Bericht: Mozilla, Adobe und Co. erteilen Apples Mac App Store eine Absage

Intensivere Kontrolle

Ob die altbekannten Installationsanwendungen aber ganz verschwinden ist noch nicht klar - zumindest hat Apple diese noch nicht in den Regularien für den Mac App Store verboten. Dafür zieht der Konzern mit dem angebissenen Apfel im Logo die Zügel für die Entwickler von Mac-Programmen in allen anderen Bereichen noch stärker an, als es schon mit den Regularien für iOS-Apps der Fall war: Wie gewohnt müssen Hersteller von Programmen vor der Bereitstellung im Mac App Store diese bei Apple einreichen und überprüfen lassen - und sollten diese auf den ersten Blick aus erotischen oder gewaltverherrlichenden Inhalten bestehen, fällt die Anwendung durch die Prüfung. Nicht zugelassen sind laut Apple auch solche Inhalte, die den Tabak- und Alkoholkonsum fördern, verherrlichen oder auch nur sehr lange und ausschweifend darstellen.

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Neben den Regeln für die Inhalte gibt es aber auch sehr viele technische Vorgaben: Apple möchte keinerlei Anwendung im Mac App Store sehen, die auf die beliebte Programmiersprache Java oder Rosetta setzen - wohl gemerkt stammt letzteres von Apple selbst und Java ist einer der Industriestandards für Anwendungen, die sich zwischen Windows-, Linux- und Mac-Systemen austauschen lassen.

Ein Programm darf nur mit der XCode-IDE erstellt und nicht schon im Beta-Status zum Mac App Store eingereicht werden. Auch für Demos ist der Weg versperrt. Sobald eine Software Erweiterungen für den Kernel von Mac OS X beinhaltet, ist auch sie nicht für den Mac App Store geeignet - und damit fällt praktisch jede Virtualisierungssoftware, auch sehr bekannte Programme wie Oracle VirtualBox oder Parallels Desktop for Mac, fallen durch das Raster. Damit ist der Mac App Store für den Vertrieb von Geschäftsanwendungen nur noch bedingt interessant.

Die unverständlichste Regel, die sich Apple aber ausgedacht hat, ist das Verbot einer internen Updatefunktion: Es ist den Programmen untersagt, Komponenten nachträglich aus dem Internet herunterzuladen - und das gilt auch für Sicherheits- und Funktionsaktualisierungen. Die Entwickler sollen sich dagegen auf die Möglichkeit verlassen, dass der Anwender durch den Mac App Store selbst über eine neue Version seiner Anwendungen informiert wird und diese direkt über das Apple-Programm aktualisiert.

Genauso verboten sind Programme, die automatisch bei der Installation ein Symbol im Dock ablegen oder Produkten von Apple selbst zu ähnlich sind - damit ist unklar, ob überhaupt eine andere Office-Suite neben iWork zugelassen wird. Apple facht mit dieser Regelung außerdem eine Diskussion um alternative Browser, wie schon beim iOS, an.

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