Mangelnde Identitätsprüfung und Spionage-Apps
Facebook: Empörung über neue Sicherheitslücken
Facebook steht erneut aufgrund mangelndem Datenschutzes in der Kritik. Nach Recherchen der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung (F.A.S.) gibt das soziale Netzwerk Beziehungsinformationen über Nichtmitglieder preis. Diese ließen sich mit Hilfe der E-Mail Adresse des Nichtmitgliedes leicht recherchieren.
Möglich ist dieses, da Facebook Mitgliedern die Möglichkeit bietet ihr E-Mail Konto nach Kontakten, die auch auf Facebook sind, durchsuchen zu lassen. Dabei speichert Facebook offenbar alle gefundenen Adressen, auch die von Nichtmitgliedern. Sollte sich ein Nichtmitglied später bei Facebook anmelden, kann das soziale Netzwerk an Hand der gespeicherten Informationen ihm gleich passende Freunde vorschlagen. Da Facebook aber nicht die Identität des Kontoerstellers überprüft, kann sich auch jeder Unbefugte mit einer ihm bekannten fremden E-Mail Adresse anmelden und sehen, mit wem die Person in Kontakt steht. Diese Lücke machte sich zuletzt auch TechCrunch Blogger Michael Arrington zu Nutze als er sich auf Facebook als Google-Chef Eric Schmidt ausgab.
Apps spionieren Nutzer aus
Politiker zeigten sich über die neuerliche Datenpanne bei Facebook entsetzt: "Dass die Kenntnis einer E-Mail-Adresse ausreicht, um bei Facebook recherchieren zu können, mit wem jemand in Kontakt steht, der selbst Facebook gar nicht nutzt - dies zeigt ein weiteres Mal, wie wenig Respekt Facebook vor der Privatsphäre der Internet-Nutzer hat", sagte Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner (CSU) gegenüber der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung. Justizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) ergänzte: "Es wäre bereits schlimm genug, wenn es sich hier um eine unbeabsichtigte Panne handelte - tatsächlich entspricht die Weitergabe persönlicher Daten aber offenbar einer Standardfunktion von Facebook."
Eine weitere Sicherheitslücke hat am Wochenende die US-amerikanische Tageszeitung Wall Street Journal aufgedeckt. Demnach haben zahlreiche Applikationen von Drittanbietern Informationen über ihre Nutzer an Firmen zu Werbezwecken weitergegeben und damit zum Teil gegen Facebooks Datenschutzrichtlinien verstoßen. Einige Applikationen wurden dem Bericht zu Folge bereits gesperrt. Applikationen erweitern die Funktionalität von Facebook, eine beliebte Applikation ist beispielsweise das Browsergame Farmville. Für Facebook kommen diese Meldungen zu einem ungünstigen Zeitpunkt. Erst vor kurzem hatte das soziale Netzwerk neue Funktionen für mehr Sicherheit und mehr Privatssphäre vorgestellt.


Erneuter Datenskandal bei Facebook: Das soziale Netzwerk überträgt Passwort für Skype, Email-Konton und Instant Messenger unverschlüsselt. Das hat das ARD-Magazin Monitor aufgedeckt.
Techcrunch Blogger Michael Arrington deckte am Wochenende mit einem gefälschten Profil von Google Chef Eric Schmidt eine Sicherheitslücke im sozialen Netzwerk Facebook auf.
Neue Datenpanne beim sozialen Netzwerk Facebook: Das Werbesystem lässt sich zum Ausspionieren von Nutzerdaten missbrauchen. Auch MySpace hat Probleme die Privatssphäre seiner Nutzer vor der Werbeindustrie zu schützen.
Der Internetkonzern Google will Facebook keinen Zugriff mehr auf die E-Mail-Konten seines Dienstes Gmail gewähren, da das soziale Netzwerk nicht gewillt ist, seinerseits Exportfunktionen anzubieten.
Facebook hat zu einem Event eingeladen. Medienberichten zufolge soll am 15. November ein eigener E-Mail-Dienst vorgestellt werden. Bisher war das Projekt unter dem Namen "Titan" bekannt.
Allen Facebook-Nutzern werden im Sozialen Netzwerk in den nächsten Wochen E-Mail-Adressen zugeteilt. Bisher war die Möglichkeit, sich nutzername@facebook.com-Adressen einzurichten, nur optional.
Facebook zeigt im Profil des Nutzers jetzt automatisch die "@facebook.com"-Adresse an. Mit nur wenigen Klicks kann die zuvor gewohnte E-Mail-Adresse aber wieder angezeigt werden.




