Keine Gefährdung für die Bevölkerung
Verbindungsprobleme: US-Armee verliert Kontakt zu Atomraketen
Auch eine der schlagkräftigsten Armeen der Welt bleibt nicht vor technischen Problemen verschont. Die US-Armee musste nun einräumen am vergangenen Samstag, 23. Oktober, zeitweise die Kontrolle über rund 50 Atomraketen verloren zu haben. Eine Gefahr für die Öffentlichkeit habe aber zu keiner Zeit bestanden, teilte das US-Verteidigungsministerium mit.

Der Vorfall ereignete sich auf dem Luftwaffenstützpunkt F.E. Warren Air Force Base in der Nähe von Cheyenne im Bundesstaat Wyoming. Nach Angaben eines Luftwaffensprechers habe für rund 45 Minuten kein Kontakt zu 50 der insgesamt 450 auf der Basis stationierten Atomraketen bestanden. Die Ursache für das Problem sei noch nicht völlig geklärt. Es gebe aber keine Anzeichen für eine Manipulation des Systems durch Dritte. Das habe eine stundenlange Untersuchung der Raketen auf ihre physische Unversehrtheit ergeben. Präsident Barack Obama sei über dem Vorfall informiert gewesen, teilte das Militär mit.
Betroffen waren Interkontinental-Raketen
Bei den betroffenen Raketen handelt es sich um Interkontinental-Raketen vom Typ Minuteman III. Diese können bis zu drei Sprengköpfe rund 13.000 Kilometer weit transportieren. Die Startzeit liegt dabei lediglich bei einer Minute. Dieser Raketentyp befindet sich seit den 60er, 70er Jahren im Besitz des US-Militärs und ist eine Weiterentwicklung früherer Atomraketen. Insgesamt besitzt die US-Armee hiervon rund 1.000 Stück, die auf vier Luftwaffenbasen verteilt sind.
Den Abschuss kann nur der Präsident einleiten. Im Falle eines Kommunikationsproblems, wie es nun in Wyoming aufgetreten ist, geht die Kontrolle über die Raketen automatisch an die auf der Luftwaffenbasis stationierten Soldaten über. Die auf Order des Präsidenten ebenfalls einen Start einleiten können. Die US-Armee ist nicht die einzige High-Tech Einrichtung, die von technischen Problemen heimgesucht wurde. Zuletzt waren auf der Internationalen Raumstation ISS zahlreiche Probleme mit dem Kühlsystem und bei der Abreise der Astronauten aufgetreten.

Unglaublich! :eek: