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Samsung PS-63 C 7790: Gigantisch großer 3D-Plasma-TV im Test
159 Zentimeter Bildschirmdiagonale

von Florian Friedrich Uhr veröffentlicht

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Heimcineasten aller Länder, vereinigt euch - dies könnte euer nächster Fernseher sein. 63 Zoll klingen für Großbildfans extrem verlockend, und Plasma-Fernseher versprechen ein besonders natürlich wirkendes Bild und einen hohen Kontrast. Ob der Samsung PS-63 C 7790 auch hält, was er verspricht, zeigt der ausführliche netzwelt-Test.

Heimcineasten aller Länder, vereinigt euch - dies könnte euer nächster Fernseher sein. 63 Zoll klingen für Großbildfans extrem verlockend, und Plasma-Fernseher versprechen ein besonders natürlich wirkendes Bild und einen hohen Kontrast. Noch dazu ist der Samsung-Fernsger 3D-fähig.

Edles, puristisches Design, geringe Tiefe von nur 3,6 Zentimeter: Der PS-63 C 7790 gibt sich als waschechter Samsung-Fernseher zu erkennen.

Preisgestaltung

Der Samsung ist ein vollwertiger Fernseher und kein reines Heimkinodisplay, wie man auf den ersten Blick vielleicht vermuten könnte. Die vom Hersteller geforderten 3.500 Euro scheinen gar nicht mal so viel Geld zu sein, wenn man das Riesendisplay und den ungeheuren Funktionsumfang betrachtet, zumal man den 63-Zöller schon kurz nach Markteinführung für unter 3.000 Euro im Internet finden kann.

Allerdings sind im Lieferumfang keine Shutterbrillen enthalten, die zum 3D-Konsum unerlässlich sind. Diese kosten pro Stück rund 90 Euro und kommen gerade mehrköpfige Großfamilien teuer zu stehen. Und einen 3D-fähigen Blu-ray-Player braucht man ja auch noch.

Ausstattung

Settop-Boxen brauchen sich Besitzer dieses Fernsehers nicht anzuschaffen, da der Samsung über einen Universaltuner verfügt. Der HDTV-Satellitentuner beherrscht USALS und DiSEqC.1.2-Protokolle, was sogar die Steuerung von drehbaren Motorantennen ermöglicht. HD+-Module steckt man einfach in den Ci+-Schacht, so dass man mit entsprechender Smartcard die HD-Varianten von Sat1, RTL, ProSieben, Kabel1 und Vox genießen kann.

Auch Aufnahme auf USB ist möglich, digitale TV-Signale können auf einer externen Festplatte oder einem Stick aufgezeichnet werden. Die Aufnahmen sind allerdings geschützt und können nur auf diesem Fernseher wiedergegeben werden. Doch das ist noch lange nicht alles, denn auch die Wiedergabe zahlreicher Audio- und Videodateien vom PC ist möglich. Diese lassen sich entweder direkt vom USB-Stick oder über das Netzwerk via Streaming abspielen. Wer es drahtlos liebt, kann sich für 100 Euro auch einen WLAN-Adapter anschaffen.

Natürlich kann der 63-Zöller auch ins Internet, wo Samsung diverse Netzdienste wie zum Beispiel YouTube-Videos oder Google Maps zur Verfügung stellt. Auch an Bildregler haben die Entwickler gedacht, etwa an einen besonders präzisen Farbbalance-Regler für zehn Helligkeitsbereiche oder einen einstellbaren Farbumfang. Die eingebauten Lautsprecher klingen in jeder Situation annehmbar, in stiller Umgebung fällt jedoch das Sirren der Elektronik unangenehm auf.

Handhabung

Mithilfe des Ersteinrichtungsmenüs namens "Plug & Play" sind Sendersuchlauf und Installation ein Kinderspiel. Lob auch für das Menü, das sehr ansehnlich und übersichtlich wirkt. Fernbedienungsbefehle werden zudem erfreulich schnell umgesetzt. Die Fernbedienung selbst liegt perfekt in der Hand und hinterlässt mit ihren flachen, beleuchteten Tasten einen sehr hochwertigen Eindruck. Allerdings ist das Tastenfeld zu schwach gegliedert, so dass man sich damit schwertut, bestimmte Funktionen blind zu finden. Aber das ist Jammern auf hohem Niveau.

Die Verwaltung der Sender klappt bei Sat-Empfang hervorragend, wo die Senderliste sinnvoll vorsortiert ist und zudem über einen Sortierfilter verfügt. Die alphabetische Anordnung versteckt sich jedoch in einem Untermenü. Beim digitalen Kabelempfang landen hingegen alle Sender - Pay-TV inbegriffen - in alphabetischer Reihenfolge in einer Liste.

Sehtest Standardsignale

Auch wenn Plasma-Fernseher im Vergleich mit LCD-TVs über weniger Leuchtkraft verfügen, macht sich der Samsung auch bei moderatem Tageslicht erstaunlich gut. Das liegt vor allem an der superben Vergütung des Bildschirms, der auftreffendes Licht gut wegsteckt und kaum spiegelt. Gemessen an seiner Größe ist der Stromverbrauch von 320 Watt nicht so skandalös hoch, wie netzwelt vermutet hatte.

Als beste Voreinstellung bei Standardsignalen entpuppt sich der AV-Modus "Film", der ausgeglichene Farben und natürliche Bilder zeigt. Grundsätzlich sollte man sich auf einem Riesenschirm weder DVB-T noch verrauschte analoge Kabelsignale antun, da hier jede Signalschwäche schonungslos offenbart wird. TV-Bilder über Satellit oder Digitalkabel erscheinen hingegen mit optimaler Feinzeichnung auf dem Display.

576i-Videosignale über HDMI bereitet der Südkoreaner sauber auf. Netzwelt empfiehlt trotzdem, DVDs lieber in hochskalierter Form in 1080p zuzuspielen, weil das Bild dann wesentlich feiner wirkt. Schwächen des Videosignals kaschiert der 63-Zöller mit einem leichten Bildrauschen, der recht dunklen Gamma-Charakteristik von 2,4 und seinem großen Blickwinkel geschickt. Auch die Bewegungsschärfe bei DVDs überzeugt - Kameraschwenks verwischen nicht. Lediglich bei 50-Hertz-Material wie zum Beispiel Fußballspielen treten gelegentlich Doppelkonturen auf. Die für Plasmas typischen Artefakte beobachtet netzwelt kaum, was einmal mehr für den Samsung spricht.

HDTV-Bildqualität

Bei Blu-rays läuft der PS-63 C 7790 erwartungsgemäß zur Hochform auf. Die Darstellung von Details gelingt dank des riesigen Bildes wesentlich entspannter als wie bei kleinen Fernsehern. Schnell wird deutlich, dass die Bildverarbeitung keine Details verschluckt und feinste Pixelmuster ohne Kontrastverlust oder Einfärbungen darstellt. Auch die Farben zeichnen sich durch eine hohe Neutralität aus und brauchen sich vor keinem anderen Fernseher zu verstecken.

Spielt man hingegen 24p-Signale zu, macht sich ein unerwartetes Problem bemerkbar: Im YCbCr-Farbraum treten fehlerhafte Farben auf - Grüntöne wirken zu intensiv, Rottöne hingegen zu flau. Der Fehler lässt sich zwar mittels Farbmanagement minimieren, aber man muss sich schon sehr gut auskennen, um das hinzubekommen. Deswegen empfiehlt netzwelt eine elegantere und einfachere Lösung: Blu-ray-Player mit umschaltbarem HDMI-Farbraum. Auf diese Weise erspart man sich die komplizierte Justierung. Obwohl der 63-Zöller nur einen durchschnittlichen Im-Bild-Kontrast aufweist, gelingen ihm bei düsteren Filmen erstaunliche Ergebnisse. So wirkt das Schwarz in "Krabat" gleichmäßig und satt.

3D-Bild

Um ein optimales 3D-Bild zu erzielen, sollte man ein paar kleine Modifikationen vornehmen. Zunächst einmal sollte man - wie auch bei 2D - den "Film"-Modus wählen und der Kontrast sollte von 100 auf 80 abgesenkt werden, damit helle Bildbereiche nicht überstrahlen. Dann erscheint ein ausgewogenes Bild mit gleichmäßiger Farbbalance - auch dann, wenn man den Kopf bewegt, was zum Beispiel Sony-LCD-TVs mit schlechterer Bildqualität quittieren.

Negativ fällt hingegen die geringe Helligkeit auf, die auch schon bei den 3D-Plasmas von Panasonic auftrat. Die Helligkeit des Samsung beträgt im 3D-Modus nur noch 15 Prozent des ursprünglichen Wertes. Dennoch reicht die Helligkeit aus, um in dunkler Umgebung ein ausreichend sattes Bild zu ermöglichen. Nachteil an der Sache: Sobald Raumlicht auftritt, sieht das Bild saft- und kraftlos aus. Die Samsung-Shutterbrille sitzt sicher und bringt verhältnismäßig wenig Gewicht auf die Waage, seitlich einfallendes Licht wird von den schmalen Bügeln aber kaum abgehalten.

Typisch Samsung ist die Konvertierungsfunktion von 2D- in 3D-Material, die "normalen" Bildern eine verblüffende Räumlichkeit verleiht. Auf der anderen Seite hat die Konvertierung auch Nachteile, vor allem die häufigen Bildfehler, die das Auge verwirren, fallen unangenehm auf. Fehler dieser Art treten bei echtem 3D-Material - netzwelt sah sich die "Monster und Aliens"-3D-Blu-ray an - nicht auf. Die Tiefenwirkung wirkt jederzeit glaubwürdig, und auch die Anstrengung für die Augen hält sich in Grenzen.

Bei besonders kontrastreichen Motiven können gelegentlich Doppelkonturen auftauchen, die durch das Übersprechen zwischen den Teilbildern verursacht werden. Leichte Schwächen zeigt auch die Bewegungswiedergabe: Bei deaktivierter Glättung spielt der TV-Gigant 50-Hertz-Signale mit 60 Hertz ab, wodurch Objekte, die sich schnell und gleichmäßig bewegen, schnell stottern. Bei eingeschalteter Bewegungsglättung verschwindet das Ruckeln zwar, aber dafür ärgerte sich netzwelt dann über Artefakte in Form von Rauschsäumen. Das irreguläre Stottern tritt auch bei Spielfilmen auf, fällt dort aufgrund der niedrigeren Bewegungsauflösung aber kaum auf.

Fazit: Riesenspaß für Filmfreunde

Dieses TV-Monster wird Filmfreunden ein fettes Grinsen aufs Gesicht zaubern. Die Bilder, die es in dunkler Umgebung ins Heimkino zaubert, weisen eine hervorragende organische Gesamtwirkung mit nur wenigen digitalen Bildartefakten auf. Dafür sind 3.500 Euro wirklich nicht zu viel, zumal es den 3D-Plasma im Internet schon wesentlich preiswerter gibt. Da kann man beim hohen Stromverbrauch, der geringen Helligkeit und der fehlerhaften Farbmatrix bei YUV-24p schon mal ein Auge zudrücken.

Kommentare zu diesem Artikel

Heimcineasten aller Länder, vereinigt euch - dies könnte euer nächster Fernseher sein. 63 Zoll klingen für Großbildfans extrem verlockend, und Plasma-Fernseher versprechen ein besonders natürlich wirkendes Bild und einen hohen Kontrast. Ob der Samsung PS-63 C 7790 auch hält, was er verspricht, zeigt der ausführliche netzwelt-Test.

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  • Michael Knott schrieb Uhr
    AW: Samsung PS-63 C 7790: Gigantisch großer 3D-Plasma-TV im Test

    Also das finde ich schon dreist: dieser Test ist eine freche Kopie des Tests aus der Zeitschrft "Audiovision" 9/10. Ganze Passagen sind 1:1 kopiert worden, der Rest wurde nur umgestellt oder zumindest sinngemäß übernommen. Das finde ich schon wirklich schwach. Hallo HeWe, du hast recht, die Ähnlichkeiten zwischen beiden Texten lässt sich nicht abstreiten. Allerdings haben nicht wir das dreist übernommen - es handelt sich schlicht um einfach um den selben Autor der sowohl für netzwelt als auch, in diesem Fall, für die Audiovision tätig ist.. Manchmal werden Texte zweitverwertet - sprich - ein und der selbe Autor bietet seinen Text mehreren Publikationen an. Wir machen das in Ausnahmefällen wie diesem Riesen-Fernseher, weil der sonst per Spedition durch ganz Deutschland gekarrt werden müsste und der Aufwand einfach enorm wäre. Gerade für uns, als verlagsunabhängige Publikation würde das keinen Sinn ergeben. Viele Grüße aus der Redaktion Michael Knott
  • HeWe schrieb Uhr
    AW: Samsung PS-63 C 7790: Gigantisch großer 3D-Plasma-TV im Test

    Also das finde ich schon dreist: dieser Test ist eine freche Kopie des Tests aus der Zeitschrft "Audiovision" 9/10. Ganze Passagen sind 1:1 kopiert worden, der Rest wurde nur umgestellt oder zumindest sinngemäß übernommen. Das finde ich schon wirklich schwach.

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Samsung PS-63 C 7790: Gigantisch großer 3D-Plasma-TV im Test
Samsung PS-63 C 7790: Gigantisch großer 3D-Plasma-TV im Test
Riesig, einfach nur riesig: Satte 159 Zentimeter Bildschirmdiagonale bietet dieser Plasma-Fernseher von Panasonic. Und das beste ist: Er ist sogar 3D-fähig.
http://www.netzwelt.de/news/84459-samsung-ps-63-c-7790-gigantisch-gross-3d-plasma-tv-test.html
2010-11-18 16:40:25
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Samsung PS-63 C 7790: Gigantisch großer 3D-Plasma-TV im Test