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Business-Netbook: Asus EeePC 1016P im Test
Mattes Display, Windows Professional und zusätzlicher Arbeitsspeicher

von Jan Johannsen Uhr veröffentlicht

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Im Geschäftsleben zählt auch der Eindruck: Da wirkt ein schlichtes, schwarzes Netbook seriöser als ein poppig buntes - dachte sich Asus und entwarf den EeePC 1016P hauptsächlich für Businesskunden. Das installierte Windows 7 Professional ist zudem für den Einsatz in Unternehmen konzipiert.

Bei dem erstmals speziell für Geschäftsleute gedachten EeePC 1016P verzichtet Asus auf das obligatorische Seashell-Design. Statt runder Konturen und bunten Farben dominieren klaren Kanten das schlichte, schwarze Gehäuse. Darüber hinaus bietet das Business-Netbook eine vollwertige Windows 7-Version, einen entspiegelten Bildschirm und einen größeren Arbeitsspeicher.

Mehr Arbeitsspeicher und ein vollständiges Betriebssystem

Asus verwendet beim EeePC 1016P einen matten 10,1 Zoll großen Bildschirm mit einer Auflösung von 1.024 x 600 Pixeln. Die entspiegelte Anzeige lässt sich auch über einen längeren Zeitraum und aus verschiedenen Blickwinkeln angenehm betrachten. Die kleine Auflösung sorgt mitunter für Probleme, wenn Programmfenster eine festgelegte Größe haben, die die 600 Bildpunkte des Monitors übersteigt und zum Beispiel Schaltflächen nicht zu erreichen sind.

Von dem auf zwei Gigabyte verdoppelten Arbeitsspeicher abgesehen enthält der EeePC 1016P Standard-Netbook-Technik: Intels Atom-Prozessor N455 mit einer Taktrate von 1,66 Gigahertz, der ebenfalls von Intel stammende Grafikchip GMA 3150 und eine 250 Gigabyte große Festplatte.

Diese Ausstattung reicht aber aus, um die für die Nutzung in Unternehmen gedachte Professional-Version von Windows 7 flüssig laufen zu lassen. Diese Variante des Betriebssystems bietet einen deutlich größeren Funktionsumfang als die sonst bei Netbooks übliche Starter-Edition.

Schwachstelle Trackpad

Die mit Aluminium verkleidete Handballenablage des EeePC 1016P erweist sich als groß genug, um bequem auf der Tastatur zu tippen. Diese fällt wie bei allen Netbooks kleiner aus als bei normalen Notebooks, aber immer noch groß genug um auf ihr schreiben zu können.

Die einzelnen Tasten, zwischen denen ausreichend großer Abstand besteht, weisen angenehme Anschläge auf und sind weder zu leicht- noch zu schwergängig. An das gelungene Tastatur-Layout müssen sich Umsteiger von herkömmlichen Tastaturen aber trotzdem erst einmal gewöhnen.

Asus EeePC 1016P im Test

Bild 1 von 7
Business-Netbook mit schlichtem, schwarzem Gehäuse.

Weniger überzeugend war der Eindruck, den das deutliche eingegrenzte Trackpad im Test hinterließ. Der Mauszeiger reagiert verzögert auf die Eingaben und bewegt sich nur träge über den Bildschirm. Asus verzichtet beim EeePC 1016P auf freistehende Trackpadtasten. Diese sind nur durch eine aufgemalte Linie von der berührungsempfindlichen Fläche abgetrennt.

So lassen sich die Trackpadtasten nicht präzise drücken. Zudem erfordern sie einen kraftvollen und sehr genauen Fingerdruck, damit sie eine Eingabe akzeptieren. Wie bei vielen anderen Netbooks erweist sich auch beim EeePC 1016P das Trackpad als Schwachstelle, obwohl dieses in der Praxis Dreh- und Angelpunkt für Nutzereingaben ist.

Akku, Lautstärke und Leistung

Der Sechs-Zellen-Akku des Asus EeePC 1016P verfügt nur über eine Kapazität von 4.400 Milliampere. Die mit dem Programm Battery Eater 2.70 gemessene Akkulaufzeit von 3:48 bis 5:43 Stunden - je nach Beanspruchung - fällt für Geschäftsreisende allerdings ungünstig kurz aus. Während der Mittagspause muss ihr Netbook an die Steckdose. Im Netzbetrieb verbraucht der EeePC 1016P zehn bis 15 Watt Strom. Lädt er gleichzeitig noch den Akku auf steigt die Leistungsaufnahme auf bis zu 43 Watt an.

Bei absoluter Stille ist die Geräuschentwicklung des Lüfters ganz leise zu hören, wenn der Nutzer vor dem EeePC 1016P sitzt. Bereits ein Gespräch oder Musik auf Zimmerlautstärke übertönen die Arbeitsgeräusche des Netbooks.

Keine Überraschung förderten die Leistungsmessung des Prozessors und der Festplatte zutage. Der EeePC 1016P erreichte bei Cinebench 11.5 mit 0,26 Punkten einen für Netbooks typischen Wert. In diesem Rahmen bewegen sich auch die Transferraten und die Zugriffszeit des Speichers.

Festplattengeschwindigkeit 250GB HDD (HD Tune)
MinimumMaximumDurchschnittZugriffszeit
36 MB/sek.78,1 MB/sek.61,4 MB/sek.18 ms

Die wichtigsten Schnittstellen und Standards

Asus stattet den EeePC 1016P mit allen nötigen Schnittstellen aus, verzichtet aber auf teure Multimedia-Standards. Drei USB-Anschlüsse bieten Platz für externe Geräte, über die VGA-Buchse überträgt das Netbook das Bild seiner Anzeige auf Beamer oder Monitore.

Ins Internet gelangt der EeePC 1016P per WLAN oder Netzwerkkabel. Bluetooth 3.0 dient zur drahtlosen Datenübertragung auf kurze Entfernungen. Anschlüsse für Mikrofon und Kopfhörer, eine Webcam und ein Kartenlesegeräte runden die Ausstattung ab.

Fazit: Das Design macht den Unterschied

Bei der Leistung unterscheidet sich der EeePC 1016P nicht merklich von anderen Netbooks. Er verfügt allerdings mit Windows 7 Professional über ein Betriebssystem mit größerem Funktionsumfang als das sonst übliche Windows 7 Starter. Für Geschäftsleute dürfte das schlichte, seriöse Design ebenfalls ein Pluspunkt gegenüber Geräten mit dem Seashell-Design darstellen. Als nachteilig könnte sich die Akkulaufzeit bei längeren Terminen oder Reisen erweisen, die Schwachstelle Trackpad findet sich dagegen auch bei vielen anderen Netbooks.

Die unverbindliche Preisempfehlung von Asus für den EeePC 1016P fällt mit 449 Euro vergleichsweise hoch aus. Auf den ersten Blick ähnlich ausgestattete Modelle sind schon für 349 Euro erhältlich - für den Großteil des Aufpreises dürften die Lizenzkosten für die Windows-Version verantwortlich sein. Im Internet bieten Händler das Netbook derzeit nur für ein paar Euro weniger an.

Verschnaufpausen kennt der Marktführer Asus nicht. Die Erfinder des Netbooks haben bereits die fünfte EeePC-Generation vorgestellt. Erstmals kommen dabei auch Prozessoren von AMD zum Einsatz. Ein neues Business-Netbook ist aber nicht angekündigt.

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Im Geschäftsleben zählt auch der Eindruck: Da wirkt ein schlichtes, schwarzes Netbook seriöser als ein poppig buntes - dachte sich Asus und entwarf den EeePC 1016P hauptsächlich für Businesskunden. Das installierte Windows 7 Professional ist zudem für den Einsatz in Unternehmen konzipiert.

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Business-Netbook: Asus EeePC 1016P im Test
Mit seinem ersten Business-Netbook, dem EeePC 1016P, wagt Asus einen Versuch. Kaufen sich Geschäftsleute einen Mini-Laptop, wenn das Design Seriösität ausstrahlt?
http://www.netzwelt.de/news/84389-business-netbook-asus-eeepc-1016p-test.html
2010-10-19 15:50:28
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Business-Netbook: Asus EeePC 1016P im Test