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Panasonic TX-L42 D 25 E im Test: LCD-Fernseher vom Plasma-König
Stromsparer mit Bildschwächen

von Florian Friedrich Uhr veröffentlicht

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Panasonic ist in erster Linie für seine Plasma-Fernseher bekannt, die immer wieder mit Lob überschüttet werden. Dabei geht fast unter, dass der japanische Konzern auch LCD-Fernseher herstellt. Einer dieser LCDs, der nagelneue 42-Zöller TX-L42 D 25 E, musste sich dem netzwelt-Qualitäts-Check stellen – mit durchwachsenem Ergebnis.

Panasonic ist in erster Linie für seine Plasma-Fernseher bekannt, die immer wieder mit Lob überschüttet werden. Dabei geht fast unter, dass der japanische Konzern auch LCD-Fernseher herstellt. Einer dieser LCDs, der nagelneue 42-Zöller TX-L42 D 25 E, musste sich dem netzwelt-Qualitäts-Check stellen - mit durchwachsenem Ergebnis.

Nur drei Zentimeter tief und elegant im Aussehen: der Panasonic TX-L42 D 25 E.

Technik

Panasonic verwendet beim TX-L42 D 25 E die sogenannte Edge-LED-Technik, die mittlerweile viele TV-Hersteller einsetzen. Dabei sitzen die Leuchtdioden nicht hinter dem Display, sondern platzsparend im Rahmen. Das ermöglicht eine besonders flache Bauweise, was auch die Tiefe von nur drei Zentimetern erklärt.

Der integrierte Universaltuner unterstützt DiSEqC und CI+ und befindet sich somit auf dem neusten Stand der Technik - eine Settop-Box für HD+-Kanäle wird also überflüssig, wenn man sich den Panasonic anschafft. Angetan ist netzwelt von den beiden USB-Schnittstellen, an die man eine USB-Festplatte oder einen Stick anschließen kann.

Dann kann man digitale TV-Signale aufzeichnen und diese dank Time-Shift sogar zeitversetzt ansehen. Außerdem verfügt der Japaner über einen SD-Kartenschacht, den nur wenige Hersteller anbieten. Zu den weiteren Multimedia-Extras zählen ein Netzwerkanschluss mit WLAN-Vorbereitung und das Panasonic-Internet-Portal Viera Cast.

Über das kann man sich beispielsweise YouTube-Videos ansehen oder sich von der BILD-Zeitung berieseln lassen. Wer drahtlos ins Internet möchte, muss sich allerdings den rund 100 Euro teuren Adapter DY-WL10E anschaffen. Der 18 Kilogramm schwere Fernseher bietet darüber hinaus mit vier HDMI-Schnittstellen alles, was man für einen großen Gerätefuhrpark benötigt.

Panasonic TX-L42 D 25 E

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Die zahlreichen Anschlüsse auf der Rückseite sind leicht erreichbar, aber aus Platzmangel nicht im Gehäuse versenkt. (Bild: netzwelt.de)

Handhabung

In der Praxis zeigt sich, dass der TX-L42 D 25 E ein waschechter Panasonic ist: Die Bedienung geht dank des übersichtlichen und schnellen Menüs intuitiv von der Hand. Als vorbildlich entpuppt sich auch die Senderverwaltung, denn für jeden möglichen Empfangsweg stehen separate und sinnvoll vorsortierte Senderlisten bereit. Weiterhin gibt es zahlreiche Filter, die beim Lichten des Senderdschungels sehr hilfreich sein können.

Hinzu kommen noch Favoritenlisten sowie eine Programmtauschtaste, die dem hohen Bedienkomfort das Sahnehäubchen aufsetzen. Schwächen älterer Modelle wurden erfreulicherweise behoben, etwa die unvollständige Info-Anzeige und der automatische Start im Tuner-Modus. Die Lautsprecher bieten eine relativ sonore Stimmwiedergabe, Musik ertönt trotz Equalizer aber leicht verfärbt.

Sehtest TV- und DVD-Signale

Fürs Heimkino stehen die beiden Bildmodi "Kino" und "TruCinema" bereit. Ersterer dunkelt die LEDs ab und liefert so in dunklen Szenen den größten On/Off-Kontrast. Durch Manipulation der Gamma-Kurve gelingt diesem Modus zudem das subjektiv kontrastreichste Bild. Folge: Schattenbereiche werden betont, aber helle Bildpartien verlieren zu viel an Zeichnung. Die ehrlichere und somit auch empfehlenswertere Arbeit liefert der "TruCinema"-Modus ab: Bei digitalem Kabel- und Satellitenempfang erscheint ein angenehm scharfes Bild, aber bei analogen Bildern stören stehende Rauschmuster in Kameraschwenks.

Scart-RGB oder HDMI-576i-Signale zeigt der Panasonic mit guter Schärfe, aufgrund der mittelprächtigen Vollbildwandlung für Spielfilme tritt an feinen Motiven aber manchmal ein Zeilenflimmern auf. Bei voller Helligkeit gelingt ein sehr kräftiges Bild, wobei der Stromverbrauch in einem überschaubaren Rahmen bleibt.

Kritik müssen hingegen die Farben über sich ergehen lassen: Sie wirken zu kühl und zeigen zudem einen dezenten Lilastich. Die Farbtemperatur schwankt - abhängig von der Helligkeit - zwischen 7.200 und 9.200 Kelvin. Die Farbbalance lässt sich allerdings manuell verbessern, wenn im Menü die Option "Erweitert (isfccc)" ausgewählt wird.

HDTV-Sehtest

Der Panasonic reproduziert 24p-Signale von Blu-rays mit einer hervorragenden Feinzeichnung. Lediglich bei Halbbild-Zuspielung, also mit 50i oder 60i, kann es manchmal zu einem leichten Zeilenflimmern kommen, das aber nicht so stark auffällt wie bei DVDs. Mit aktivierter "Intelligent Frame Creation" erscheinen selbst schnellste Kameraschwenks sauber, wobei man das Filmruckeln nur leicht oder gleich stark geglättet darstellen lassen kann.

Aber auch bei ausgeschalteter Filmglättung liefert der Panasonic eine ansprechende Bewegungsschärfe, die Ornamente im Vorspann der Bond-Blu-ray "Casino Royale" bildet er dann mit einer unverschmierten Vierfachkante ab, wenn der Kontrastregler nicht auf Maximum steht. Schwächen zeigt der TX-L42 D 25 E jedoch in dunklen Passagen, etwa im dritten Kapitel von "Krabat". Dort müsste der Mond im Idealfall vor einem rabenschwarzen Hintergrund erstrahlen, aber das Schwarz wirkt eher bläulich und sieht zudem fleckig aus, was dem Bild fast jede Tiefenwirkung raubt. Der Im-Bild-Kontrast liegt unter 1.000:1 und fällt somit selbst für einen LCD-Fernseher sehr gering aus.

Fazit: Nichts fürs dunkle Heimkino

Die schlechte Schwarzdarstellung und der bescheidene Kontrast vermiesen das Heimkino-Erlebnis gewaltig. Deshalb empfiehlt netzwelt, bei Heimkino-Verwendung lieber auf einen Plasma-TV aus gleichem Hause zu setzen. Wer hingegen vorwiegend einen Fernseher fürs helle Wohnzimmer sucht, der noch dazu wenig Strom verbraucht und umfassend ausgestattet ist, sollte den Panasonic TX-L42 D 25 E in seine Kaufentscheidung einbeziehen.

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Panasonic TX-L42 D 25 E im Test: LCD-Fernseher vom Plasma-König
Panasonic TX-L42 D 25 E im Test: LCD-Fernseher vom Plasma-König
Mit dem TX-L42 D 25 E hat Panasonic einen für das Unternehmen eher ungewöhnlichen LCD-Fernseher im Programm. Im Test hinterlässt er auch prompt einen durchwachsenen Eindruck.
http://www.netzwelt.de/news/84243-panasonic-tx-l42-d-25-e-test-lcd-fernseher-plasma-koenig.html
2010-10-14 16:45:24
http://img.netzwelt.de/dw120_dh90_sw0_sh0_sx0_sy0_sr4x3_nu0/article/2010/nur-drei-zentimeter-tief-elegant-aussehen-panasonic-tx-l42-d-25-e-bild-netzweltde2963.jpg
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