produktion eines Musikvideos zu Ain't no grave beauftragt worden war.
Lebendiges Kunstwerk
Nun ist aus dem Clip ein lebendiges Kunstwerk geworden, denn der auf der Webseite zu sehende Clip ändert sich stets, wenn Nutzer neue Potraits des Man in Black hochladen. Dazu müssen sich die Nutzer einmalig registrieren. Ihre Namen tauchen am Ende des Clips zusätzlich in einem Abspann auf.
Milks Projekt erinnert ein wenig an andere Internet-Kunstprojekte, wie etwa die Aktion "Life in a Day" des Videoportals YouTube. Aus rund 80.000 Einsendungen will hier Hollywood-Regisseur Ridley Scott einen Dokumentarfilm in Spielfilmlänge schneiden, der einen Tag im Leben der YouTube-Community zeigt. Premiere feiern soll der Film im nächsten Jahr beim US-amerikanischen Sundance Film Festival. Im Gegensatz zum Life in Day Projekt wird das Johnny Cash Project ganz im Sinne des Titelsongs aber niemals abgeschlossen sein.

Die Videoplattform Youtube, die Filmemacher Ridley Scott und Kevin MacDonald rufen die Netzgemeinde auf, einen Tag in ihrem Leben per Kamera aufzunehmen. Daraus soll der erste von Nutzern gedrehte Dokumentarfilm in Spielfilmlänge entstehen.
Auf sein Filmexperiment "Life in a Day" hat das Videoportal YouTube 80.000 Einsendungen erhalten. Die Clips ergeben insgesammt 4.600 Stunden Filmmaterial, aus dem Hollywood-Regisseur Ridley Scott nun bis zum Sundance Film Festival 2011 einen Dokumentarfilm in Spielfilmlänge schneiden soll.
Heute Nacht feiert das YouTube-Projekt "Life in a Day" auf dem Sundance Film Festival Premiere. YouTube überträgt die Premiere als Lifestream. Eine Wiederholung wird am 28. Januar um 19 Uhr gezeigt.
Nach der erfolgreichen Premiere von "Life in a Day" auf dem Sundance Film Festival in den USA läuft der Youtube-Film nun auch in Deutschland an. Bis August ist der Streifen in rund 20 ausgewählten Kinos bundesweit zu sehen - danach erscheint er auf DVD.
YouTube startet ein eigenes Kurzfilm-Festival. Bis Ende März können begeisterte Filmemacher ihre Beiträge einsenden. Die besten zehn Videos werden bei den Filmfestspielen in Venedig präsentiert.
Cash Music soll Musikern eine Plattform mit Werkzeugen bieten, damit sie ihre Werke selbst vermarkten können. Mithilfe von Crowdfunding sollen die Funktionen weiter ausgebaut werden.
Hollywood-Star Asthon Kutcher ist ab Anfang Januar im Film jOBS zu sehen. Der Streifen über die prägenden Jahre im Leben des verstorbenen Apple-Gründers wird im Januar 2013 Premiere feiern. Nun sind erste offizielle Bilder zu sehen.




