Gründer Julian Assange darf nicht in Schweden bleiben

Wikileaks: Pentagon bereitet sich auf Irak-Veröffentlichung vor

Die Enthüllungsplattform Wikileaks steht laut einem Bericht des US-Magazins Wired vor der Veröffentlichung von rund 400.000 vertraulichen Dokumenten zum Krieg im Irak. Wikileaks-Gründer Julian Assange dementiert dies. Das Pentagon bereitet sich aber bereits mit einem Team von rund 120 Mitarbeitern auf die Veröffentlichung vor.

Noch befindet sich die Enthüllungsplattform Wikileaks im Wartungszustand. Bald schon könnten hier aber wieder brisante Dokumente erscheinen. (Bild: Screenshot)
Noch befindet sich die Enthüllungsplattform Wikileaks im Wartungszustand. Bald schon könnten hier aber wieder brisante Dokumente erscheinen. (Bild: Screenshot)

Wired beruft sich dabei auf die Aussagen eines früheren Wikileaks-Mitarbeiters. Demnach sei die Veröffentlichung für den gestrigen Montag, 18. Oktober, vorgesehen gewesen. Doch seit Ende September befindet sich die Wikileaks-Webseite in einem Wartungszustand und ist nicht erreichbar. Assange dementierte zudem über Twitter die bevorstehende Veröffentlichung der Dokumente und beschuldigte das Wired-Magazin, falsche Informationen zu verbreiten. Das Pentagon bestätigte dagegen gegenüber Wired, dass eine Task-Force von rund 120 Mitarbeitern alle Dokumente zum Irak-Krieg derzeit lese, um die Gefahren einer möglichen Veröffentlichung einzuschätzen und sich darauf vorbereiten zu können.

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Schweden lehnt Aufenthaltserlaubnis für Assange ab

Unterdessen haben die schwedischen Behörden einen Antrag von Julian Assange für eine Aufenthalts- und Arbeitserlaubnis für Schweden ohne Angaben von Gründen abgelehnt. Innerhalb von drei Wochen kann der Wikileaks-Gründer hier gegen Widerspruch einlegen, berichtet die Neue Züricher Zeitung (NZZ).

Die Enthüllungsplattform hatte vor einigen Monaten mit der Veröffentlichung von Dokumenten zum Afghanistan-Einsatz für Aufsehen gesorgt und sich den Zorn des Pentagon zugezogen. Zuletzt hatte Wikileaks jedoch nur Negativ-Schlagzeilen gemacht. Gegen Gründer Julian Assange wurde in Schweden unter anderem wegen Belästigung und Vergewaltigung ermittelt. Zudem begehrten mehrere Mitarbeiter gegen den Führungsstil von Assange auf. Ein Streit über den Veröffentlichungstermin der Irak-Dokumente führte dann zum Rücktritt des deutschen Sprechers Daniel Domscheit-Berg und weiterer Mitarbeiter.

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