Zum Türmen
Im Test: Quantum Theory
Ungeniert und uninspiriert: Die Entwickler von "Quantum Theory" nahmen sich die kommerziell erfolgreiche, hierzulande aber indizierte Xbox-360-Ballerei "Gears of War" in nahezu allen Belangen zum Vorbild, scheiterten bei der Umsetzung aber grandios. Das Ergebnis braucht kein Mensch.
Quantum Theory - E3 2010 Trailer: Quantum Theory: E3 2010 Trailer (Plattformen: Playstation 3 und Xbox 360). Zum Video: Quantum Theory - E3 2010 Trailer
"Quantum Theory" hetzt geneigte Konsolenspieler, die trotz martialischer Thematik nicht einmal volljährig sein müssen, durch eine düstere Zukunftsvision, in der seltsame Türme aus dem Nichts entstehen. Türme, die nicht nur mysteriöse Lebewesen beherbergen, sondern auch selbst zu leben scheinen und - vereinfach ausgedrückt - keinen allzu guten Einfluss auf die Menschen in ihrem Umfeld haben. Das Ziel ist klar: Die Dinger müssen weg. Und der Typ, der dafür Sorge tragen soll, heißt Syd - "einfach nur Syd".
Schöne Rendersequenzen versuchen, das wirre "Wieso, weshalb, warum?" zu erklären, stehen aber im krassen Kontrast zur eigentlichen Spielegrafik, die mit ihren matschigen Texturen, klobigen Animationen, blassen Farben und immergleichen Gegnern heutigen Standards nicht einmal ansatzweise gerecht wird.
Im Test: Quantum Theory
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Bild vergrößern Nach zahlreichen Terminverschiebungen steht "Quantum Theory" nun in den Läden. Die Wartezeit hat sich nicht gelohnt ... (Bild: THQ) - Bild 2 von 15
Bild vergrößern Syd und Filena kämpfen sich durch einen lebendig wirkenden Turm. (Bild: THQ) - Bild 3 von 15
Bild vergrößern Hochglanzbilder: Die virtuelle Realität sieht in "Quantum Theory" deutlich blasser und matschiger aus. (Bild: THQ) - Bild 4 von 15
Bild vergrößern Syd mag kein Freund großer Worte sein. Aber große Waffen findet er toll. (Bild: THQ) - Bild 5 von 15
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Ebenso öde präsentiert sich das eigentliche Spielgeschehen: Syd durchstreift die Ruinen einer Stadt und die Innereien eines Turms, schleppt sich dabei träge von Deckung zu Deckung, nimmt trotz grausig ungenauer Steuerung und überforderter Kameraführung zahlreiche Widersacher aufs Korn und wundert sich ab und zu, warum er auch hinter einer dicken Steinmauer getroffen wird. Das geht so lange, bis der Liebhaber peinlicher One-Liner und seine Begleiter (darunter später ein hübsches Mädel, das sich den Monstern buchstäblich an den Hals wirft) als Letzte noch stehen und das Spiel sie in den nächsten Hexenkessel lotst. Wenige Ausnahmen wie der Flug auf dem Rücken eines gigantischen Wurmwesens bestätigen die Regel. Ein technisch altbackenes Action-Games, vor dem man einfach nur türmen sollte...
Datenblatt
| Quantum Theory | |
| Spielname | Quantum Theory |
| Hersteller | Tecmo |
| Vertrieb | THQ |
| Genre | Action |
| Erhältlich ab | 24.09.2010 |
| Preis | ca. 60 Euro |
| EAN Code | 5060073307258 |
| Schwierigkeit | Für Fortgeschrittene |
| Alter | ab 16 |
| Multiplayer | 2-8 (WWW) |
| Sonstiges | |
| Bewertung Grafik | ausreichend |
| Bewertung Steuerung | befriedigend |
| Bewertung Sound | befriedigend |
| Bewertung Spielspass | ausreichend |
| Bewertung Gesamt | ausreichend |
| System | PS3 |
| System | Xbox 360 |
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