Proview will klagen
Markenrecht: Apple droht iPad-Streit in China
Apple steht ein Rechtsstreit um die Markenrechte für den Namen iPad ins Haus. Einem Bericht der chinesischen Nachrichtenagentur Xinhua zufolge droht der finanziell angeschlagene taiwanische Hersteller Proview mit Klage, wenn Apple seinen Tablet-Computer in China weiterhin unter dem Namen iPad vertreibt.
Einem Bericht der Wirtschaftszeitung Financial Times zufolge habe sich Proview zwischen 2002 und 2004 die Markenrechte am Namen iPad unter anderem in Europa, China, Mexico, Südkorea und weiteren Staaten gesichert. Einen Teil der Rechte habe das Unternehmen 2006 an eine Firma namens IP Application Development (IPAD) für die Summe von rund 55.000 US-Dollar abgetreten. Proview wusste zu diesem Zeitpunkt nicht, dass die Firma anscheinend mit Apple in Verbindung steht. Das Abkommen habe zudem nicht die Rechte für den chinesischen Markt enthalten. Nun droht Apple eine Schadensersatzklage in Höhe von 1,5 Milliarden US-Dollar. "Es ist arrogant von Apple unsere Rechte zu ignorieren und das iPad einfach hier in China zu verkaufen und wir werden dagegen vorgehen", erklärte der Aufsichtsratsvorsitzende Yang Rongshan gegenüber der Financial Times.
iPad in China seit September erhältlich
Zu den Vorwürfen hat sich der Hersteller bislang nicht geäußert. Apples Tablet-Computer iPad ist in China erst seit dem 17. September offiziell erhältlich. Allerdings nur in der WLAN-Variante. Die Preise für den Flachcomputer liegen im Reich der Mitte je nach Ausstattung zwischen 4.000 Yuan (circa 400 Euro) und 5.600 Yuan (circa 600 Euro). Weltweit hat der Hersteller im zurückliegenden Quartal rund 4 Millionen seiner Tablet-Computer verkauft.
Der Flachcomputer ist nach dem Mobiltelefon iPhone und dem MP3-Player iPod das dritte erfolgreiche mobile Endgerät des Herstellers aus Cupertino. Trotz steigender Konkurrenz glaubt Apple sich auch weiterhin im Tablet-Bereich behaupten zu können. Apple-Chef Steve Jobs hatte unlängst die Geräte der Konkurrenz als Totgeburten bezeichnet, da ein 7 Zoll Display einfach zu klein sei.


Ein iPad-Fan erhält von Apple eine Entschädigung in Höhe von umgerechnet 2.100 Euro. Der 27-Jährige war bei Tumulten zum Verkaufsstart des zweiten Tablet-PC-Modells von Apple in China verletzt worden.
Ein chinesisches Gericht hat Apple für schuldig befunden, mit dem iPad bestehende Markenrechte zu verletzen. Eine Einigung mit Rechteinhaber Proview Technology könnte nun teuer werden.
Dem iPhone und dem iPad droht in Deutschland ein Verkaufsverbot. Das Landgericht Mannheim hat den Hersteller aus Cupertino für schuldig befunden, ein Patent von Motorola zu verletzen.
Der Streit um die Markenrechte am Namen "iPad" in China geht weiter. Nun hat Apple Proview Technology mit einer Klage wegen Diffamierung gedroht. In Shanghai droht Apple indes ein Verkaufsverbot.
Apples neuer Chef Tim Cook besucht China. Der iPhone-Hersteller hat hier mit zahlreichen Problemen zu kämpfen, die offenbar in Gesprächen mit Regierungsvertretern gelöst werden sollen.
Treffen in China: Tim Cook hat sich mit Vize-Premier Li getroffen. Den Apple-CEO interessierte vor allem das Thema geistiges Eigentum. Li wiederum sprach die Arbeitsbedingungen bei Apple-Zulieferern an.
Apple muss dem taiwanischen Hersteller Proview 60 Millionen US-Dollar Schadensersatz bezahlen, darf nun aber seinen Tablet-PC iPad in China weiterhin unter diesen Namen vermarkten.




