Samsung LE 40 C 750: Günstiger 3D-Fernseher von Samsung im Test
Handhabung

Netzwelt hat schon benutzerfreundlichere Fernseher gesehen: Beim Digitalempfang muss man selbst Ordnung schaffen, indem man eine Favoritenliste anlegt - das ist mühsam und kostet Zeit. Die Stationsliste ist nur alphabetisch sortiert und wirkt aufgrund der verschlüsselten Sender unübersichtlich.

Minuspunkte verbucht auch die automatische Formatumschaltung bei analogem Empfang: Sie verzerrt 4:3-Sendungen auf die gesamte Bildschirmbreite, statt sie mit seitlichen Balken darzustellen. Alles im allem bekleckert sich der Samsung in puncto Bedienungskomfort nicht gerade mit Ruhm.
Sehtest Standardsignale
Nach wenigen Minuten ist klar, welche Voreinstellung die beste ist: "Film". Nur hier zeigt der Koreaner passable Farben und einen ordentlichen Kontrast. In allen anderen Modi wirkt das Bild zu blaustichig. Die Farbwiedergabe wirkt insgesamt zwar glaubwürdig, doch im Vergleich zu farbneutralen Testmonitoren treten besonders in Schwarz-Weiß-Filmen Abweichungen auf: Hellste Bereiche weisen einen Rosastich auf, weil die Farbtemperatur mit 5.900 Kelvin statt 6.500 Kelvin zu niedrig liegt. Auf der anderen Seite sehen dunkle Motive zu bläulich-violett aus. Das analoge Fernsehbild rauscht selbst bei abgeschalteten Filtern kaum, weist allerdings zu wenig Feinzeichnung auf. Letztere ist beim digitalen Kabelbild vorbildlich, wenn man mit dem entsprechenden Regler etwas Schärfe rausnimmt.
Bildqualität bei HDTV- und 3D-Signalen
Der vermutlich größte Kaufanreiz: 3D. Dreidimensionale Fotos und Videospiele machen auf Anhieb Laune, auch wenn das Sehen wegen der oft fehlerhaften Raumabbildung die Augen anstrengt und 50-Hertz-Material gerne mal stottert. Handelt es sich jedoch um echtes 3D-Material, sieht das Ergebnis umwerfend aus.
Im alltäglichen HDTV-Betrieb glänzt der LE 40 C 750 mit einer präzisen Feinzeichnung und einem hohen Kontrast. Die zahlreichen dunklen Szenen auf der "Krabat"-Blu-ray meistert er dank des satten und gleichmäßigen, wenn auch leicht bläulichen Restlichts gut. Kritik erntet jedoch die 24p-Darstellung: Ohne Bewegungsverbesserung stottern die Ornamente im Intro der Bond-Blu-ray "Casino Royale" mit 3:2-Pulldown-Artefakten. Dieses Manko lässt sich aber mit einer leichten Filmglättung beheben, was allerdings ein anderes Problem aufwirft: Rauschsäume an schnellen Objekten.
Dunkle, kontrastarme Motive verschmieren trotz Bewegungsverbesserung auch weiterhin. Die netzwelt-Testbilder zeigen zudem, dass die Farbpegel mit 24p-HDMI-YCbCr-Signalen nicht stimmen: Grün wirkt zu hell, Rot zu dunkel. Wenn man auf den RGB-Farbraum umschaltet, stimmen die Farben. Voraussetzung dafür ist jedoch ein Blu-ray-Player, der diese Umschaltung auch erlaubt.
Fazit
Für wen Schwächen bei der Bewegungsschärfe, der 24p-Widergabe und in der Bedienung ein Unding sind, sollte über einen anderen Fernseher nachdenken. Wer jedoch den preiswerten Einstieg in die 3D-Welt sucht und zudem Multimediafunktionen für unverzichtbar hält, liegt beim Samsung LE 40 C 750 goldrichtig. Im Netz geht das Modell bei einschlägigen Anbietern bereits für knapp über 800 Euro über die virtuelle Ladentheke - günstiger kommt man derzeit nicht an einen 3D-fähigen Markenfernseher.
