Wettlauf gegen die Apokalypse

Im Test: A New Beginning

In der fernen Zukunft ist das Klima komplett kollabiert, darum sucht die Menschheit ihr Heil in der Vergangenheit: Der deutsche Adventure-Spezialist Daedalic beschert PC-Besitzern mit "A New Beginning" ein Point&Click-Abenteuer, das in vielerlei Hinsicht zum Nachdenken anregt.

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A New Beginning - Offizieller Trailer (Deutsch): Von den Machern von "Edna bricht aus" erscheint ein neues Point&Click-Adventure. Diesmal startet die Geschichte im Jahr 2500, als die Erde durch den Klimawandel unbewohnbar geworden ist. Nur eine Reise in die Vergangenheit kann die Menschheit noch retten. Zum Video: A New Beginning - Offizieller Trailer (Deutsch)

In ein paar Jahrhunderten werden sich die wenigen noch lebenden Menschen in Höhlen und Gänge unter der Erdoberfläche zurückgezogen haben. Und der endgültige Untergang steht unmittelbar bevor: Ein drohender Sonnensturm soll die kläglichen Überreste der Ozonschicht endgültig hinwegfegen - und mit ihr jegliches Restleben. Darum wagen sich mehrere Trupps aus waghalsigen Zeitpiloten in die Vergangenheit, um dort zu richten, was vom Menschen zerstört wurde. Leider wissen die Wissenschaftler von übermorgen nicht so genau, welches Jahr und welches Ereignis sie eigentlich suchen - darum teilen sie sich über verschiedene Epochen auf. Allerdings kommen bis auf die Mannschaft von Heldin Fay alle zu spät - und in Klimakatastrophen von apokalyptischen Ausmaßen ums Leben.

Die letzte Hoffnung der Menschheit scheint ausgerechnet der mürrische Klima-Spezialist Bent Svensson aus unserer Zeit zu sein, dessen Forschungen an einer kraftstrotzenden Alge saubere und Ökosystem-schonende Energie verspricht. Nur leider hat der notorisch schlecht gelaunte Rentner nach dem Tod seiner Frau mit der Forschung abgeschlossen. Das Mädchen aus der Zukunft muss ihn mit allen Mitteln überzeugen - unter anderem durch das Erzählen seiner Geschichte, die Point&Click-Entwickler Daedalic ("The Whispered World", "Edna bricht aus") als packendes Adventure inszeniert.

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Wie gewohnt setzt das Hamburger Spielestudio nicht auf 3D-Figuren, sondern auf eine homogene, wenngleich auch nicht sonderlich hoch aufgelöste Comicgrafik im 80er-Jahre-Stil. Das Interface ist selbsterklärend: Klickt man ein Objekt oder eine Person, dann verrät ein spezielles Kreismenü die möglichen Interaktionen. "Ansprechen", "öffnen", "untersuchen" - je nachdem, was man mit dem Mauszeiger analysiert, präsentiert sich eine andere Auswahl. Genretypisch gibt eine sogenannte "Hotspot"-Anzeige Aufschluss darüber, was klick- und manipulierbar ist und was nicht - damit man nichts Wichtiges verpasst.

Trotzdem sind die zahllosen Puzzles, die den Kernteil des Spiels ausmachen, kein Zuckerschlecken: Was hier auf über 100 Bildschirmen womit kombiniert, verquirlt und in die Mangel genommen werden will, das ist zwar immer logisch, aber so gut wie nie offensichtlich - obwohl man dem Spieler zwischendurch die Verschnaufpausen zugesteht, um seine durch den Wolf gedrehten Gehirnzellen bei ein paar seichteren Rätseln und in erstklassig vertonten Dialogen wieder zu entkrampfen.

Im Test: A New Beginning


Obwohl "A New Beginning" für ein Point&Click-Adventure eine Spur zu ernst daher kommt, lässt die packend erzählte Geschichte schnell vergessen, dass PC-Spielern hier im Grunde mit der groben Keule Moral und Umweltbewusstsein eingeprügelt wird.

Datenblatt

A New Beginning
SpielnameA New Beginning
HerstellerDaedalic
VertriebKoch Media
GenreAdventure
Erhältlich ab08.10.2010
Preisca. 40 Euro
EAN Code4020628086688
SchwierigkeitFür Fortgeschrittene
Alterab 12
Multiplayernein
SonstigesMinimum CPU mit 2,5 GHz, 1,5 GB RAM, 4,0 GB freier Festplattenspeicher, 3-D-Karte mit 128 MB RAM
Bewertung Grafikgut
Bewertung Steuerungsehr gut
Bewertung Soundsehr gut
Bewertung Spielspassgut
Bewertung Gesamtgut
SystemPC
SystemWii

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