Potentes Gegenmittel: Cowon J3 im Test

Bedienung

In nur vier Sekunden erwacht der J3 aus dem Tiefschlaf und ist einsatzbereit. Sofort fallen die gute Auflösung und die leuchtenden Farben des Displays auf - hier kann die AMOLED-Technik ihre Stärken voll ausspielen. Auch kleinere Schrift lässt sich dank der vergleichsweisen hohen Auflösung von 480 x 272 Bildpunkten gut entziffern.

Der Nutzer wird mit einem aufgeräumten Startbildschirm begrüßt, klare, mit Text unterlegte Symbole weisen den Weg zu den einzelnen Funktionen. Symbolsprache und Aufmachung des Menüs lehnen sich stark an aktuelle Smartphones an - einzelne Symbole lassen sich etwa auf eine zweite Startseite verschieben - daher dürften die wenigsten Nutzer Probleme bei der Bedienung haben. Manche Bildschirme sind jedoch aufgrund der Fülle an Informationen überfrachtet.

Eine kleine Besonderheit bietet der etwas zu fix reagierende Lagesensor, der nicht nur den Bildschirminhalt an die jeweilige Haltung des Players anpasst, sondern sogar die Schrift unterhalb der Programm-Icons. So viel Liebe zum Detail kennt man von bisherigen Playern der Koreaner nicht. Leider bleibt es auch beim J3 nicht aus, dass der Nutzer über nicht selbsterklärende Icons stolpert - dann hilft nur Ausprobieren. Wünschenswert wären zudem separate Navigationstasten für das Menü, etwa unterhalb des Displays, wo genügend Platz dafür ist, gewesen.

Den Cowon J3 gibt es ab sofort im Handel. Die günstigste Variante mit einem acht Gigabyte großen Speicher kostet 179 Euro. (Bild: Hersteller)
Den Cowon J3 gibt es ab sofort im Handel. Die günstigste Variante mit einem acht Gigabyte großen Speicher kostet 179 Euro. (Bild: Hersteller)
Werbung

Klang

Der Cowon J3 kommt wie die übrigen MP3-Player von Cowon mit den meisten Audio-Formaten zurecht. Lästiges Konvertieren entfällt somit. Als einer von ganz wenigen portablen Geräten kommt er auch mit Gapless Playback, der kontinuierlichen Musikwiedergabe ohne Unterbrechung zwischen einzelnen Titel, zurecht. Neben dem obligatorischen MP3-Format kann das Testgerät auch WMA-, FLAC-, OGG, APE- und WAV-Musik wiedergeben. Auch beim Abspielen von Titeln mit dem Kopierschutz DRM10, den viele legale Download-Portale verwenden, gibt es im Test keine Probleme.

Die im Lieferumfang enthaltenen Kopfhörer erfüllen ihren Zweck, sollten aber dringend gegen ein höherwertiges Exemplar ausgetauscht werden, denn erst dann kann der J3 seine volle Klangpower standesgemäß entfalten. Netzwelt verwendete für diesen Test die Shure E500PTH In-Ear-Kopfhörer.

Bereits in der Grundeinstellung, mit deaktivierten Klangpolierern, gibt der kompakte Unterhaltungskünstler einen lupenreinen Klang ab, dem es jedoch ein wenig an Durchschlagskraft und Brillanz fehlt. Dem kann der Nutzer entgegenwirken, indem er einen der vielen Klangverbesserer aktiviert.

35 voreingestellte Equalizer-Presets, darunter gleich vier vom Nutzer frei konfigurierbare Klangfelder, geben enormen Spielraum für den eigenen Lieblingsklang. Unter den Einstellmöglichkeiten finden sich auch die von anderen Cowon-Playern bekannten Effekte BBE+ und JetEffect 3.0, die genau wie bei den anderen von netzwelt getesteten Cowon-Playern auch beim J3 eine reife Leistung abliefern. Kurzum: Einen solchen Sound, wie ihn der J3 auf die Kopfhörer holt, liefert derzeit definitiv kein Smartphone oder Musik-Handy ab.

Links zum Thema


Alle netzwelt-Specials

Hintergrundwissen Android-Handys Der große Update-Fahrplan

Auf dem Markt gibt es zahlreiche Android-Smartphones. Nicht alle nutzen aber eine aktuelle Version des freien Betriebssystems. Für welche...

Filesharing Drohbrief The Pirate Bay flieht aus Schweden

The Pirate Bay wird mit seinen Daten aus Schweden fliehen. Der Grund dafür ist ein Drohbrief der Unterhaltungsindustrie gegen die schwedische...



Forum