Echte Alternative zum iPad

Kommentar: Wetab darf nicht sterben

Nach dem missglückten Start des deutschen iPad-Konkurrenten Wetab spekulieren Branchenbeobachter schon über das Aus für den Tablet-PC aus Berlin. Trotz des Desasters beim Start gibt es weiter gute Gründe an den Erfolg des Mobil-PCs zu glauben.

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Inhaltsverzeichnis

  1. 1Enttäuschte Käufer
  2. 2Dilettantisches Guerilla-Marketing
  3. 3Die Idee ist gut
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Eines muss man der Berliner Firma Neofonie lassen. Kaum eine Produkteinführung in den letzten Jahren ist so gründlich missglückt wie die des Wetab. Die Neofonie-Tochter Wetab GmbH hat bei der Markteinführung so ziemlich alles falsch gemacht, was man falsch machen kann. Zuerst wurden mit einem aufregenden neuen Konzept hohe Erwartungen geweckt. Das Wetab als offene Plattform, bei dem der Anwender fast nach Belieben Apps installieren kann. Dass ein mittelständische Hersteller aus Berlin damit dem arroganten Apple-Konzern aus Kalifornien Paroli bieten würde, machte die Sache richtig aufregend.

Enttäuschte Käufer

Doch dann kam eine missglückte Produktvorführung, bei der Hersteller nicht mehr als nur ein Video zu bieten hatte, der abrupte Schwenk auf das Linux-Betriebssystem Meego, eine Pressekonferenz mit ausweichenden Antworten und ein verzögerter Marktstart. Seitdem man den Tablet-Computer endlich kaufen kann, ist er für die meisten Kunden eine einzige Enttäuschung. Zu schwer, schlechtes Display, zu wenig Applikationen im Shop, die Software wirkt unausgereift, der Lüfter surrt zu laut, Multitouch funktioniert nicht, das Display flackert, wenn man es dreht, Touchscreen reagiert ungenau - das sind ziemlich viele Beschwerden für ein Produkt, das schon in der günstigeren Version 449 Euro kostet.

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