Office für Mac 2011 versus iWork 2009
Büro-Pakete für den Mac: Apple Numbers und Microsoft Excel im Vergleich
Mit der neuen Mac-Version von Excel bringt Microsoft viele Funktionen des Windows-Pendant auch auf Apple-Rechner. Exklusive Neuerungen sind nicht vorhanden. Netzwelt hat sich Excel für Mac 2011 angeschaut und mit dem Apple-Konkurrenzprodukt Numbers verglichen.

Inhaltsverzeichnis
- 1Bedingte Formatierungen
- 2Sparklines und Funktionsbrowser
- 3Makros wieder dabei
- 4Import/Export-Schnittstellen
- 5Fazit: Platzhirsch bleibt Platzhirsch
Wie bei den Textverarbeitungsprogrammen von Microsoft und Apple auf dem Mac, die netzwelt bereits testete, steht dem Excel-Anwender eine Auswahl an Vorlagen zur Verfügung. Wer schnell ein Dokument erstellen muss, kann in Excel für Mac 2011 aus 22 Dateien der Kategorien Zeitmanagement, Geschäftsdokumente, persönliche und geschäftliche Finanzen sowie Grafikvorlagen auswählen.
Apple Numbers bietet 27 Vorlagen aus den Bereichen persönliche Finanzen, privat, geschäftlich, Bildung. Im Vergleich zu den Vorlagen, die die Hersteller ihren Textverarbeitungsprogrammen spendieren, ist das insgesamt ungleich weniger.
Microsoft ergänzt seine Vorauswahl aber um Online-Ressourcen, die aus der Microsoft-Community stammen. Wer auf die Dateien zugreifen möchte, muss zunächst den Nutzungsbedingungen zustimmen. Das Unternehmen weist ausdrücklich darauf hin, dass es für mögliche Viren in den von Nutzern bereit gestellten Dateien keine Verantwortung übernimmt. Obwohl die Online-Vorlagen nur bedingt den Bedürfnissen eines jeden Anwenders entsprechen werden, lohnt sich ein Blick auf die Vorlagen. Denn meist lassen sich diese schnell anpassen.
Bedingte Formatierungen
Excel ist der Platzhirsch unter den Tabellenkalkulationen. Bereits in der Vorgängerversion auf dem Mac brachte das Programm umfang- und hilfreiche Funktionen mit. Vielleicht war das der Grund, warum Microsoft bei der neuen Version auf eine Anpassung an das Windows-Pendant bedacht war.
Neu sind etwa bedingte Formatierungen, über die sich Tabellen grafisch aufwerten lassen. Der Anwender kann etwa eine schnellere Übersicht über Verläufe erhalten, wenn er seine Tabelle in Form von Balken in den Ampelfarben auszeichnet. Wie üblich in Office 2011 für Mac geht der Zugriff schnell über die Multifunktionsleiste Ribbon von der Hand.
Apple Numbers bedingte Formatierungs-Funktion ist im Vergleich zu Excel wenig komfortabel. Angeboten werden ein gutes Dutzend an Regeln, die man auf Tabellenbereiche anwenden und diese entsprechend auszeichnen kann. Allerdings wirkt die Funktion lieblos aufgemacht, zudem fehlen Möglichkeiten zur verfeinerten Auszeichnung wie sie in Excel für Mac 2011 in Form von Farbbalken und weiteren Grafiken bereit stehen.
Büro-Pakete: Apple Numbers und Microsoft Excel im Vergleich
Vorlagen mit Zugriffsmöglichkeiten auf Online-Ressourcen: Dokumentenauswahl in Excel für Mac 2011. Bild: Screenshot
Im Vergleich zu den Textverarbeitungsprogrammen sind in der Tabellenkalkulations-Software weniger Vorlagen vorhanden. Hier Apple Numbers. Bild: Screenshot
Angenehm übersichtlich: Der Funktionsbrowser in Numbers. Bild: Screenshot
Sparklines zeigen in Excel für Mac 2011 Trendverläufe. Bild: Screenshot
Verbesserungswürdig: Das Menü zur bedingten Formatierung in Numbers. Bild: Screenshot
Sparklines für Trendverläufe
Neu in Excel für Mac 2011 sind Sparklines. Die Grafiken innerhalb einer Zelle erläutern Zahlentrends in Form von grafischen Verläufen. Sinnvoll ist der Einsatz der Sparklines sicherlich eher im geschäftlichen Bereich, etwa um den Verlauf von Aktienkursen oder Ausgaben anzuzeigen.
Sparklines sind einfach erstellt: Der Anwender startet die entsprechende Funktion per Menü- oder Ribbonleiste und wählt die Zahlenwerte, die er per Sparkline repräsentieren möchte sowie den Anzeigeort (etwa Spalte G, Zelle 14). Als Darstellungsmöglichkeiten stehen neben Kurven auch Balkendiagramme zur Verfügung (auch als Gewinne/Verluste-Verteilung). Die Anzeigeform lässt sich jederzeit ändern.
