Vielseitig, aber langsam

Technisat Digit HD8+: Preiswerter HD+-Sat-Receiver im Test

Beim Technisat Digit HD8+ handelt es sich um einen HDTV-Sat-Receiver, der auch HD+-Sendungen empfangen und aufzeichnen kann. Mit 330 Euro Listenpreis zählt er in dieser Kategorie zu den günstigeren Geräten auf dem Markt.

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Einer der derzeit günstigsten Sat-Receiver, mit dem man auch HD+-Sendungen aufzeichnen kann: der Technisat Digit HD8+. (Bild: netzwelt.de)
Einer der derzeit günstigsten Sat-Receiver, mit dem man auch HD+-Sendungen aufzeichnen kann: der Technisat Digit HD8+. (Bild: netzwelt.de)

Inhaltsverzeichnis

  1. 1Ausstattung
  2. 2Bild- und Tonqualität
  3. 3Fazit
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Ausstattung

Zunächst fällt auf, dass der Technisat keine eigene Festplatte mitbringt, sondern mit externen Speichermedien arbeitet. Das erklärt auch seinen geringen Preis, schließlich verfügen die meisten teureren  Konkurrenzmodelle über eine solche Festplatte. Interessant in diesem Zusammenhang ist auch, dass es ursprünglich in Bezug auf das neue Senderformat hieß, dass mit externen Speichermedien entweder gar keine HD+-Aufnahmen oder nur Time-Shift-Aufzeichnungen möglich seien. Was der Technisat in der Realität nun widerlegt, schließlich nimmt er sowohl über Time-Shift wie auch über EPG und Timer auf. Allerdings, kleine Einschränkung, kann man sich Aufnahmen von HD+-Sendern wie RTL HD und VOX HD nur in Echtzeit anschauen, ein Vorspulen ist leider nicht möglich.



Video

TechniSat DIGIT HD8: Der Technisat Digit HD8+ ist ein HD+-fähiger Receiver der 300-Euro-Klasse. Er bietet eine umfangreiche Ausstattung, hat aber auch ein paar Eigenheiten. Gespeichert etwa wird ausschließlich auf externen Festplatte. Zum Video: TechniSat DIGIT HD8

Bei den möglichen Speichermedien zeigt sich der HD8+ flexibel: Er nimmt nicht nur auf USB-Festplatten oder -Sticks auf, sondern auch auf SD- und CF-Speicherkarten. Kleiner Wermutstropfen: Während Aufnahmen konnte netzwelt nicht umschalten, und zwar selbst dann nicht, wenn der andere Sender auf dem gleichen Transponder lag.
Positiv fällt hingegen auf, dass sich für die Timeraufnahmen generelle Vor- und Nachlaufzeiten einstellen lassen, damit man bei Programmverschiebungen und Verspätungen nichts verpasst. Nichts ist frustrierender, als das Ende eines Krimis zu verpassen, wenn dieser etwas später angefangen hat. Weiterhin ist es möglich, MP3-Musikstücke und JPEG-Fotos abzuspielen - der Technisat nützt seine USB-Buchse und Speicherkartensteckplätze also voll aus. Die Netzwerkschnittstelle ist momentan noch nicht einsatzfähig, im Gegenteil: Als die Redaktion probeweise ein LAN-Kabel ansteckte, kam es zum Absturz des ganzen Receivers - seltsam.

Handhabung

Klar strukturiert und optisch ansprechend gestaltet: die Menüs. (Bild: netzwelt.de)
Klar strukturiert und optisch ansprechend gestaltet: die Menüs. (Bild: netzwelt.de)

Der Technisat besitzt ein Dot-Matrix-Display, mit dem er nicht nur den Speicherplatz oder die Uhrzeit anzeigen kann, sondern auch den Sendernamen. Der netzwelt-Test zeigt, dass der Technisat einige Komfortfunktionen besitzt, die aber teilweise noch nicht hundertprozentig ausgereift wirken. Ein Beispiel: Im Einstellmenü findet sich zwar der Menüpunkt "HDMI TechniLink", der die Steuerung von Geräten über HDMI und das CEC-Protokoll ermöglichen soll. Doch im netzwelt-Praxistest funktionierte das einfach nicht, weder mit aktuellen Sony- noch mit neuen Panasonic-Fernsehern.

Die Fernbedienung sieht schick aus und liegt gut in der Hand, doch einige Tasten sind als solche kaum erkennbar. (Bild: netzwelt.de)
Die Fernbedienung sieht schick aus und liegt gut in der Hand, doch einige Tasten sind als solche kaum erkennbar. (Bild: netzwelt.de)

Licht und Schatten auch bei der Fernbedienung: Ihr Tastendruck ist deutlich spürbar und vermittelt ein Gefühl der positiven Rückmeldung. Auf der anderen Seite sind manche Funktionstasten erst auf den zweiten Blick als solche zu erkennen. Insgesamt lässt sich der Receiver aber schnell und zielsicher steuern, seine rund 30 Sekunden Startzeit benötigen allerdings Geduld. Auch beim Kanalwechsel hätten sich die Tester etwas mehr Geschwindigkeit gewünscht - zwei Sekunden sind entschieden zu lang.

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