Gespräche der vier großen Netzbetreiber

LTE-Ausbau: Mobilfunker wollen kooperieren

Schnelles Internet für ländliche Regionen: Beim LTE-Ausbau wollen Deutschlands große Netzbetreiber Telekom, O2 und Vodafone offenbar zusammenarbeiten. Das geht aus einem Medienbericht vor. Durch eine mögliche Kooperation könnten die Unternehmen viel Geld sparen.

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Mit LTE sind auch Videokonferenzen per Mobilfunknetz möglich. Nokia Siemens Networks zeigte eine LTE-Demo auf der CeBIT 2010. Bild: Zollondz
Mit LTE sind auch Videokonferenzen per Mobilfunknetz möglich. Nokia Siemens Networks zeigte eine LTE-Demo auf der CeBIT 2010. (Bild: netzwelt)

"Es wird möglicherweise zu Kooperationen kommen", sagte Telekom-Deutschlandchef Niek Jan van Damme der Financial Times Deutschland (FTD). Laut der Zeitung sind auch die Bundesnetzagentur sowie das Bundeskartellamt an den Diskussionen um den LTE-Ausbau beteiligt. Die zuständigen Behörden stellen sich einer Zusammenarbeit der Mobilfunker nicht in den Weg.

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Die Netzbetreiber Telekom, O2 und Vodafone hatten sich im Mai Frequenzblöcke für den LTE-Ausbau gesichert bei der Lizenzauktion der Bundesnetzagentur. Für den Ausbau des schnellen Mobilfunks sind dabei vor allem versteigerte Blöcke im 800 Megahertz-Bereich interessant, weil dort die Reichweite höher ist und weniger Sendemasten gebaut werden müssen. Die Bereiche wurden durch die Digitalisierung des Rundfunks frei. E-Plus ging bei der Versteigerung der LTE-relavanten Blöcke leer aus. 

Aufteilung der unterversorgten Regionen

Laut FTD könnten die Netzbetreiber zusammenarbeiten, indem sie sich untereinander über Ausbaugebiete informieren. Unterversorgte Regionen, in denen kein Breitbandinternet zur Vefügung steht und noch kein Unternehmen eine Versorgung anpeilt, sollen zwischen den Mobilfunk-Providern aufgeteilt werden. Das Zuteilungsverfahren wird von der Bundesnetzagentur und dem Bundeskartellamt kontrolliert.

Der schnelle Mobilfunkstandard LTE (Long Term Evolution) verspricht Datenübertragungen mit einer Geschwindigkeit von 150 Megabit pro Sekunde in einer Mobilfunkzelle und soll zunächst für den Breitband-Ausbau in unterversorgten Gebieten eingesetzt werden. Die Deutsche Telekom hatte in der Hansestadt Kyritz in Brandenburg im August dieses Jahres ihr erstes LTE-Netz in Betrieb genommen. Bis Ende 2010 will der Provider 500 weitere Orte mit dem schnellen Mobilfunk versorgen. Im nächsten Jahr sollen 1.000 weitere dazu kommen. Auch Vodafone und O2 haben den Ausbau mit LTE gestartet.

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